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Wellington (Neuseeland Teil 22)

Veröffentlicht: 10.01.2019

Wellington wurde 1865 wegen seiner Lage am unteren Ende der Nordinsel nach Auckland zur Hauptstadt. Die Stadt gefiel uns auch deutlich besser als die Metropole im Norden und hier hätten wir (so ganz anders als in Auckland) auch gerne noch etwas mehr Zeit verbracht.



Unsere Erkundung begannen wir mit einem Stadtrundgang, der am Civic Square begann. Um diesen Platz gruppieren sich verschiedene postmoderne und ältere Gebäude und über eine Brücke erreicht man den Hafen.



Dort konnten wir im Hafenbecken dank des klaren Wassers und schönen Wetters drei Rochen schwimmen sehen, die sich das Hafenbecken mit Schwimmenden und Booten teilten.



Am Hafen entlang spazierten wir bis zum Wellington Museum, in dem eine modern gestaltete Ausstellung über Stadtgeschichte und Seefahrt informierte.




Die Lage am Meer und die umgebende Hügellandschaft erinnern an San Francisco.


Was aber noch mehr an die kalifornische Stadt denken lässt, ist die nächste Touristenattraktion, die wir besuchten: das Cable Car.


Seit 1902 überwindet die Standseilbahn die 120 Meter Höhenunterschied in heute etwa fünf Minuten. 
Unterwegs durchfuhren wir Tunnel mit Lichteffekten, ehe wir auf dem Berg beim Cable Car Museum ankamen.


Nachdem wir uns die alten Wagen im Museum angesehen hatten, gingen wir weiter zum botanischen Garten mit einer großen Grünanlage, Gewächshäusern und Rosengarten.


Dahinter schließt sich der Bolton St. Memorial Park an, der viele alte Gräber beherbergt.


Ein großes Monument am Eingang ist Richard John Seddon (1845-1906), einem früheren Premierminister, der im Amt verstarb, gewidmet. Unter seiner Regierung führte Neuseeland als erstes Land 1893 das Frauenwahlrecht ein - woran aber sicher auch die Frauenrechtlerinnen der damaligen Zeit wie Kate Sheppard einen erheblichen Anteil hatten.


Im historischen Thorndon Vietel sahen wir dann noch einige historische Häuser, viele davon in Hanglage - was leider den Weg durchs Viertel nicht einfacher machte...

 
Als wir wieder näher ins Zentrum kamen, sahen wir einige Sakralbauten wie zum Beispiel die 1964 eingeweihte Wellington Cathedral of St. Paul.

Wellington Cathedral of St. Paul

Diese war zwar groß, aber bei weitem nicht so schön wie ihr Vorgängerbau, die Old St. Paul's Church.

Old St. Paul's Church

Die im modernen Hochhausdschungel klein wirkende Holzkirche hat zwar ein schlichtes Äußeres, aber innen eine sehr schöne Einrichtung aus Holz.

Old St. Paul's Church

In direkter Nähe befinden sich die Regierungsgebäude. 
Das alte Parlamentsgebäude dient heute als Bibliothek.


Das Parliament House beherbergte früher die zwei Sitzungssäle für die beiden Kammern, die es in Neuseeland nach englischem Vorbild gab. 1951 wurde das Zwei-Kammer-System allerdings abgeschafft.
Inzwischen gibt es eine Erst- und Zweitstimme bei den Wahlen, was uns unser Führer bei einem Rundgang durch das Innere des Parlaments als “deutsches System“ vorstellte.

Parliament House und Beehive

Das Parliament House wurde nie ganz fertig gebaut, weil Weltkriege und Wirtschaftskrise dazwischen kamen. Statt des ursprünglich geplanten Weiterbaus wurde in den 1970er Jahren der wegen seiner Form sogenannte “Beehive“ (Bienenkorb) angebaut. Das Gebäude ist recht umstritten und soll einmal zum dritthässlichsten Gebäude der Welt gewählt worden sein...

Old Government Buildings

Auf der anderen Seite der Straße erstrecken sich die “Old Government Buildings“, die - obwohl sie überhaupt nicht danach aussehen - aus Holz gebaut worden.

Te Papa Tongarewa

Natürlich durfte auch der Besuch im “Te Papa“ Museum of New Zealand nicht fehlen. Allerdings scheint es uns, als ob alle Museen in Neuseeland dieselben fünf Themen behandeln, nur mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung: Besiedlung Neuseelands durch Maori und Europäer, Der Vertrag von Waitangi, Maori Kultur, Gefährdung einheimischer Arten durch eingeführte Tiere und Kriege mit neuseeländischer Beteiligung.

Ausstellung zum Vertrag von Waitangi

Trotzdem sahen wir uns alle Ausstellungen an, auch die zum ersten Weltkrieg. Dort ging es um die Schlacht von Gallipoli in der Türkei, bei der viele neuseeländische Männer uns Leben kamen.


Besonders daran waren riesige Figuren in 2,4facher Größe, die von den ansonsten bei Filmproduktionen mitwirkenden Weta Workshops hergestellt worden waren und Szenen aus dem Krieg zeigten.


Wie schon zuvor fanden wir die glorifizierende Darstellung der Soldaten befremdlich. Ebenfalls merkwürdig erschien uns der Ausstellungsteil, in dem man selbst Scharfschütze spielen und aus dem Gefechtsgraben feuern konnte.

Old Bank Arcade

Ein wenig Zeit hatten wir auch, um bei unserem Aufenthalt durch die Innenstadt zu schlendern, wurden allerdings von den frühen Schließzeiten überrascht...


Dann ging es nach drei Tagen in Wellington auf die Fähre nach Picton zur Südinsel.
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