Reis(e)hunger-Südostasien
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Von Sapa aus erlebten wir in einer „Limousine“ eine sehr turbulente Fahrt nach Ha Giang.

Im Hostel angekommen, gönnten wir uns erstmal eine Pizza, denn jeden Tag Reis wird auf Dauer etwas eintönig. Wir waren schon etwas aufgeregt vor der am nächsten Tag anstehenden dreitägigen Motorbike Tour durch die Berglandschaft des Nordens Vietnams. Weil wir beide aber noch nicht so erfahren mit Motorbikes sind und die Strecke eher anspruchsvoll sein soll, buchten wir die Tour mit einem Fahrer (Easy-Rider). Die anderen Teilnehmenden durften schonmal ihre Bikes ausprobieren und so bekam auch Anna mal die Chance, eine Runde zu drehen, um für unsere weitere Reise zu üben.


Am nächsten Morgen lernten wir nach einer kurzen Einweisung unsere Fahrer kennen. Emilies Fahrer Que schien einer der Anführer unter den Guides zu sein, vermutlich weil er als einer der wenigen ein bisschen englisch sprechen konnte. Que wurde über die drei Tage zu unserem Liebling und wir erlebten einige witzige Momente mit ihm. Aber auch Annas Fahrer Wu taute mit der Zeit etwas auf, die Sprachbarriere machte es Anna jedoch nicht gerade einfach mit ihm zu kommunizieren. Wichtig war vor allem, dass die Driver uns sicher durch die Berge fuhren!



Die Fahrt über die kurvigen Wege und durch die wunderschöne, schon fast magisch wirkende Berglandschaft machte sehr viel Spaß. Die Aussicht erinnerte ein wenig an ein Feen-Land, da war es nur halb so schlimm, dass die Sonne nicht rauskam. So wirkte die Kulisse sogar ein bisschen mystisch.


Unterwegs legten wir ein paar Stopps an schönen Fotokulissen und zum Mittagessen ein. Wir mussten allerdings bis 17 Uhr im Homestay ankommen, weil es sonst dunkel und die Strecke somit noch gefährlicher wird.

Im Homestay trafen dann alle Gruppen wieder aufeinander und nach einem ausgiebigen Essen und natürlich dem Genuss von „Happy Water“ mit den Einheimischen begann ein lustiger Partyabend mit Karaoke-Einheiten. Natürlich ließ sich das Anna nicht entgehen und performte „Dancing Queen“. Da alle am nächsten morgen früh aufbrechen mussten, ging es früh ins Bett.


Am zweiten Tag brachen wir alle gemeinsam nach dem Frühstück mit unseren Motorbikes auf. Leider regnete es am Anfang, weshalb alle in bunten Regenponchos auf ihren Bikes saßen, was ein lustiger Anblick war. Zum Glück hielt der Regen nicht lange an und wir konnten unsere Fahrt unfallfrei fortsetzen. Auch heute war die Landschaft wunderschön und durch den Nebel sehr eindrucksvoll.

Es gab einen kleinen Zwischenfall, bei dem ein Bike unserer Gruppe verloren gegangen ist, Anna es bemerkte und mit Wu auf die Suche ging, sowie Emilie per Nachricht informierte. Que und Emilie warteten auf den verlorenen Teil der Gruppe und schließlich schafften auch wir es zum Zwischenstopp an der chinesischen Grenze. Dort hatte man von einem hohen Turm aus Aussicht auf China.

Weiter ging es zum nächsten Stopp: der höchste Punkt des Ha Giang Loops. Den letzen Teil musste man ungesichert klettern. Es war wirklich sehr sehr hoch und der Abgrund sehr tief. Anna traute sich den größten Teil hoch, Emilie wartete lieber unten, die Aussicht war auch hier schön. Hier traf man auch auf einige einheimische Kinder, die furchtlos am Abgrund rumturnten.

Der letze Stopp an diesem Tag war eine Bootstour auf dem Fluss Nho Que. Emilies Fahrer war sehr stolz, dass der Fluss den gleichen Namen hat wie er. Que sorgte mit Musik für Stimmung auf dem Boot und alle genossen die wunderschöne Aussicht, die zu Gänsehaut führte (oder Zitat Emilie: „Vielleicht ist mir auch einfach ein bisschen kalt.“).


   
 
Die Gruppen wurden in Bussen zurück zu den Motorbikes transportiert. Allerdings verzögerte sich dies ein bisschen, weil die Busse zu klein waren und die letze Gruppe mit Que auf den nächsten Bus warten musste. Emilie wartete schon beim Motorbike auf Que. Die restliche Gruppe machte sich schon mal auf den Weg, um vor Einbruch der Dunkelheit im Homestay anzukommen. So kam es, dass Emilie und Que ganz alleine in der Dunkelheit am Abgrund entlang zum Homestay düsten (Ein bisschen Angst hatte sie schon). Das Homestay war eine riesige Anlage aus mehreren Gebäuden und geschmückt mit vielen Lichterketten. Hier versammelten viele Menschen – auch Einheimische – die den Ha Giang Loop gemeistert hatten. Nebenan wurde sogar eine Hochzeit gefeiert. Nach dem Essen machte sich unsere Truppe auf zum Fest, dass für alle Absolventen des Ha Giang Loops organisiert wurde. Zusammen mit den Einheimischen sangen wir Karaoke und tanzten ums Feuer.
       

Der letze Tag brach an und wir machten uns wieder auf den Weg zurück ins Hostel. Da es in der Nacht geregnet hatte, waren die Wege sehr matschig und rutschig. An einigen Stellen mussten wir warten, weil Baustellen die Durchfahrt versperrten. Man merkte, dass die ganze Gruppe erschöpft war und allen tat der Po vom ganzen Motorbike fahren weh. In einem stressigen Moment fiel Anna unglücklicherweise volle Kanne in eine Pfütze und war nass und braun. Die Stimmung war bei den meisten so semi gut. Ein Teilnehmender hatte einen Unfall und brach sich die Hand, schlimmer geht also immer. Etwas später konnte auch Anna darüber lachen.

Nachdem wir alle erschöpft im Hostel ankamen, gönnten wir uns erstmal wieder eine Pizza. Drei Tage Reis und Ei reichten dann auch wieder (Auch wenn wir Reis mit Kürbissuppe und Erdnüssen lieben gelernt haben!).

Wenige Stunden nach Ankunft fuhren wir mit einem Schlafbus direkt weiter auf die Insel Catba. Wir freuen uns wahnsinnig auf den Strand und Sonne. Das brauchen wir jetzt nach dieser sehr abenteuerlichen Woche!

Vietnam

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