AugenBlicke
AugenBlicke es sind AugenBlicke, die mir hängen bleiben. Der Frieden auf dem Gesicht des Soldaten, als Kinderhände seinen Bart berühren. Ho Chi Minh - als Student in Frankreich, d
Veröffentlicht: 18.11.2025
























































Mit einem komfortablen Betten-Bus fahren wir vom 15. auf den 16.11. in 20 Stunden von Ho Chi Minh Stadt nach Hoi An.
Hoi An liegt in Zentralvietnam, dort ist vor 14 Tagen ein schwerer Taifun drübergezogen. Auf der Fahrt sehen wir die Schäden, die angerichtet wurden. Auch in der kleinen Stadt Hoi An steht das Wasser noch in den Nebenstraßen, es ist nicht alles gesäubert, der emsige Betrieb der Stadt ist noch nicht wieder ganz aufgenommen.
Zu Hoi An: https://de.wikipedia.org/wiki/Hoi_An.
Ein Auszug: "Zudem gilt die Altstadt als einzige, die im Vietnamkrieg unversehrt blieb. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, da sie als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem Zeitraum zwischen 15. und 19. Jahrhundert gilt." Hoi An hat einen außerordentlichen Charme, mit seinen alten Häusern, den traditionellen Details, der Geschäftigkeit der kleinen Boutiquen, die ihre bunten Laternen, Schneidermode und Gemälde anbieten. Wunderschöne Kaffee- und Teehäuser laden zum Verweilen ein. Das alles liest sich sehr entspannt - ist es aber nicht (mehr). Tausende von Touristen wälzen sich durch die Gassen, so stelle ich mir die Drosselgasse in Rüdesheim vor. Wir kennen Hoi An schon von unsrer 1. großen Reise, 1992-1994, noch bevor es Weltkulturerbe und restauriert wurde. Deswegen macht uns der Rummel nix aus, wir nehmen einfach die ruhigere Nebenstraße :-)
Außerdem: das tatsächliche Thema Nr. 1 ist das Hochwasser. Von der Wassermasse, die der Fluss in die Straßen und Häuser drückte, ist, wie gesagt, vom letzten Mal noch nicht alles weg. Schon kam der nächste Regen in den Bergen und erhöht erneut den Pegel. Von Sonntagabend bis heute Morgen konnten wir zusehen, wie das Wasser steigt, trockenen Fußes kommen wir aus unserem Hotel nicht mehr raus. Auch am Meer sieht man Spuren des Unwetters. Angespülter Müll, Sandsäcke, die, teilweise erfolglos, den Strand befestigen sollten, gestrandetes Gut, abgesackte Mauern und Bauten. Wenige Touristen, die etwas enttäuscht sich den wetterlichen Gegebenheiten anzupassen versuchen - wir hatten anfangs auch überlegt, in Strandnähe unterzukommen, und waren froh uns nicht dafür entschieden zu haben.
Nun nutzen wir die Zeit, haben unseren Spaß beim Beobachten und Staunen, mit welcher Gelassenheit die Bewohner sich auf die nassen Verhältnisse einstellen. Einmal nass geworden bleibt man einfach nass, es ist immer noch warm genug - nach den heißen Tagen sogar wohltuend erfrischend. Vom Moped wechseln wir aufs Fahrrad und drehen unsre Runden durchs Wasser.
Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass es nicht schlimmer wird, am Sonntag wollen wir in Hanoi sein und dazu müssen wir an den nahegelegenen Flughafen in Da Nang kommen. Dass auch das unter Umständen schiefgehen kann, haben wir vor 2 Jahren in Zentralvietnam erlebt, in Hue sind wir durch Hochwasser fast nicht an den Flughafen gekommen. Wir haben uns zwei Tage Luft für die Weiterreise eingeräumt und die Prognosen sehen gut aus. Jetzt lassen wir uns erstmal überraschen, wie es morgen wird!
