Der Anfang von etwas
„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen. “ Matthias Claudius (1740-1815) Hallo liebe Leser, morgen geht es...

Veröffentlicht: 22.07.2026
Erste Tag- Fahrt nach Lübeck... nachdem ich fast wie geplant geschafft hatte loszufahren, lag eine Strecke von fast 500 km vor mir. Vorher noch kurz den Vorgaben aus der Werbung folgend, dann geh doch zu Netto, bevor es Richtung Münster und Bremen in die Hansestadt ging.
Sobald ich auf die andere Seite des Rheins gewechselt war, war mir klar, es gibt kein zurück mehr (Foto 1: Kurz vor dem letzte Schritt in eine andere Welt: die Golden Gate des Niederrheins). Der Klever Saarländer ist mal wieder auf dem Weg in die Fremde um Unbekannte Welten zu entdecke, die nie ein Dirk zuvor gesehen hat. Mein Navi im Auto zeigte mir knapp fünf Stunden Fahrtzeit, aber als ich zur Sicherheit noch Google Maps auf meinem Handy einstellte, traf mich fast der Schlag: Fahrtzeit 7 Stunden 43 Minuten...
Danach verlief alles glatt bis kurz vor Bremen- ein Riesenstau, weswegen ich beim Campingplatz anrufen musste, um meine Ankunftszeit nach hinten zu verschieben (Foto 2: Endlich Ende des Staus). Glücklicherweise hatte ich genug, um mich zu verköstigen, eine Toilette und ein Bett habe ich ja ebenso dabei. Am Ende dauerte es fast 6 Stunden.
Der Campingplatz in der Schöneböckener Strasse in Leipzig war leicht zu finden, aber die Bedienstete des Campingplatz etwas unkooperativ. Sie redete, als ob sie ein Tonband verschluckt hatte, aber als ich fragte, wo ich noch ein wenig mit dem Fahrrad umher fahren konnte, wirkte sie perplex. Ihre Antwort war dreimal: ich habe nur diese Karte, die ihnen den Weg mit dem Fahrrad in die Stadt zeigt. Trotz meinen Erklärungen blieb sie fest bei dieser Aussage, auch mein: wo kann ich denn noch etwas mein Fahrrad auf entsprechenden Wegen für ca. 1 Stunden bewegen, änderte nichts am Abspielen der Kassette. Resigniert folgte ich ihren Anweisungen: Fahren sie bitte zu Stellplatz 41 (Foto 3: Mein Camper falsch auf Parkplatz 40- also nicht den Regeln folgend- geparkt. Am Morgen bekam ich daher eine email, dass ich zu weit auf Stellplatz 40 parken würde und dies bitte ändern müsste).
Danach noch kurz das Fahrrad abspannen, den Wagen umräumen, damit ich das Bett aufbauen konnte und losfahren zum lokalen Shoppingcenter. Dort gab es alles was das Dirk'sche Herz begehrte: Müsli Riegel von DM und 0,5 l Getränke für das Fahrrad fahren. Auf der Rückfahrt noch einen kleinen Umweg durch ein Industriegebiet, um die Beine ein wenig zu bewegen und eine kleine Wanderung durch den Nachbarstadtteil mit dem schönen Namen Buntekuh. Dieser ist dominiert bei Kleingartensiedlungen und sozialem Wohnungsbau. Als ich dann so marschierte, dachte ich, wie toll kleine Flecken der Natur mitten in unseren menschlichen Betonwüsten doch ist. (Foto 4: Sonnenblumen)
Zum Abschluss des Abends: kurzer Zahnputzbesuch und Toilettengang, dann war es Zeit, das Licht im Camper anzumachen, zu lesen und später zu schlafen. Bis morgen,,,