02. Januar 2022: Monistrol de Montserrat


F. Nach dem gestrigen Strandtag ging es heute schon früh morgens mit dem Zug in die Berge nach Monistrol de Montserrat. Unsere Reisegruppe und wir hatten uns im Vorfeld nicht wirklich um konkrete Unternehmungen in Barcelona gekümmert und so stand dieser Wanderausflug gar nicht im Blick aller Beteiligten. Trotz der daher eher miserablen Wanderausstattung aller wollten wir uns diesen heißen Tipp nicht entgehen lassen. Heiß war die morgentliche Temperatur in Montserrat allerdings ganz und gar nicht. Es war so kalt, dass sich auf den Autoscheiben Eis gebildet hat.

Gegen Kälte hilft entweder ein Heißgetränk oder Bewegung. Nach dem Kaffee im örtlichen Café ging es dann auch direkt los. Immer steil den Berg hinauf. Schon nach wenigen Minuten wurden die ersten Klamottenschichten in die Rucksäcke gesteckt und dank Sonne war ich dann auch ganz schnell wieder im T-Shirt unterwegs. Unsere erste Wanderstrecke ging vom Bahnhof in Monistrol de Montserrat den Berg hinauf zum Benedektinerkloster Montserrat. Die 500 Höhenmeter kann man zwar auch mit der Zahnradbahn zurücklegen, aber da gibt es dann weniger Natur zu erleben und es wird einem nicht so warm dabei. Nach zwei Stunden Wandern auf einem absolut wunderschönen und aussichtsreichen Wanderweg erreichten wir das Kloster. Hier aber erstmal ein paar Eindrücke von der Wanderung.

Foto by @Natascha
Foto by @Natascha
Foto by @Christian
Foto by @Christian
Bei dem Fluss haben wir die Wanderung begonnen. Foto by @Christian
Bei dem Fluss haben wir die Wanderung begonnen. Foto by @Christian

Auf der Wanderung haben wir diverse Familien getroffen und es kamen uns auch gelegentlich Läufer in Sportbekleidung entgegengerannt. Die Anzahl der Personen blieb aber im überschaubaren Rahmen und so verwunderte es uns sehr, dass bei unserer Ankunft am Kloster der Platz total überlaufen war und es von Touristen nur so wimmelte. Die Zahnradbahn schien einen guten Dient zu leisten. Die Klosteranlage war sehr groß und man konnte nicht genau erkennen, was eigentlich Teil des ursprünglichen Klosters war und was Anbau ist. Der Anbau ist nämlich so groß, dass sogar ein Supermarkt im Erdgeschoss vorhanden war.

Neben der Zahnradbahnstation gab es noch einen Busparkplatz, eine Luftseilbahnstation und zwei Schienenseilbahnstationen. Nach einer Pause im Innenhof des Klosters ging es für uns weitere 300 Meter nach oben. Die 65% Steigung waren dank Schienenseilbahn in etwa 10 Minuten bewältigt.

Seilbahn
Seilbahn
Schienenseilbahn 1 nach unten
Schienenseilbahn 1 nach unten
Schienenseilbahn 2 nach oben
Schienenseilbahn 2 nach oben
Ausblick aus der Schienenseilbahn aufs Kloster
Ausblick aus der Schienenseilbahn aufs Kloster

Die Wanderwege ab Sant Joan – das Ende der Schienenseilbahn – waren nicht besonders gut ausgeschildert und es gab einige Karten mit vielen unterschiedlichen Aussagen. Wir sind dann im Glauben den richtigen Weg zu nehmen wieder losgelaufen und merkten dann schnell, dass wir uns auf einem Wanderweg befanden, der in keiner unserer offiziellen Karten eingezeichnet war. Dennoch waren neben uns auch noch viele andere Menschen hier unterwegs und so beschlossen wir anstatt den beschriebenen Wanderweg zu benutzen, so grob nach Nase zu laufen. Dieses führte uns auf knapp 1100 Meter NN und zu einem unbeschreiblich schönen Ausblick.

Foto by @Christian
Foto by @Christian
Wandern auf schmalen Pfaden
Wandern auf schmalen Pfaden
Kletterer am Steilhang
Kletterer am Steilhang
Blick auf das Kloster
Blick auf das Kloster
Kletterer beim Pausemachen
Kletterer beim Pausemachen
1100 üNN
1100 üNN

Den Weg zurück hinab zum Kloster sind wir gewandert und haben uns dann noch kurz die Klosterkirche angeschaut.

Danach ging es mit der Luftseilbahn zurück ins Tal und dann mit der Regionalbahn zurück nach Barcelona.

Tag 79 – Gesamttour 4.905 km


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