für meine (Handicap)Alleinreisenden-to-be
Es war eigentlich relativ unwahrscheinlich, dass ich zu sowas in absehbarer Zeit nochmal in der Lage sein würde. Ohne mein kleines persönliches Wunder wäre ich nicht hier, das...

Veröffentlicht: 17.03.2023
Und dann gibt es so Tage wie heute.
An denen man durch eine Fehlinformation vom Hotel am falschen Ort zur falschen Zeit steht, dadurch der einzig verfügbare Bus zu dem Ort, wo man hin wollte, weg ist, die Buszentrale aber sagt, dass er erst 5 min weg sei und der Taxifahrer der Meinung ist, dass man ihn aufholen könnte. Und dann steht man zwei Stunden später mitten im Nirgendwo, ohne Trinken, ohne Essen, nachdem man so ziemlich all sein Geld zahlen musste, dabei 300 Mal übern Tisch gezogen wurde und ist 70km entfernt von der nächsten vernünftigen Haltestelle. Der Bus kam nie da an wo er ankommen sollte.
Eine (mittel)kurze Krise später fährt man die halbe Strecke wieder zurück und wartet wieder mitten im Nirgendwo an einer Haltestelle, auf einen Bus, der einen wenigstens schon mal in die richtige Richtung bringen soll und plötzlich steht da der richtige Bus zum richtigen Ort direkt vor einem.
Während der Fahrt merkt man, dass der den übelsten Umweg fährt und jedes noch so kleine Dorf mit nimmt. Btw zu essen und zu trinken hatte ich immer noch nicht, die Fahrt hat 6 Stunden länger gedauert als geplant und ungefähr das 50fache (ich wünschte es wäre übertrieben aber ciao Monatsmiete) gekostet.
Achja, dann hatte ich auch schon knapp 11 Stunden keine Toilette mehr gesehen. Achjaa und dann kam da noch der kleine Tropensturm, in den ich beim Aussteigen geraten bin, der mich und den Rucksack völlig durchnässt hat. Vergessen sollte man auch nicht die kleine Bus-Razzia, wobei wir alle aussteigen mussten und in Reih und Glied nach Drogen abgesucht wurden. Das kleine Mukki, dass die meiste Arbeit gemacht hat, wurde dabei ziemlich mies von seinem Halter behandelt (an dieser Stelle fröhliches 1312). Allerdings hat mich die doch relative immense Waffenpräsenz davon abgehalten, mehr als nur gedankliche Zukunftswünsche an ihn zu richten.
Wenigstens habe ich was zu trinken auftreiben können inzwischen.
Die kleinen Dinge und so. Auf dem Weg hierher stand einfach eine maßstabsgetreue Nachbildung eines T-Rex auf einer Wiese. Ohne irgendeine Begründung. Naja.
In San José war ich die letzten zwei Tage, es gibt aber wirklich nichts berichtenswertes über die Stadt zu erzählen. Ein paar Gebäude sahen ganz schön aus, das war aber auch so ziemlich das einzige, was mir da gefallen hat :D
Und mein Bett ist hier breiter als lang. Der Ort sah (was ich durch den strömenden Regen so erkennen konnte) aus, als könnte man hier auf sehr angenehme Art und Weise eine Menge Geld lassen. Bin dann mal ab morgen früh am Strand 🏝️
