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Lübeck: Altstadt der Hansestadt auf einer Insel

Veröffentlicht: 22.07.2026

Spaziergang
Lübeck Altstadt → … → Holstentor
Lübeck, Deutschland
Spaziergang
Sommergarten in Lübeck → … → Holstentor
1h
Essen
Ohana
$$ · Abendessen

Nachdem ich ausgeschlafen hatte, machte ich mich ohne Stress auf den Weg in die Stadt. Nachdem mir meine Beine doch ein wenig wehtaten, da ich in den letzten Tagen wohl zu viel Fahrrad gefahren war, entschloss ich mich den Bus zu nehmen.  

In Lübeck wohnen über 200,000 Menschen, doch die meisten Touristen besuchen insbesondere die seit 1987 als UNESCO Weltkulturerbe gelistete Altstadt. Wie immer lies ich mich von der Masse der Menschen und den visuell wahrnehmbaren Attraktionen treiben. Als erstes besuchte ich den direkt hinter der Bushaltestelle gelegenen Marktplatz und das Rathaus (Bild 1: Rathaus Auf Bild 5 seht ihr die Rückseite). Was mir aber schnell auffiel, war die Mischung aus sehr alten Gebäuden aus dem 13 bis 16 Jahrhundert und Bauten, die seit den fünfziger Jahren entstanden sind. Offensichtlich hat der zweite Weltkrieg auch hier einiges an Verwüstung angerichtet. Hinter dem Rathaus steht eine der fünf gotischen Kirchen in der Stadt, die Marienkirche. Im Generellen sind die Kirchtürme sehr dominant im Stadtbild. 


An der Marienkirche zeigte ich meine Sympathy for the devil. Auf dem 2 Bild könnt ihr die besondere Geschichte des Teufels, eines Steins, der Marienkirche und einem Weinkeller lesen. Auf dem 3 Bild seht ihr uns beide und auf dem 4 Bild den Stein, der direkt vor dem ehemaligen Weinkeller liegt.  

Meine Wanderung durch die Straßen führte mich dann zu einem Sommergarten, der mich anlockte. Viele bunte Blumen und Sträucher und Gewürze und vieles mehr, dazwischen Gelegenheit zum Sitzen- ich fand die Ruhe und die Atmosphäre derart toll, dass ich mich auf einen Strandstuhl setzte und dort etwa 1 Stunde mein historisches Piratenbuch las und relaxte (Bild 6).

Direkt gegenüber des Sommergartens steht ein Gebäude, welches mich faszinierte. Normalerweise meide ich das innere von Kirchen, aber in diese musste ich eintreten, denn im Mittelalter war an diesem Ort das Heilige-Geist-Hospital. Dies beflügelte zweifellos meine Phantasie und ich wollte sehen, wie ein Hospital zu dieser Zeit aussehen würde. Bild 7 gibt euch eine kleine zeitliche Einordnung und Erklärung, Bild 8 ist ein Zimmer und Bild 9 die 'Krankenstation'. Wenn jemand mehr darüber erfahren möchte: https://www.luebeck-tourismus.de/altstadt/heiligen-geist-hospital 

Eines meiner Ziele hatte ich auf der Busfahrt bereits passiert, es ist das Wahrzeichen der Start und war bis 1991 auf dem 50 DM Schein. Ich kenne es aber auch noch aus meiner Jugend von Briefmarken. Die älteren unter euch haben vielleicht schon eine Idee... das Holsten Tor. Auf meinem Marsch in die Richtung kam ich an einer Gildengasse vorbei, in der ehemals verschiedene Gangs lebten (Bild 10; die Bäcker Gang) und auch am Kanal, der zusammen mit dem Fluss Stadt-Trave die Altstadtinsel umschließt (Bild 11). Danach besuchte ich das Holsten Tor (Bild 12). Auf dem Holsten Tor ist das Motto der Stadt verewigt: „Concordia domi foris pax“ – Eintracht im Inneren, Frieden nach außen. 

Da ich meine Schrittzahl noch nicht ganz erreicht hatte und mich noch fit fühlte, lief ich noch einmal zurück zu einem Stadthaus, welches für einen Film einer in der Literatur sehr bekannten Familiengeschichte von Thomas Mann (dafür erhielt er den Literaturnobelpreis; einer der Hauptdarsteller in der Verfilmung ist Armin-Müller Stahl, der zur Zeit eine Ausstellung in Schloss Moyland hat) die Kulisse bildete. Es geht darin um die Darstellung des Niedergangs einer fiktiven hanseatischen Kaufmannsfamilie im 19ten Jahrhundert. (Bild 13: das Haus- wird gerade umgebaut/erweitert) Wer nicht weiß, um welche Familie es sich handelt: Bild 14 anschauen).

Hungrig schlich ich durch die Gassen, bis ich ein Restaurant mit einem mir bekannte Namen fand: Ohana (Bild 15), welches ich aus Neuseeland kenne, was aber wohl ursprünglich von den Ureinwohnern aus Hawaii kommt, und Familie (eigentlich wohl Nest) bedeutet. Dort aß ich einen Veggieburger, trank eine Maracuya und eine Mango Schorle und machte mich danach auf den Weg zum Bus. 

An der Bushaltestelle fand ich ein Display, welches mich nachdenklich machte: 'Die Hanse brachte feine Seide und die Pest' (Bild 16). Ich dachte das der Gewinn des Seidenverkaufs den Kaufleuten zu Gute kam, die Kosten ihres Handelns, hier die Einschiffung der Pest, aber als Kosten den Menschen aufgebürdet wurde. Na ja, ich wollte nicht zu viel Nachdenken, denn in der Zwischenzeit sah ich schon Einhörner (Bild 17).

Jetzt heißt es wieder: Bett fertig machen und die Abreise Richtung Fehmarn und Malmö vorbereiten- gute Nacht.   

Wer mehr über Lübeck erfahren möchte: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbeck


Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Begleitung
Allein
EntspannendKulturell
  • UNESCO-Altstadt von Lübeck
  • Rathaus und Marienkirche
  • Heiligen-Geist-Hospital
  • Holstentor
  • Sommergarten
  • Restaurant Ohana
FahrradBus
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