Rico_goes_Canada
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Banff 2.0

Veröffentlicht: 23.01.2018

Knappe 2 Monate in Banff sind rum. Der Job ist wirklich stressig und ich arbeite seit Weihnachten 6 Tage die Woche, 8 Stunden am Tag. Dadurch verdiene ich zwar ganz ordentlich Geld, komme aber leider kaum zum Skifahren. Das wird aber jetzt gegen Ende Januar wohl wieder deutlich besser und wir bekommen bis zu 3 Tage die Woche frei. Ich bin gespannt.

Mein Auto hat zu Weihnachten nicht nur neue Bremsen sondern endlich auch einen Namen bekommen. Ich habe ihn Oscar getauft :D

Ich selber habe Weihnachten wirklich kaum gefeiert und stattdessen gearbeitet. Das war schon irgendwie ein komisches Gefühl und ich muss sagen, dass ich mich wirklich auf das nächste Jahr und meine Familie freue! Silvester gab es dann ein kleines Feuerwerk in Banff Downtown, das trotz des Wetters ziemlich gut besucht war. So viele Menschen habe ich in der winzigen Stadt noch nie gesehen. Die -35°C in der Silvesternacht waren auf jeden Fall das Kälteste was ich jemals erlebt habe. Nach dem ca 20 minütigen Feuerwerk, dass man schon kaum überlebt hat, sind einfach alle Menschen von der Straße in irgendwelche umstehenden Gebäude gerannt, ob Bars, McDonalds oder einfach noch geöffnete Banken und Geschäfte. Das war schon irgendwie witzig.

Auf den Bildern, die ich für diesen Blogeintrag rausgesucht habe, seht ihr einmal das Fairmont Hotel, für das Banff berühmt ist. Das weiße Gebäude weiter links oben im Bild ist das Hotel in dem ich arbeite. Zu dem Viewpoint bin ich letzte Woche mal spaziert. Das zweite Bild ist von dem Silvesterfeuerwerk und das dritte Bild zeigt den Ausblick aus meinem Zimmer hier in der Staff accomondation. Genau das sehe ich sogar, wenn ich in meinem Bett liege. Schon ziemlich cool!

Am 15.Januar habe ich dann ein Paket mit Weihnachtsgeschenken von zuhause bekommen. Juhu! Zwar ziemlich verspätet, aber ich habe mich trotzdem unendlich gefreut. Die Geschenke habe ich dann nach und nach, jeden Tag eins, ausgepackt, so konnte ich mir jeden stressigen und anstrengenden Arbeitstag ein wenig versüßen.

Morgen geht es dann endlich einmal wieder Skifahren und für Donnerstag habe ich einen kleinen Hike und einen Ausflug nach Lake Louis geplant, da findet im Moment ein "Icefestival" statt, bei dem Künstler verschiedene Eisskulpturen bauen. Ich bin mal gespannt, was mich da so erwartet.

Vor ca 2 Wochen habe ich mich in dem kleines Fitnessstudio hier im Hotel angemeldet, um den angefutterten Weihnachtsspeck endlich mal wieder abzutrainieren, und habe festgestellt, dass ich eigentlich noch einstaunlich gut in Form bin, obwohl ich seit Monaten nicht wirklich Sport gemacht habe. Scheinbar hat die körperliche Arbeit auf der Ranch sowie der Job jetzt hier mich doch ganz gut in Form gehalten.

Ansonsten gibt es bei mir gar nicht so viel Neues, da ich nach dem Arbeiten einfach nur kaputt bin und nicht mehr viel unternehme. Außerdem muss ich mich momentan auch noch damit befassen, wie es in Deutschland weiter geht, wenn ich wieder da bin. Also mache ich mich stundenlang im Internet schlau und schreibe fleißig Bewerbungen. Auch zum Skifahren komme ich leider viel zu wenig, aber ich habe mir vorgenommen mir im Februar eine Woche frei zu nehmen und Ski zu fahren und ein wenig weiter die Umgebung zu erkunden. Ansonsten freue ich mich schon jetzt darauf im März zu kündigen und mit meiner besten Freundin, die mich besuchen kommt, den nächsten Roadtrip zu starten. Eventuell geht es für mich davor noch einmal für ca 2 Wochen auf eine Ranch, weil ich keine Lust mehr habe zu arbeiten und stattdessen noch ein wenig das Cowboy-life erleben möchte. Das steht aber alles noch nicht so genau fest. Im April geht es dann aber auf jeden Fall rüber zur Ostküste. Unterwegs werde ich noch eine Freundin in Chicago besuchen und am 9.Juli hole ich dann meine Mama am Flughafen in Toronto ab. Pläne habe ich wirklich mehr als genug, es fehlt halt nur an Zeit und Geld um alles umzusetzen, aber das ist wohl immer so im Leben.

Momentan schlage ich mich zwar mit einer lästigen Erkältung rum, aber ansonsten geht es mir wirklich gut und das "Weihnachtstief" ist überwunden. Jetzt arbeite ich wortwörtlich auf das nächste Arbentuer und den nächsten Roadtrip hin.

Frostige Grüße aus dem kalten Kanada :) 

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