peters-on-tour
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Abends kamen wir in Waitomo an und kauften uns zunächst Tickets für die Höhlentouren für den folgenden Tag. Kostenlos übernachteten wir auf dem Parkplatz des Restaurants Roselands, in dem wir dann auch einen typischen (?) Beef Stew aßen.



Einer von uns wagte morgens eine Black Water Rafting Tour durch den unterirdischen Flusslauf in der Ruakuri Höhle. Dabei ging es in einem Gummireifen durch den Fluss und kleine Wasserfälle hinunter. An der Höhlendecke konnte man schon die ersten Glühwürmchen sehen. Nach der dreistündigen Tour durchs kalte Wasser gab es dann eine heiße Suppe zum Aufwärmen.



Dann sahen wir uns die bekannteste Höhle, die als Waitomo Glowworm Cave beworben wird, an. Neben hohen Räumen und beeindruckenden Formationen konnten wir dort bei einer Bootsfahrt im Dunkeln die neuseeländischen Glühwürmchen an der Decke sehen.



Später sahen wir noch mehr Glühwürmchen in der Ruakuri Höhle, durch die wir ebenfalls eine geführte Tour machten. Dort durfte man auch fotografieren.


Glühwürmchen in der Ruakari Höhle

  

Diese Glühwürmchen sind eigentlich nicht das, was wir unter Glühwürmchen verstehen, sondern die Larven einer Fliege (das hört sich in der Werbung aber nicht so gut an und deshalb heißen die Höhlen Glühwürmchen Höhlen).


Glühwürmchen mit Fäden bei Licht


Die Larven hängen an der Decke und wollen mit dem Leuchten Insekten anlocken. Diese verfangen sich in klebrigen Fäden, die von der Larve ausgehen und so hat diese dann Essen am Band. Das holt sie zu sich und saugt ihre Beute dann aus. Bei National Geographic soll das Aussaugen durch ein Glühwürmchen zu den TOP 10 der schrecklichsten Todesarten zählen...



Nach 8-9 Monaten wird die Larve zur Puppe, aus der dann schließlich die Fliege schlüpft, die sich paart und neue Eier legt. Dazu hat sie nicht allzu lange Zeit, weil sie keine Mundwerkzeuge besitzt. Da sie keine Nahrung zu sich nehmen kann, verhungert sie nach etwa vier Tagen...



Neben den Glühwürmchen waren vor allem die durch Erosion entstandenen Höhlen und Kalksteinformationen sehenswert. Riesige Stalaktiten und Stalagmiten, von denen die schwersten über fünf Tonnen wiegen sollen, waren in den beiden erwähnten und in der Aranui Höhle, die wir auch besuchten, zu sehen. Im Kalkstein gab es in der Ruakari Höhle auch noch einige gut erhaltene Fossilien.



Nachdem wir so den Tag unter der Erde verbracht haben, machten wir zum Abschluss noch eine kurze Wanderung durch einen feuchten Wald an einem Wasserlauf mit Farnen und viel Moos.



Auch hier gab es natürliche Höhlen und Tunnel zu sehen durch die man hindurch gehen konnte.















#waitomo#glühwürmchen#höhle#neuseeland#sabbatjahr
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