Chapa Diamantina-Ausflug ins "Pantanal" von Bahia
Um 8:10 Uhr wurden wir von unserem Guide Gustavo vorm Hotel abgeholt. Er war uns auf Anhieb sympathisch. Er meinte, wir müssen jetzt noch zwei andere Girls abholen und dann...

Veröffentlicht: 17.06.2022

















































Gustavo hatte uns wieder um 8:10 Uhr vor unserem Hotel abgeholt. Unser erster Stopp war heute eine Höhle. Bis wir dort angekommen sind, hatten wir eine menge Traffic. Hier war heute in Brasilien ein Feiertag. Dementsprechend waren auch viele Menschen unterwegs. Nun denn, als wir den Eingang der Höhle erreicht hatten, wurden uns von dem Guide Taschenlampen überreicht. Jeder hatte seine eigene Funzel. Ich hatte mich gefragt wofür, denn ich bin davon ausgegangen, dass die Höhle beleuchtet ist. Dem war nicht so und ich war auch echt froh, dass es eine breite und große Höhle war, also ohne krabbeln und ducken. Die Höhle war sehr beeindruckend. Es gab gigantische Formationen von Stalagtiten und Stalagmiten. Nach einer Weile meinte Daniela, dreh dich mal um. Du konntest nichts sehen, es war stockdunkel. Ich fand das unangenehm, zumal du auch nach vorne kein Licht erkennen konntest. Als wir durch die Hälfte der Höhle gelaufen waren, sollten wir vier unsere Taschenlampen ausmachen und ganz leise sein. Puh, das war vielleicht ein merkwürdiges Gefühl. Du hast nichts gesehen, ob du die Augen auf hattest oder geschlossen. Man hat das Wasser tropfen hören und sonst nichts. Es war beeindruckend, aber ich war auch echt froh, als wir die Lampen wieder einschalten durften. Irgendwann kam ein Lichtstrahl von oben, yippi der Ausgang. Wir hatten gefragt, ob dort in der Höhle schonmal jemand gestorben sei oder sich verlaufen hätte. Angeblich sei das alles noch nicht passiert.
Von der Höhle ging es zu einem kurzen Trekking. Unser Ziel war auch heute ein Wasserfall mit der Möglichkeit, dort zu schwimmen. Diesmal war mir meine Erkältung egal, mir war irre warm und ich wollte auch mal ins kühle Nass. Alleine schon der Weg zum Wasserall war wieder traumhaft. Wir mussten über einen kleinen Holzsteg laufen und immer wieder über Steinwege/Steinstufen rauf oder runter. Man konnte das Wasser schon hören und alle freuten sich über die Abkühlung. Der Wasserfall war gigantisch. Daniela fragte mich, wieso das Wasser so braun sei. Woher soll ich dass denn wissen. Gustavo hatte es uns ausführlich erklärt und er meinte, es sei der hohe Eisengehalt der Quellen. Es würde unsere Haut und Haare weicher machen. Ja, ja bla bla bla... Solange uns die Haare nicht ausfallen, alles gut und schwups war ich auch schon im Wasser. Es war mega, es fühlte sich im ersten Moment kalt an, aber je mehr man sich bewegt hatte, desto angenehmer wurde es. In der Sonne haben wir uns trocken lassen, als auf einmal ganz viele Affen in den Bäumen kletterten. Total süß, wir vier Mädels waren total begeistert. Gustavo hatte ein Stückchen von einer Banane geopfert und sie den Affen auf einen Stein gelegt. Es kamen drei kleine Babyäffchen zu den Stücken. Die haben die Banane mit ihren klitzekleinen Händchen aufgenommen und vorsichtig gemümmelt. Wir sind dahingeschmolzen. Ach, einfach nur mega süß, leider mussten wir aber aufbrechen.
Es ging auf den Tafelberg Morro do Pai Inacio. Zum Glück mussten wir hier nur die letzten 1,5 km hoch laufen. Auch hier waren es Steinstufen oder auch Wurzeln. Man musste sich irre konzentrieren, wohin man trat. Als wir endlich Oben angekommen waren, wurden wir mit einem tollen Ausblick in alle Richtungen belohnt. Wir waren auch fast auf 1.200 Höhenmetern. Es gab zwei Aussichtsplattformen. Daniela hatte sich dort hingetraut und der Guide hatte Fotos davon gemacht. Mir wurde fast schlecht, als ich in die Tiefe geschaut habe. Hui, war das tief. Wir haben uns sämtliche Himmelsrichtungen angesehen und dann dort Oben auf den Sonnenuntergang gewartet. Das war einfach traumhaft. Trotz der vielen Menschen, die dort ebenfalls waren, haben wir die Zeit sehr genossen. Wir hatten mit Gustavo vereinbart, dass sobald die Sonne weg ist, wir sofort zum Exit gehen. Gesagt getan, nur hatten zig andere auch den gleichen Gedanken :-)! Wir sind trotzdem sehr zügig voran gekommen. Mit dem Auto ging es dann zurück in die einzelnen Hotels.
Für uns heißt es noch heute Abend "Tschüss Chapa Diamantina". Es war eine tolle Zeit hier und von dem kleinen süßen Örtchen Lencois sind wir sehr angetan. Wir fahren gleich mit einem Schlafbus zurück nach Salvador. Ich bin gespannt, ob ich schlafen kann.