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Chapa Diamantina-Ausflug ins "Pantanal" von Bahia

Veröffentlicht: 16.06.2022

Um 8:10 Uhr wurden wir von unserem Guide Gustavo vorm Hotel abgeholt. Er war uns auf Anhieb sympathisch. Er meinte, wir müssen jetzt noch zwei andere Girls abholen und dann könne die Tour starten. Zwei nette Engländerinnen waren noch mit von der Partie.

Mit einem Geländewagen ging es kurz hinter unserem Ort nur noch offroad weiter. Hola die Waldfee, das war eine holprige Angelegenheit :-)! Zu Beginn konnten wir schon Affen und ein anderes Tier (dem Guide viel der Name auf Englisch nicht ein) beobachten. Hier in der Region gibt es vor allem die Brüllaffen. Davon haben wir keinen gesehen, aber hören konnten wir diese sehr gut. Mit dem Auto ging es zu einem ganz kleinen Dorf. Hier wartete unser Guide, der uns mit dem Kanu den Fluss entlang shippern sollte.

Die Kanufahrt war traumhaft. Die Geräusche, die vom Ufer aus kamen, waren gigantisch. Immer wieder konnten wir verschiedene Vögel beobachten. Aber auch die Seerosen und das Papyrus Gras sahen super toll aus. Mit dem Kanu ging es ca. 1 Stunde über den Fluss. Dann kam eine Passage, da war das Wasser zu niedrig und das Kanu kam nicht weiter. Also hieß es, LAUFEN. "WIE - DURCH DEN FLUSS"? Es wurde uns vorher etwas von 2 Meter Anacondas und Kaimanen erzählt! Hmmmm, okay, wenn es denn sein muss und uns niemand trägt, müssen wir wohl durch diese Flusspassage laufen. Es fühlte sich moddrig unter den Füßen an, dann auch mal etwas sandiger. Jetzt muss ich lachen, denn unser Guide lief im flotten Tempo vorne weg und wir vier Mädels gingen so langsam, da uns die spitzen Steinchen unter den Füßen irre weh taten. Er grinste und meinte, wir sollten ans Ufer kommen und dort durch den Sand laufen, aber auch dort lagen diese kleinen Steinchen und wir quiekten. Er meinte, zieht eure Schuhe an, dann geht es weiter. Aber nur ein kurzes Stück, denn Gustavo kam uns entgegen und meinte, Schuhe ausziehen, wir müssen auf die andere Uferseite. Wir liefen also nochmal quer durch den Fluss und sind fast bis zu den Hüften nass geworden. Zum Glück war es trotz der Wolken schön warm, so dass unsere Hosen schnell getrocknet sind.

Jetzt ging es einen kurzen Weg durch den Dschungel zu einer Farm. Diese wird von Einheimischen betrieben und sie stellen Cachaca her. Sie haben auch unser Mittagessen gekocht. Es war schon krass, mit welchen einfachen Mitteln dort das Essen gekocht wurde. Allen schmeckte es ausgesprochen gut und wir sind satt geworden. Mit vollen Bäuchlein ging es weiter zu einem Wasserfall mit verschiedenen "Jacuzzis". Als wir dort angekommen sind, war es unvorstellbar, dass so etwas im oder hinter dem Dschungel liegt. Man vermutet es einfach nicht. Es sah mega, mega schön aus. Leider habe ich mir ein Badeverbot erteilt (Erkältung), aber Daniela ist mit dem Rest der Truppe schwimmen gegangen. Die hatten einen mortz Spaß. Ich habe in der Zeit zig Fotos geschossen und zumindest meine Füße im Wasser baumeln lassen.

Dann ging es auch schon wieder zurück. In der Beschreibung stand etwas von einem Walk durch den Wald. Das mit Wald der Dschungel gemeint war, wusste ich nicht. Ich hatte eine kurze Hose, T-Shirt und Sneaker Socken an. Ich fühlte mich damit im Dschungel nicht wohl. Zumal ich Gustavo vorher gefragt hatte, ob es dort Taranteln geben würde. Er bejate meine Frage freudestrahlend und meinte, wenn du etwas großes schwarzes siehst, dann könnte das eine Tarantel sein. Ähä, okay- mein Gedanke war "Anke, reiß dich zusammen und nix wie durch da"! Daniela lief hinter mir und ich hörte sie immer wieder lachen. Sie meinte zu mir, Anke willst du dem Guide auf den Rücken springen? Ja wäre ich am liebsten, ich fühlte mich hinter ihm extremst sicher. Baaaah, alleine die Gräser und das Gestrüpp an meinen nackten Beinen, lies mich manchmal zusammenzucken. Dann blieb Gustavo stehen und meinte oh look, eine Tarantula. Ich lief 2 Meter weg und er dreht mit einem Stock an dem Ding rum und meinte, oh sie ist tot, dann kam von ihm, oh no, es ist nur ein Stück Kokosnuss. Dann ging es auch schon weiter und alle dachten, och was für ein süßer Vogel, der da vor uns fliegt. Es war eine riesen große Heuschrecke. So eine große habe ich noch nie gesehen und die war irre dick. Ohne besondere Geschehnisse haben wir aber sonst das Auto erreicht. Ich war so glücklich, als ich es entdeckt hatte.

Als wir mit dem Auto den Dschungeltrail langsam entlang fuhren, lief vor dem Auto dann doch noch eine Tarantel. Ich bin dankbar, dass wir im Auto saßen. Tut mir leid, aber ich kann dem Tierchen nix abgewinnen, eeeeeeckeliiiiiiiig!!!!!!!!!

Auf dem Weg zurück zum Hotel haben wir Gustavo gefragt, wie sicher unser Dorf denn sei. Es soll so sicher sein, man könne Handy, Camera etc. bei sich tragen. Jeder würde auf den anderen aufpassen. Wir müssten keine Angst haben, es sei nicht Salvador.

Daniela und ich waren gerade im Dorf unterwegs und was soll ich schreiben. Es war einfach nur unbeschreiblich schön. Die Leute sind irre sympathisch und wir haben hier fantastisch gegessen. Überhaupt gibt es hier in Brasilien sehr leckere und außergewöhnliche Gerichte.

Wir haben einen super schönen Tag in der Chapa Diamantina erleben dürfen. Morgen folgt die 2. Tour. Leider kommt morgen die Sonne raus. Das bedeutet, dass es hier locker über 30 Grad werden. Bäh, ich mag ja die Wattebäuschchen am Himmel ;-)

Liebe Grüße

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Antworten (1)

Gerhard
Der Ausflug war ja richtig spannend und du Anke hast dich tapfer geschlagen.