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Malmö- die Stadt der alten Gebäude und eines ungewöhnlichen Museums

Veröffentlicht: 28.07.2026

Unterkunft
Sibbarps camping
Wohnmobil · Malmö
Bus
Sibbarps camping → Malmö C
Skånetrafiken
Sehenswert
Malmö C
Malmö, Schweden
Attraktion
St. Petri Kirche
Malmö, Schweden
Attraktion
Non Violence
Malmö, Schweden
Attraktion
Malmöhus
Malmö, Schweden
Attraktion
Disgusting Food Museum
Malmö, Schweden
Attraktion
Bore
Malmö, Schweden
Essen
Café in der Fußgängerzone
$ · Frühstück
Essen
Restaurant mit vegetarischen Ravioli
$ · Abendessen


Heute ist der Besuch von Malmö angesagt. Wie immer habe ich nur kurz über die Stadt nachgelesen, denn ich will mich wieder treiben lassen und den Menschen zu folgen ohne ein Ziel zu haben. Auch heute morgen bin ich recht früh aufgestanden, denn ich wollte erstens einige Dinge klären- beispielsweise wollte ich einen Tag verlängern, da es aber gestern Abend bis 24 Uhr sehr laut war, da vom Hafen ständig Musik, insbesondere sehr lauter Bass zu hören-, zweitens duschen wollte und für meine Morgenhygiene leicht eine freie Dusche mit Waschbecken finden wollte und drittens meine Sachen packen wollte um mit dem Bus in die Stadt zu fahren.

 Nachdem die Morgenhygiene erledigt war, ging ich zur Rezeption, um nachzufragen, ob ich eine weitere Nacht verlängern könnte (und ob die laute Musik jede Nacht spielt). Zunächst verneinte die Rezeptionistin, dass die Musik jede Nacht spielen würde, sie wüsste überhaupt nichts von Musik. Nach ein wenig hin und her- sie war wohl neu an der Rezeption- teilte sie mir mit, ich könnte verlängern, müsste aber auf einen anderen Platz fahren und mehr Geld für die Nacht bezahlen müsste (62 Euro). Auf meine Frage, warum es mehr kosten würde, erklärte sie, dass die Anlage dynamic pricing durchführt. Aufgrund dieser Informationen entschied ich mich, keine weitere Nacht in Malmö zu bleiben, da ich sowieso hätte alles packen müssen und auch noch mehr bezahlen. Im Laufe des Tages wollte ich mich entscheiden, in welche andere Stadt zu fahren. 

Von der Rezeption bewegte ich mich zur Bushaltestelle, die direkt neben dem Campingplatz liegt- Linie 14 nach Limhamm und dann weiter mit der Linie 4 oder 8 zum Hauptbahnhof (Bild 1 und 2). Interessanterweise läuft in Malmö sehr viel über QR-Code, viele Informationen gibt es gar nicht mehr anders, wie beispielsweise Busfahrpläne, Ticketkauf, Stadtpläne, Bezahlung in Restaurant etc., es gibt auch kaum Bankautomaten oder jedenfalls habe ich keinen gesehen außer am Bahnhof. Dieser hat mich dann auch noch 'verarscht'. Nachdem ich dem Zeichen Bankautomat gefolgt war, wollte ich schwedische Kronen abheben (Schweden und Dänemark sind nicht Teil der Währungsunion und haben die Währung Kronen behalten), ich folgte den Anweisungen auf dem Display und am Ende stand dann ein Wechselkurs für Euro und dass ich mindestens 60 Euro abheben müsste. Dies tat ich und erhielt tatsächlich 60 € und keine schwedischen Kronen. Offensichtlich ist die Verwendung von Geld sehr selten. Ehrlich gesagt, habe ich niemanden mit Bargeld zahlen sehen. Selbst im Bus konnte ich nur mit Karte bezahlen. Im Bus erhielt ich ein elektronisches Ticket, das auf meinem Handy gespeichert wurde und mit dem ich den ÖPNV für 60 Minuten nutzen konnte.  

Nach meinem Weg durch den Hauptbahnhof, entschied ich mich zum Hafen zu laufen, der nicht weit entfernt liegt. Dort fiel mir als erstes ein Gebäude auf, welches in Teilen orientalisch wirkte (Bild 3). Es beherbergt eine Bank, allerdings auch ohne Bankautomat. Überhaupt gibt es in Malmö viele interessante Gebäude, ich muss aber zugeben, dass ich die 'Seele' der Stadt irgendwie nicht finden konnte. Sie wirkte wie ein großes Durcheinander von Vielem.

Am Hafen liegen auch viele ältere Schiffe, hauptsächlich aus dem 19 und 20.Jahrhundert. Auf Bild 4 seht ihr ein Beispiel dafür, die Bore von 1894. Im Gegensatz zu früher ist dieser Teil des Hafens aber nicht mehr sehr viel genutzt, sondern er wurde, wie dies in vielen Häfen in der westlichen Welt passiert ist, einem neuen Nutzen zugeführt- der Bebauung mit Wohngebäuden. (Bild 5)

Nach meinem Hafenrundgang kehrte ich zum Hauptbahnhof zurück. Dort fiel mir eine Brücke auf, die ich vorher nicht gesehen hat. Sie sieht wie ein Relikt aus der Wikingerzeit aus (Bild 6).

Als ich sie betrat stand in großen Zahlen auf der Brücke, dass Sie vom Beginn des 20.Jahrhunderts stammt. Das authentisch wirkende ist also unter Umständen nicht authentisch. Aus dem Beobachtungsturm der Brücke- meine Fantasie hatte mir dort eine Menge Wikingerbilder in dem Kopf produziert- machte ich noch ein Foto vom Hauptbahnhof durch den Schacht für Bogenschützen. Offensichtlich gab es auch bei den Wikingern schon Tauben und ihre Hinterlassenschaften...

Der erste Stop im Menschenfluss tat ich an der St.Petri Kirche aus dem 14.Jahrhundert. Die Kirche ist eine Mischung aus Wikinger- und Hansearchitektur.

Am Beginn dieser Wanderung durch die Stadt fiel mir auf, dass die Innenstadt nur von wenigen Menschen besucht wurde. Lediglich in einer Fußgängerzone, die ich später besuchte, waren mehr Menschen auf der Straße. Später in Lund ist mir dies auch aufgefallen.

Vielleicht verlieren sich die Einwohner und Besucher auch in den vielen Seitenstraßen und Gassen. Von Übertourismus war hier auf jeden Fall nichts zu spüren, auch wenn das Thema teilweise ungerechtfertigterweise in den Medien platt getreten wird,


An einem Kleidergeschäft in der Innenstadt sah ich ein interessantes Zitat des amerikanischen Philosophen Ralph Waldo Emerson, der im 19ten Jahrhundert lebte. Ich dachte, dies wäre ein schönes Moto für diese Reise in meinem Camper.


Auf dem Weg in die Fußgängerzone fiel mir ein Museum auf, welches ich gerne besuchen wollte, sollte ich später Zeit dafür haben: the disgusting food musem. Allerdings musste ich mir zuerst einen Ort für einen Kakao suchen...


Diesen Ort fand ich am Ende der Fußgängerzone. Ein nettes Café, in dem ich mir dann auch eine Kakao mit Sahne und ein Croissant bestellte.

Die Bedienung stellte mir dabei eine Frage, die ich nur aus Australien und Neuseeland kannte- mit oder ohne Marshmallows?- Natürlich ohne antwortete ich. Dies erinnerte mich zur gleichen Zeit an eine Szene mit meinen neuen Kollegen in Köln an der Cologne Business School, als wir in ein Café gingen und ich einen Kakao mit der Bitte bestellte, keine Marshmallows auf die Sahne zu legen. Sowohl die Kollegen als auch die Bedienung haben mich damals verwirrt angeschaut. Nun, wie es dann aber oft ist, hat die Kommunikation zwischen der Frau an der Kasse, die meine Bestellung entgegennahm und dem Mann, der meinen Kakao herstellte wie stille Post. Das Ergebnis:

Nachdem ich genüsslich gefrühstückt hatte und viele Seiten in meinem historischen Piratenroman verschlungen hatte, entschied ich mich, nun doch nach Attraktion am Netz zu suchen. Ich entschied mich, auf jeden Fall zwei Orte zu besuchen- das Malmöhus (eine sehr alte Befestigungsanlage) und den verknotteten Colt. Auf dem Weg zum Colt passierte ich ein Gebäude, dass das neue und das alte Malmö gut darstellt. Die World Maritime University...


Die nächste Attraktion war ein absolutes Highlight für mich. Ich hatte die knotted gun schon im Unterricht den Studierenden gezeigt. Und auch wenn ich sie mir größer vorgestellt hatte, so fand das Kunstwerk doch beeindruckend. Ich hatte auch ein interessantes Gespräch mit einem Paar aus der Nähe von Birmingham über den Zustand der Welt. sehr spannend. Und dies kam nur zustande, weil ich sie fragte, ob ich ein Foto von ihnen beiden machen dürfte. Sie haben dann später auch ein Foto von mir gemacht.

Das Kunstwerk heißt Non violence (keine Gewalt) und wurde 1985 von Carl Frederik Reutersward geschaffen. Eine Version steht auch vor den Vereinten Nationen in New York (https://www.un.org/ungifts/non-violence-0). Es ist eine Hommage des Künstlers an seinen Freund John Lennon, der 1980 erschossen worden ist. Es stellt einen 45er Colt dar, bei dem der Lauf praktisch verknotet. Danach bin ich zum Malmöhus gegangen. Die ältesten Teil des Burg entstanden in den Jahren 1526-1530 (Vorgängerburg von 1434). Heute unterhält es ein Museum. Als ich dort war fand ein interessanter Mittelalterspieletag für Kinder statt- eine coole Idee. Auf dem Rückweg in die Stadt stoppte ich in einem Park, um mich ein wenig auszuruhen. Dort wurde ich das 'Opfer' einer Hens Party- ein Junggesellinnen Abschied. Sie brauchten ein Bild der kommenden Braut mit einem Mann mit einem Tattoo. 'Zwangsweise' habe ich mich geopfert.

Zum Abschluss bin ich dann noch in das disgusting food museum gegangen, in dem es alle möglichen von Lebensmittel gibt, die in der westlichen Welt als unangenehmes Essen bezeichnet werden, e.g. Durian aus Indonesien- dort eine Delikatesse, bei uns auch Stinkfrucht genannt (ich habe einmal ein Durianeis probiert, welches ich nach dem ersten Löffel krampfhaft vor den Gastgebern an einer unauffälligen Stelle zu verstecken suchte, aber in vielen Ländern Asiens ist die Durian eine Delikatesse). Ihr könnt euch gerne versuchen vorzustellen, welches Gesicht ich teilweise an der Probiertheke machte, als Besucher dort Würmer, Insekten und ähnliche ungewöhnliche Lebensmittel verzehrten.

Zum Abschluss noch zwei Bilder, die ich gegen Ende meiner Stadtwanderung machte. Das erste Bild ist eine Brücke in der Nähe des Hauptbahnhofes, die mich an Kleve erinnerte, denn auch dort steht eine solche Brücke, die zur Seite hin verschoben werden kann, damit Schiffe passieren können. 

Danach ging ich essen, glücklicherweise ohne den Duft des faszinierenden Stinkkäsesorten, Durian u.ä. noch in der Nase zu haben. Apropos Preise, mein Essen bestand aus vegetarischen Ravioli- genauer gesagt 5 davon, die dann fast 30 Euro kosteten... ich warte noch immer auf den Rest des Essens.

Das zweite Bild fotografierte ich, da es typisch für überall in der Welt ist. Eine Skulptur, auf der am höchsten Punkt eine Möve thront. Gute Nacht und morgen fahre ich nach Lund...


Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
KulturellAbseits der Pfade
  • St. Petri Kirche
  • Non Violence / knotted gun
  • Malmöhus
  • Disgusting Food Museum
  • Bore (1894)
  • Hafenrundgang in Malmö
Camper
StadtKulturEssenGeschichteArchitekturTransit
  • vegetarische Ravioli30 €
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