Wasserquelle
Tag #3 Sonntag, der 03.05. Nach der Erkenntnis, dass mir zwar eine Seite fehlt, auf der ich meine Berichte veröffentlichen kann, muss ich dennoch unbedingt anfangen zu...

Veröffentlicht: 06.05.2026
Tag #4:
Montag, 04.05.
Von Nieheim nach Seesen
Die Vorhersage verspricht Wolken und gegen Abend Regen.
Immerhin können wir im trockenen abbauen, nachdem wir aus unseren Hängematten noch einen großartigen Blick über die Landschaft genießen konnten.
Saftiges grün und das knallige gelb der Rapsfelder. Diese werden uns auch den Tag über konstant begleiten.
Bei bedecktem Wetter folgen wir unserem Plan die ersten 20km zu machen, bis wir uns bei einer Bäckerei mit Brötchen, Gebäck und Kaffee versorgen. Einen Teil für sofort als Grundlage, der Rest wird auf die Packtaschen verteilt und weiter geht's.
Der Himmel hat inzwischen aufgeklart und bei herrlichem Wetter kommen die ersten Höhenmeter.
Belohnt werden wir anschließend mit einer super langen Abfahrt, die sich auf bestem Asphalt durch die Wälder schlängelt.
Das zaubert die Durchschnittsgeschwindigkeit nach oben und uns ein breites Lächeln ins Gesicht.
Einen Stopp müssen wir noch in der Systemgastronomie einlegen. Fließend Wasser und es gibt Bedarf an neuem Toilettenpapier.
Dann heißt's wieder auf die Räder schwingen und Kilometer reißen.
Unser Weg führt uns an der Höxter'schen Altstadt vorbei. Davon und der Gegend generell ist Dave so angetan, dass er es auf seine Bucketliste setzt. Nochmal mit dem Moped und Zeit wiederkommen.
Schöne Perlen entdeckt man unterwegs an fast jeder Ecke.
Für uns heißt es jedoch weiterfahren.
Hinter der Kurve wartet bereits die nächste Steigung auf uns.
Irgendwann ist es geschafft und wir befinden uns am höchsten Punkt. Zumindest für den Abschnitt. Was uns zusammen mit einem Stapel Europaletten, der ein Stück weit neben der Straße auf dem Feld liegt, ausreicht, um dort eine ausgedehnte Pause zu machen.
Gestärkt geht es dann an die nächste Etappe, der Weg wiegt sich durch die Landschaft.
Am späten Nachmittag nochmal ein Supermarkt.
Getreu dem Motto "Gelegenheiten nutzen, wenn sie sich bieten", werden nochmal die Vorräte aufgefüllt und die Suche nach einem Nachtlager kann beginnen.
Wir haben bald Erfolg und beginnen mit der täglichen Routine.
Wobei wir uns heute mit dem Tarp beeilen, da sich der erste Regen ankündigt.
Wir haben erneut Glück und können noch in Ruhe alles aufbauen und uns umziehen, bevor es tatsächlich anfängt zu regnen. Das Abendessen in der Hängematte ist dann ein annehmbarer Kompromiss für das bisher großartige Wetter.
Mjamm mjamm, es gibt 3 Pakete Veggie-Salami und 2 Brötchen. Für jeden von uns.
Das ist mal ne ordentliche Stulle.
Satt und zufrieden geht's in die Hängematte und beim geplätscher des Regens auf dem Tarp und in den Bäumen, ist es leicht sich in den Schlaf wiegen zu lassen.
