Austern im La passerelle
So fuhren wir weiter, war doch in den Reiseführern beschrieben, dass an jeder Ecke der Route junge Männer mit ihren scharfen Messern die Austern öffnen und fangfrisch anbieten....


Veröffentlicht: 06.05.2025
Vom La passerelle folgen wir der Route Richtung Mèze. Teilweise führt der Weg etwas abseits des Strandes durch Weinberge. Wird die Fahrradroute in Google Maps mit leichten Steigungen beschrieben, so konnten wir bereits nach wenigen Kilometern erkennen, was das bedeutet. Hand aufs Herz, das lässt sich auch ohne Unterstützung bewältigen.
Mèze erreichen wir vom Westen kommend durch ein Wohngebiet. Die letzten Meter vor dem Hafen gehen entlang des Ufers. Bisher erscheint der Ort eher unscheinbar, um den Hafen eine ansprechende Atmosphäre mit vielen Lokalen. Eigentlich wollten wir unseren Nachtisch einnehmen, aber der Versuch im ersten Restaurant schlug sofort fehl. Wir haben keinen Platz.
Es waren noch viel Tische frei, am Nebentisch wurde gerade das Essen serviert, wir mussten nicht lange nachdenken, wir hatten unsere Räder noch nicht richtig abgestellt. So fuhren wir weiter entlang der vorgeschlagenen Route. Mein erster Offizier hatte Probleme mit dem Pollenflug, die Augen waren bereits mehr als beleidigt. Zurück zum Hafen lag noch ca. eine Stunde vor uns, wir entschieden also, so schnell wie möglich in die Nähe unserer Hausapotheke auf dem Gustav zu kommen.
Dort war dann noch eine Anlegerbier und der Ausklang des Tages angesagt, schließlich wollten wir Gustav am Sonntag für die Kanalfahrt auf dem Canal du Rhône à Sète vorbereiten. Das Verdeck musste abgebaut werden, unser 5,25 m waren deutlich zu hoch für die in den Folgetagen anstehenden Herausforderungen.
Die Brückenanmeldung für die Durchfahrt in Sete ist obligatorisch und erfolgt online, die Brückenöffnungszeiten könnte Ihr den Bildern im nächsten Bericht entnehmen, Tanken war angesagt, unsere Reserve reicht zwar bis kurz vor Lyon, aber….
Jetzt machte uns das Wetter noch ein paar Kapriolen, so kam endlich unsere Plane zum Einsatz, unser Sommerbimini ist nicht ganz so dicht und für den Fahrtag am Montag war auch der ein oder andere Schauer angesagt.
Zum Schluss noch 110 und den Wecker stellen, Sonntag Arbeitstag, Binnenland, wir kommen.
