Veröffentlicht: 23.11.2025











































Wir waren 1993 das erste Mal in Hoi An. Alte, verfallene Häuser, gebaut mit südchinesischem Charme und französischem Einfluss - es war damals schon ein besonderes Flair. Ein polnischer Historiker und Architekt verliebte sich in die Stadt und unterstütze sie dabei als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt zu werden - wie sagte ein Vietnamese in einem Restaurant: wir haben es ihm zu verdanken!
https://en.wikipedia.org › wiki › Kazimierz_Kwiatkowski_(architect)
Nun habe ich mich darauf gefreut, im geschützten Bereich der Altstadt, in den Häusern, Tempeln und vor allem im Hoi An Museum, die Geschichte Hoi Ans zu entdecken und Bilder zu sehen, die mich an damals erinnern. Was wir fanden, war eine recht kleine, magere Ausstellung, wenige Bilder, wenige Objekte, wenig Erklärungen... was mich persönlich echt enttäuschte. Die Altstadt besteht aus Geschäften, Geschäften, Geschäften, Cafés, Restaurants, Bars, Geschäften. .... Das Weltkulturerbe ist vermarktet. Natürlich, was sonst? Hoi An würde, wenn es nicht Weltkulturerbe wäre, nicht mehr so schön im Stadtbild sein, neue, höhere Gebäude wären gebaut und die kleinen, ockerfarbenen Häuser mit ihren Ziegeldächern und Holzbalkonen würden in der Minderzahl verschwinden. Irgendwann abends saß ich da und dachte, dass es den Häusern egal ist, was darin stattfindet - alles dient dazu es zu erhalten. Dass die ganze Stadt vielleicht irgendwann kollabiert und dem Touristenstrom nicht mehr gewachsen ist, das ist ein anderes Thema - und ja, ich weiß, dazu trage auch ich bei.
So habe ich mich auf "Kunst" fokussiert, fotografiert, was mir gefallen hat, ob alt, ob neu, auch Kulinarisches. Was wir aber fanden, war das, damals einzige, Hotel im Ort, in dem wir 1993 untergekommen sind. Heute ist es eine kirchliche Bildungsstätte. Das Haus ist schön saniert und wir haben uns gefreut, dass es noch da ist :-)
