Viviers - Markt in Valence
Unsere nächste Etappe führt uns nach Valence. In der Marina The Épervière, dem größten Binnenjachthafen Frankreichs wollen wir auch ein paar Tage verweilen. Auf der Fahrt von...


Veröffentlicht: 21.05.2025




















Hatten wir den Hafen von Roches de Condrieu bei unserer Fahrt in den Süden übersprungen, war es der Entfernung nach Lyon geschuldet, dass wir noch einen Zwischenstopp einlegten. Bis Lyon waren es von Valence aus circa 115 km und 5 Schleusen, das wollten wir uns gegen die Strömung nicht antun.
Wir fahren gerade auf dem für uns schönsten Teil der Rhone, neben den Auenwälder wird der Strom durch Gebirge und Weinberge begleitet.
Der Hafen in Condrieu hat zwar nicht die besten Kritiken, aber nachdem wir getankt und festgemacht hatten, Originalton Hafenmeister „sucht Euch einfach einen Platz aus“, was wir dann auch taten, war unsere Einschätzung korrigiert. Der Empfang war ausgesprochen nett, im Ort selbst gibt es nicht allzuviel, aber wir waren mobil.
Da für den übernächsten Tag wenig Wind angesagt war, entschlossen wir uns einen Tag zu bleiben und die Gegend etwas zu erkunden, die Weinberge oberhalb Condrieu hatten wir fest im Blick, dort sollte unser Trip hingehen.
Vienne wäre ebenfalls ein lohnendes Ziel, das fiel der Pollenallergie zum Opfer.
Die Fahrradroute zu den Weinbergen war mit sehr starken Steigungen beschrieben, das hatten wir alles schon, also los geht es. Was uns aber dann erwartete, damit hatten wir nicht gerechnet. Wir fuhren in ein enges Tal, begleitet von einem kleinen Bachlauf. Anfangs fuhren wir noch auf einer asphaltierten Straße diese endete aber im Hof eines schönen Anwesens.
Nachdem ich dort auf dem gepflegten Kies meine Spuren hinterlassen hatte, mein erster Offizier ist mir schon gar nicht gefolgt, stellte sich die Frage, was ist eigentlich unser Weg. Schnell waren wir uns im Klaren darüber, dass wir den Bachlauf über die Brücke queren mussten und dann folgten wir dem Trampelpfad. Dieser verlief anfangs noch bequem, wurde aber immer enger und stellenweise konnten wir nicht fahren und hätten auch nicht wenden können. Schlussendlich kehrten wir um, Grund, der Weg war unpassierbar.
Im zweiten Anlauf landeten wir auf einer alternativen Strecke auf dem örtlichen Friedhof, aber der Weg war derart steil, dass selbst mein erster Offizier in die Pedale treten musste, mein Drahtesel verweigerte die Mitarbeit.
Im dritten Versuch habe ich dann dem Navi ein Auto vorgespielt und wir fuhren die Straße. Belohnt wurden wir mit einem tollen Ausblick in alle Richtungen des Rhonetals.
Die Weinberge setzen sich in einer zweiten Ebene weiter zum dahinterliegenden Gebirge fort, so weit das Auge reicht, wird Wein angebaut. Auf dem Rückweg gab es noch einen Kaffee in Condrieu.
Am Gustav angekommen ließen wir den Tag ausklingen, bereiteten uns auf die Weiterfahrt vor, in Lyon ist dann ein längerer Aufenthalt eingeplant, auch das Wetter soll etwas schlechter werden, weshalb wir dann in Lyon vermutlich besser aufgehoben sind.
