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Jerusalem: Yad Vashem und Market

Veröffentlicht: 17.05.2023


Jerusalem, Tag 3

Heute ging es für uns morgens mit der Stadtbahn zum Yad Vashem, auch Holocaustmuseum genannt. Wir hatten uns im Vorfeld kostenfreie Tickets für das Museum besorgt und sollten um 11 Uhr vor Ort sein.

Die Stadtbahn, das ist die Straßenbahnlinie von Jerusalem, fährt unweit unseres Hotels. Die Tickets gibt es am Automaten und sind recht leicht zu erhalten. Zahlbar bar und auch mit Kreditkarte.

Wir haben uns ein Tagesticket gegönnt, dass mit der wiederaufladbaren Karte 17,5 Schekel kostet, was so 4,40 EUR sind. Dafür so viele Fahrten am Tag mit der Bahn und allen Bussen.

Wir nutzen also die Straßenbahn, die gefühlt alle 5 Minuten in Richtung Mount Herzl fährt. Diese Endstation ist auch unser Ziel. Von dort aus sind es nur noch einige wenige Meter bis zum Yad Vashem.

Nach unserer Ankunft tauschen wir unsere online-Tickets in ein DINA6-großes Zettelchen, das uns dann am Museum den Eintritt gewährt. Der Umtausch der Tickets erfolgt im ersten Gebäude. Dort kann man auch eine Übersichtskarte für 12 Schekel (3.- EUR) kaufen oder für 30 Schekel (7,50 EUR) einen Audioguide ausleihen. Im gleichen Eingangsgebäude befinden sich Restrooms und ein Café, in dem wir bei einem kühlen Getränk unseren Besuch später abschließen werden. Aber zunächst geht es pünktlich in das Museum. Dieses ist in einer Art Dreiecksform gebaut. Fazit: Super gut gemacht! Es befinden sich hier unzählige Exponate zum Thema Holocaust. Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die Nazis fast sechs Millionen europäischer Juden. Diesen Genozid bezeichnen wir als Holocaust.

Selten habe ich ein solch ergreifendes Museum gesehen. Man läuft im Zickzack durch ein prismenartiges, dreieckiges Gebäude, das in viele kleinere Räume unterteilt ist . Überall sind Fernseher, auf denen Zeitzeugen von ihrem Leben berichten. Viele Tafeln auf Hebräisch und Englisch erläutern die ausgestellten Exponate. Alles ist sehr lebendig, sachlich und gleichzeitig ergreifend.

Am anderen Ende des Prismas verlässt man das Museum und hat einen einzigartigen Blick auf das neue Jerusalem.

Damit ist aber das Yad Vashem nicht erledigt. Es schließt sich ein riesiges Gelände an mit weiteren Gedenkhallen und viel Grün. Immer wieder findet man Skulpturen und Kunst, die in die Geschichte passen und die Geschichte wieder geben.

Leider sind im Museum keine Fotoaufnahmen erlaubt, weshalb ich etwas auf öffentliche Bilder zurückgreifen muss.

Im Außengelände ist das Fotografieren dann wieder erlaubt. Wir nutzen die Gelegenheit, die 5 Labcaches im Yad Vashem zu spielen und bei Sonne und im Grünen die Rememberance-Hall, die Kinderhalle und andere Orte zu besuchen. Die Labs sind übrigens gut platziert, man hat damit einen schönen Rundgang.

Mit einem Kaltgetränk und einem kurzen Besuch im Souvenirshop schließen wir unseren Besuch im Holocaustmuseum ab. Insgesamt ist unser Fazit: es ist sehr gut gemacht. Für uns ist das Thema bekannt, viele aus unserer Gruppe hatten bereits live in Konzentrationslager besucht, so dass es weniger interessant war, durch ein nachgebautes Tor mit der Überschrift „Arbeit macht Frei“ zu laufen. Das Publikum hier ist mehr als international und vielleicht beschäftigt sich hier der ein oder andere zum ersten mal mit diesem traurigen Kapitel der Geschichte.

Für mich ging es dann mit der Stadtbahn einen Teil der Strecke zurück bis zur Haltestelle des Marktes, der unter den 10 Sehenswürdigkeiten von Jerusalem benannt wird. Der Mahane Yehuda Markt liegt im Zentrum Jerusalems und ist ein Spiegelbild des originalen jüdischen Alltags. (Zitat des IsraelMagazins). Tatsächlich hätte ich ihn mir noch größer vorgestellt. Er verteilt sich jedoch auf mehrere Straßenzüge, enge Gassen, so dass man die Größe vielleicht nicht richtig erahnen kann. Der Mahane Yehuda gilt als DER Lebensmittelmarkt der Stadt Jerusalem. Alles an Obst und Gemüse, viele Backwaren, aber auch Fisch und Fleisch ist hier zu finden. Und Süßigkeiten!!!! Mehr als 1500 Standmeter umfasst der Markt. Man findet hier Einheimische und Touristen gleichermaßen. Gerne bieten die Händler etwas zum Probieren an. Geräusche, Gerüche und viel bunte Farbe – an jeder Ecke kann man etwas Neues bestaunen.

Uns hat es das getrocknete Obst in kleinen Würfeln angetan, aus dem Tee gekocht wird. Aber auch der Rohverzehr ist lecker.

Und da das ganze Bewundern von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und süßen und deftigen Backwaren hungrig macht, nehmen wir in der „Fressgasse“ Platz. Hier kann man von der Garküche sich etwas holen oder an den vielen kleinen Ständen. Es gibt Fisch&Chips ebenso wie Falaffel und Shawama.

Nach so vielen Eindrücken für die Seele, für Nase und Augen und dem Genuss eines leckeren Mahles geht der Tag für mich zu Ende.

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