Fécamp, Yport und auf dem Zöllnerweg nach Étretat
Abtei mit Kräuterschnaps, Küstenorte und Wanderung an der Alabasterküste

Veröffentlicht: 15.04.2025
Heute stand einer der wichtigsten Häfen der Normandie auf unserem Programm: Le Havre.
Lange überlegten wir, ob wir mit dem Wohnmobil oder Bus fahren sollten. Parkplätze sind nach unseren bisherigen Erfahrungen oft mit Schranken zur Höhenbeschränkung versehen, so dass es nicht ganz einfach ist, einen Parkplatz mit einem Auto, das höher als 1,9m ist, zu finden.
Schließlich entschieden wir uns für den Bus, auch wenn bei der Häufigkeit der Fahrten noch Luft nach oben ist… Dafür waren wir überrascht, wie günstig die Fahrkarten hier in Frankreich sind.
In Le Havre stiegen wir am Strand aus, der - wie sollte es anders sein - steinig ist.
Wir sahen viele kleine weiße Hütten, die teilweise noch nicht aufgebaut waren. Nachdem wir in einigen ihre Mieter mit einer Einrichtung aus Strandutensilien erspähten, überlegten wir uns, dass man sie bestimmt für die Saison mieten kann, um seinen Liegestuhl und was man sonst für einen Strandtag braucht, zu lagern.
Wir machten einen Abstecher zur Église Saint-Joseph, die in den 1950er Jahren von Auguste Perret gestaltet wurde.
Optisch beeindruckt sie durch besonders viel Beton und 12768 Glasfenster.
Unser Weg führte uns weiter am Wasser entlang, wo wir auf das “Musée d'art Moderne André Malraux” (MuMa) stießen.
Die Ausstellung war dann doch nicht ganz so modern, wie ich sie mir vorgestellt hatte: Die ältesten Bilder waren aus dem 15. Jahrhundert. Es gab aber auch eine größere Sammlung impressionistischer Werke zu sehen, da viele bekannte Impressionisten in der Gegend Inspiration am Meer suchten.
Wir spazierten weiter durch die Stadt, die im zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört wurde. Sie wurde von den bekannten Architekten Auguste Perret aus Belgien und Oscar Niemeyer aus Brasilien wieder aufgebaut.
Die beiden nutzten dabei viel Beton, dessen Grau die vorherrschende Farbe bei den meisten großen Gebäuden der Stadt ist.
Einen Abstecher machten wir noch zu dem Einkaufszentrum “Docks Vauban”, das in die ehemaligen Dockanlagen eingebaut wurde.
Durch die Stadt gingen wir zum Rathaus, dessen Turm groß und grau in den blauen Himmel ragte.
In der Nähe liegt das Kulturzentrum “Le Volcan”. Es ist ein futuristischer Bau von Oscar Niemeyer, der wegen seiner Form auch “Joghurtbecher” genannt wird.
Zum Abschluss wollten wir die Stadt noch von oben sehen und gingen zur Haltestelle der Standseilbahn “Funiculaire”, die uns bequem auf die Anhöhe der Stadt brachte.
Nun machten wir uns auf den Rückweg mit dem Bus, wofür wir zunächst den Stadtverkehr nutzen wollten. Leider stellten wir im Bus fest, dass man das Ticket gar nicht mehr im Bus kaufen kann. Wir sollten dann eine SMS an eine Nummer schicken, die bei unseren deutschen Handys aber nur mit einer Fehlermeldung beantwortet wurde. In dem Bus nach Le Tilleul konnten wir dann aber das Ticket auch mit Bargeld direkt im Bus kaufen und kamen gut wieder zurück zum Campingplatz.
