Schloss Drottningholm und ABBA Museum - Stockholm mit dem Wohnmobil
Auf unserem Weg nach Stockholm besuchten wir das königliche Schloss und dann das Museum der weltbekannten Musikgruppe.

Veröffentlicht: 16.08.2025



























Am Morgen hatten wir uns für einen kostenlosen Stadtrundgang auf Deutsch angemeldet, zu dem wir von unserem Wohnmobilstellplatz auf Långholm (wir schlafen unter der großen Brücke) am Ufer entlang spazierten.
Wir trafen uns außerhalb der Tunelbana mit unserer deutschen Stadtführerin an einem als Strand angelegten Abschnitt der Brücke.
Schaukelbänke und Liegestuhl laden hier zum Verweilen ein.
Auf dem Weg konnten wir noch einen Blick auf das frühere Rathaus Stockholms werfen, in dem heute das Bankett zur Verleihung des Nobelpreises stattfindet.
Dann ging es auch schon bald in die Altstadt, Gamla Stan, wo wir ins deutsche Viertel gingen.
In Stockholm wurden früher mehrere Gruppen aus anderen Ländern angesiedelt, um ihre Expertise ins Land zu bringen.
Die deutsche Gemeinde war eine der größten und auch wohlhabendsten.
So konnten sie den Bau einer großen Kirche finanzieren, die auch innen prächtig mit Gold geschmückt ist.
Das stieß bei den schwedischen Einwohnern Stockholms eher auf Ablehnung und machte die Erbauer bei ihnen unbeliebt. Inzwischen mögen die Schweden - nach Aussage unserer Stadtführerin - aber die Deutschen, weil sie gerne nach Deutschland in den Urlaub fahren…
Zur Zeit des Wachwechsels kamen wir am königlichen Schloss vorbei und sahen noch kurz die Kapelle mit der Ablösung an uns vorbei marschieren, direkt neben der Nikolaikirche, in der auch die Krönungen und Hochzeiten der Monarchen stattfinden.
Zum Abschluss zeigte uns die Stadtführerin noch die kleinste Statue der Stadt, die sich auf einem Innenhof hinter der finnischen Kirche gegenüber vom Schloss befindet: Ein kleiner Junge, der auf einer Platte sitzt, auf der einige Münzen liegen. Er soll jeden Tag einen Wunsch erfüllen, wenn man ihm drei Mal über den Kopf streicht und ihm ein Geldstück hinlegt. Das Geld wird dann von der finnischen Gemeinde eingesammelt und für Bedürftige verwendet.
Nach dem Rundgang sahen wir uns das königliche Schloss auch noch von innen an.
Das ursprüngliche Schloss wurde zu großen Teilen bei einem Brand vernichtet, so dass es im 18. Jahrhundert neu erbaut wurde.
Wenn kein Staatsbesuch ansteht, sind die Prunkräume für die Öffentlichkeit zugänglich.
Dabei waren meist die alten, prachtvoll ausgestatteten Säle zu bewundern.
Es gab aber auch ein Zimmer, das die moderne Einrichtung eines königlichen Wohnraums zeigte, was auch einmal etwas Besonderes ist.
Im Untergeschoss war auch noch das Museum Tre Kronor zu sehen, das die Schlossgeschichte dokumentiert.
Wir gingen auch in die Schatzkammer, in der die Kronen und Insignien der schwedischen Herrscherinnen und Herrscher zu sehen sind.
Zum Abschluss des Schloss Besuches sahen wir uns auch noch die Antikensammlung von Gustav III.
Wir hatten uns auch gleich ein Kombiticket gekauft und gingen deshalb noch in die Riddarholmskyrkan.
Der Kirche wurden nach und nach Grabkapellen hinzugefügt, die als Grablege für die verschiedenen schwedischen Dynastien dienen.
Als letzter entstand der Bernadottesche Grabchor im Jahr 1860. (Die heutige Königsfamilie stammt vom Franzosen Jean-Baptiste Bernadotte ab, der als Karl XIV Johann den schwedischen Thron 1818 bestieg.)
Nach so viel Altstadt gingen wir noch in den modernen Stadtteil Norrmalm, um dort etwas zu essen, bevor wir das Kulturfestival im Kungsträdgarden besuchten.
Auf der Bühne hier gab es an diesem Abend zunächst eine Tanzvorführung mit Boogie und anschließend den Auftritt der schwedischen Band “Voize”.
Wir hörten noch eine Weile zu und gesellten uns für ein paar Tänze zu den vielen anderen Paaren auf der extra vor der Bühne aufgebauten Tanzfläche, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Wohnmobil machten.
