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3. Tag im Amazonas-Dschungel

Veröffentlicht: 21.06.2022


Heute war wieder ein toller Sunrise zu beobachten. Wir brauchten auch gar nicht zurück ins Bettchen stiefeln, sondern wir bekamen schon das Frühstück serviert. Es stand heute nämlich schon ab 6:45 Uhr eine Bootstour mit einem Dschungeltrekking auf dem Plan. 

Wir sollten uns einen 400 Jahre alten Baum ansehen. Die Bootstour auf dem Amazonas hatte eine komplette Stunde gedauert. Ich fand es lustig zu sehen, dass uns viele Kinder mit einem Boot entgegen kamen. Sie werden dort so zur Schule gefahren. Klar, wie sollen sie auch sonst von A nach B kommen?

Nach fast genau einer Stunde hatten wir unseren Anleger erreicht. Jetzt hieß es wieder ab durch den Dschungel. Da es in der Nacht ein Gewitter gegeben hatte, war es an einigen Stellen sehr glitschig. Man musste höllisch aufpassen, dass man nicht wegrutschte. Der Guide hatte uns nämlich erzählt, dass wir nicht an Bäume oder irgendetwas fassen sollen, da dort Spinnen in ihren Löchern oder Schlangen seien könnten. Es ist alles gut gegangen.

Dann stand dieser gigantische große Baum vor uns. Yip, das war schon ein Koloss. Zig kleine Fledermäuse hingen an seiner Rinde und ein kleiner süßer oranger Frosch saß auf ihm. Der Guide erzählte uns, dass der Frosch extremst giftig sei. Ach, dieses kleine Ding. Schau mal an, ich fand den trotzdem süß. Es hörte sich auf einmal so an, als würden kleine Propeller neben uns fliegen. Das waren drei Kolibris, die immer wieder zum Baum flogen, um etwas von der Rinde zu naschen. Unser zweiter Guide zeigte uns einen jungen brasilianischen "Hawk", der oben in der Baumkrone saß. Der war total süß, er schrie die ganze Zeit nach seiner Mutter. Er fühlte sich von uns bedroht, obwohl wir doch so weit unten standen. Nach unzähligen Fotos von dem Baum und der Natur hieß es, zurück zum Boot.

Als wir wieder an der Lodge waren, mussten wir unsere Taschen packen, denn unsere Dschungelzeit war nun vorüber. Zum Glück hatte Daniela die am Vortag geplante Abfahrtszeit zum Flughafen nochmal sehr kritisch hinterfragt, sonst wäre der Flieger ohne uns gestartet!!! 

Was an dieser Stelle noch erwähnt werden sollte, ist die fast professionell eingerichtete Maniküre -Ecke der Lodgebesitzerin im Wohnbereich. Jeden Tag wurden hingebungsvoll mehrere Stunden der Nagelpflege und -farbgebung gewidmet :-) Was sollte man auch sonst im Dschungel so machen...

Matheu hatte noch zwei Nächte länger gebucht und diese wollte er in einem Survivalcamp mitten im Dschungel verbringen. Ich grinste nur und habe ihm dafür unendlich viel Glück sowie Freude gewünscht. 

Nach einem Mittagessen wurden wir dann zurück nach Manaus gebracht. Unsere Flüge waren sehr angenehm und gegen 23:45 Uhr waren wir dann wieder in Rio im Hotel. Daniela kümmerte sich noch um die Busverbindung zur Ilha Grande am nächsten Tag und dann hieß es nur noch Gute Nacht :-)

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