Wir machen Mumbai unsicher und treffen durch Zufall einen Kumpel aus Deutschland - Woche 11
Woche 11: 16.-22. März Montag, 16. März: Am Morgen um 1:30 Uhr landeten wir in Mumbai. Davor möchte ich aber eine unserer Lieblingskonversationen dieser Rei

Veröffentlicht: 28.08.2026
Woche 12: 23.-31. März
Montag, 23. März:
Wisst ihr, als Ziehkinder des Schulleiters können wir es uns manchmal leichter machen als andere Lehrkräfte und durften deswegen noch einen weiteren Tag daheim bleiben im Gegensatz zu den anderen, weil wir nicht wirklich was zu tun gehabt hätten in der Schule. Den Tag nutzten wir also, um nochmal gehörig auszuschlafen, ins Café zu gehen und für andere Freizeitaktivitäten, die mir nun, fünf Monate und paar Zerquetschte später, leider nicht mehr einfallen wollen. Ansonsten gab es natürlich Chai und die alltägliche Gym-Routine.🧋
Dienstag, 24. März - Donnerstag, 26. März:
Ihr glaubt es nicht, aber eure Urlaubsmäuse haben es tatsächlich mal wieder zur Arbeit geschafft. Wie schon vor Thailand, gingen wir für den Rest des Monats zur Senior DPS. In Indien stand ab dem 1. April das neue Schuljahr an, was bedeutete, dass die Lehrkräfte ihre Zimmer herrichteten und jede Menge Elternarbeit leisteten. Familien kamen, um das Schulgeld zu zahlen, die Ergebnisse der Prüfungen des vorherigen Schuljahres abzuholen sowie die neuen Lehrbücher mit nach Hause zu nehmen. So nützlich konnten wir uns mal wieder nicht machen, aber wir halfen, wo wir gebraucht wurden - und wenn es nur war, indem wir mit den Lehrkräften über Thailand schwatzten. Vor allem Neeti Ma'am wollte die Bilder sehen. Eine unserer liebsten und lustigsten Erinnerungen mit unserer indischen Tante. Im Anschluss ging es nach Hause und die Tage nahmen ihren Lauf.🏝️
Freitag, 27. März:
Der Freitag stand hauptsächlich unter dem Motto: Radhikas Geburtstag!🥳 Also wurde gefeiert! Dafür mussten wir jedoch recht früh aufstehen, denn der Anfang der Feier bestand daraus, dass wir in einen 4-stündigen indischen Kinofilm gingen, welcher 9 Uhr morgens begann. Warum seid ihr nicht in eine spätere Vorstellung gegangen, fragt ihr euch? Zu Recht. Nun ja, wir hatten noch weitere Pläne, aber dazu später mehr. Wichtig war Raghunath vor allem, dass wir Sitze in der hintersten Reihe buchen konnten, denn die lassen sich zu Liegen verstellen und ich sage euch: das war echt angenehm, wenn man die Länge des Films bedenkt. Konkretes Feedback zum Film könnt ihr euch bitte privat erfragen. Aber zur Feier des Tages bestellten wir außerdem Pizza und Pepsi sowie Kaffee in den Kinosaal, was auch ziemlich cool war. Danach gingen wir noch schön Mittag essen und kauften Radhika ein Geschenk. Zuhause wurden die Rucksäcke gepackt und es wurde Geburtstagskuchen verspeist sowie gesungen. Am Abend verließen Yashoda, Tina und ich Raipur wieder. (Ja, die Reisemäuse sind nochmal losgedüst.) Dieses Mal wollten wir zusammen nach Cuttack, wo wir vorhatten, Poonam zu treffen. Sie ist ausgebildete Ernährungsberaterin und stellt die Diätspläne vieler unserer Bekannten und Freunde zusammen. Als Verkehrsmittel unserer Wahl suchten wir uns dieses Mal den indischen Nachtzug aus. Das bedeutet, man schläft auf einer Liege in einem Abteil. Netterweise hatte Yashoda uns jenes Abteil des Zuges gebucht, wo man mit maximal 3 anderen Menschen in einem Raum schläft und zusätzlich eine Klimaanlage hat. Das Konzept des Schlafzuges ist also ein feines und für euch sicherlich kein neues. Schön ist es vor allem, wenn man, so wie ich, nicht in Verkehrsmitteln schlafen kann, wenn sie sich bewegen. (Das gilt für Züge, Autos, Busse, Flugzeuge und so weiter...) Naja, immerhin kamen wir nach 15 Stunden dann auch mal mit drei Stunden Verspätung an, aber das ist jetzt schon der Samstag und als Deutsche sind wir Zugverspätungen ja mehr als gewöhnt.🚊
Samstag, 28. März:
Am Bahnhof holte uns Poonam netterweise ab. Ihr müsst wissen, egal wann und ob man sie trifft, man hat von Poonam gehört. Sie ist quasi die Legende von Indien (jedenfalls in den Kreisen von Yashoda und Raghunath). Viele Menschen nehmen ihre Dienste in Anspruch. Wir trafen sie also das erste Mal und stellten fest, dass sie wirklich eine sehr coole Socke ist. Bei ihr zuhause aßen wir erstmal (wir hatten auch Essen im Zug, keine Sorge) und knuddelten ihre sehr freundliche Hündin Doodle. Danach packten wir unsere Sachen ins Auto und fuhren noch 1,5 Stunden mit dem Auto nach Puri auf einen kleinen Girlstrip. Puri liegt am Golf von Bengalen und somit in einer Bucht des indischen Ozeans. Dort hatten Yashoda und Poonam ein total schönes Resort gebucht, wo wir gemeinsam entspannen, essen und sogar schwimmen gehen konnten. Der Sonnenuntergang war auch wunderschön. Zusätzlich beglückte uns eine Gottesanbeterin die ganze Nacht über mit ihrer Anwesenheit vor unserer Tür. Es war ein ereignisreicher, aber schöner Tag.🌅
Sonntag, 29. März:
Am nächsten Morgen schlugen wir uns am Buffet erst einmal die Bäuche voll, bevor wir auscheckten. Was ich sehr am Buffet mochte, waren die Auswahlmöglichkeiten. Da das Resort, so wie jeder andere Urlaubsort, auch einige Touristen (wie uns) beherbergt, gab es sowohl indisches als auch uns bekanntes Frühstück. Man kann sich also tagesabhängig aussuchen, worauf man Lust hat. Sobald das Auto wieder gepackt war (und ich meinen verloren geglaubten Geldbeutel wieder gefunden hatte...er war ganz unten in meinem Rucksack versteckt), fuhren wir zum Sonnentempel in Puri - einem Ort mit sehr viel Geschichte. Dieser war definitiv sehenswert, vor allem weil Poonam ihr gesamtes Wissen mit uns teilte, sodass wir viel lernen konnten. Anschließend machten wir uns auf den Heimweg nach Cuttack, wo wir bei einem Restaurant hielten. Zurück bei Poonam machten wir ein kurzes Schläfchen, verbrachten viel Zeit auf der Terrasse mit Doodle dem Labrador (oder von mir liebevoll Kuh getauft, weil sie die Pflanzen angefressen hat), und beendeten den Tag mit einer leckeren Kugel Eis.🐶
