#5/6 - AIDAnova- Stavanger
Entgegen vorangegangener Tage hat es in Stavanger bereits am Donnerstagmorgen geregnet. Die Aufenthaltsdauer hier vor Ort wurde wegen des anrückenden Sturms nochmals um 3


Veröffentlicht: 06.10.2025












Nun ist es am Freitagmorgen fast geschafft! Alle Ausflüge bzw. Destinationen sind somit im Kasten. Wir haben jeden Tag fast 20.000 Schritte gesammelt. Also einen Bewegungsmangel kann man uns definitiv nicht vorwerfen 😅.
Ich für meinen Teil bin schon etwas betrübt, denn der Urlaub neigt sich nun stark dem Ende zu. Am Freitag ist ein Seetag angesagt. Diesen werden wir noch einmal genießen. Zunächst haben wir in Ruhe gefrühstückt und sind das Schiff abgelaufen, um Neues zu entdecken. Die Nova ist ziemlich groß. Demzufolge gibt es viel zu entdecken. Alles haben wir gar nicht gesehen. Nach dem Frühstück stand die sogenannte "Nautische Stunde" bei unserem Kapitän auf dem Programm. Diese wollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen. Er berichtete von der Tour aus seiner Sicht und zeigte sogar Bilder von den Polarlichtern, die er selbst geknipst hat. Leider haben wir keine gesehen. Andere Gäste berichteten uns davon. Gegen Ende seiner Vorstellung gingen wir zu den Fragen der Gäste über. Es stand die letzte Frage an. Der Kapitän hat sich eine schöne Frage gewünscht. Der Moderator fragte ein Kind, welches fragte: "Wie hoch müssen die Wellen sein, damit das Schiff untergeht?"😂. Gelächter brach im Theatrium aus. Der Kapitän fragte das Kind noch einmal, ob das wirklich eine schöne Frage sei und es diese wirklich beantwortet haben möchte. Das Kind nickte. Er hat die Frage fachgerecht bzw. aus technischer Sicht sehr professionell beantwortet. Daraufhin bat er das Publikum erneut nach einer schönen Frage. Ein weiteres Kind fragte: "Wie viel Farbe wurde für den Kussmund am Bug des Schiffes verwendet?"😃. Alle lachten. Aber diese Frage konnte der Kapitän nicht beantworten. Er versprach, dies bis spätestens bei der Durchsage am Samstagmorgen um 08:00 Uhr nachzuholen. Am Ende beschrieb der Kapitän, dass wir seinem Rat gut gefolgt seien. Wir haben es uns gut gehen lassen! Soll heißen: Wir haben das gesamte Schiff leergefuttert! Jedem Gast stehen wohl 7,5 kg Essen pro Tag zu ... . Der Kapitän hat abschließend gesagt, dass wir hoffentlich nicht als adipöse, übergroße Hornissenköniginnen nach Hause gehen😁. Dann war die "Nautische Stunde" zu Ende, wir haben maßlos überzogen, aber ganz sollte es damit noch nicht gewesen sein. Abends wollte sich der Kapitän nochmal "offiziell" verabschieden.
Tagsüber haben wir weiter das Schiff erkundet, gut gegessen und uns nachmittags ins Theatrium gesetzt. Das Programm lief ja weiter. Es stand der etwa 40-minütige Reisefilm unserer gesamten Tour an. Das Team der Nova war während der gesamten Reise stets mit Kamera unterwegs und hat die Gäste begleitet. Wir tauchen dort nicht auf, aber zweimal wurden quasi die gleichen Touren absolviert - nur zu anderen Zeiten. Den Film haben wir uns natürlich angesehen. Mir persönlich hat er sehr sehr gut gefallen. Im Anschluss habe ich mir diesen sofort gekauft und war der Zweite in der Schlange😁.
Abends war das Theatrium noch einmal picke packe voll. Zunächst sprachen die Moderatorin Nadja und einer der Manager, welche uns auf die Abreise vorbereiteten. Zwei Geschichten haben sie dazu mitgebracht: Die Koffer können bis 2 Uhr nachts vor die Kabinentür gestellt werden (in den Gang), damit die Crew diese einsammeln und im Gepäckterminal zur Abholung durch die Gäste aufstellen kann. Bei manchen Gästen aus der vorherigen Woche war das Entsetzen am Morgen der Abreise groß, weil die Koffer noch vor der Tür IM ZIMMER standen 😁🙈...
Andererseits gibt es Gäste - zumeist männlich - die die für den nächsten Tag benötigte Kleidung aus dem Koffer nicht bereit gelegt haben. Nachts wurden die Koffer vor den Türen der Zimmer IM GANG abgeholt... 13 Personen betraf dies wohl in der Vorwoche. Diese mussten dann im Bademantel zum Terminal gehen. Wir haben herzlichst gelacht 😁.
Weiter wurde ein Crew-Mitglied ausgezeichnet, weil es ein kleines Kind ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Zur Kurzgeschichte: Ein Kind wollte eines Tages im Restaurant Fuego Spaghetti essen. Es gab an diesem besagten Abend keine Spaghettis und Krokodilstränen kamen zum Vorschein. Also hat der Koch Spaghettis für den Jungen gekocht und die Welt war in Ordnung. Dafür gab es eine Auszeichnung von AIDA.
Anschließend betraten etwa 70 Crewmitglieder - stellvertretend für etwa 1500 Personen - die Bühne und haben einen großen Applaus für die erbrachten Leistungen erhalten. Man darf nicht vergessen, dass die Kellner vom Abend auch die Kellner des Frühstücksbuffets sind... Sie sind wahnsinnig fleißig und schnell und dabei auch noch freundlich. Soweit ich es richtig verstanden habe, arbeiten sie 7 Tage/ Woche und das für eine gesamte Saison von .. 8 Monaten (glaube ich). Einfach nur Wahnsinn. Uns war schon bewusst, dass sich die Crew extrem abrackert, aber dieses Ausmaß ist schon enorm. Möglicherweise hilft die Italienische Flagge am Schiff zur Ausleuchtung von Hintergrundinformationen...🙈 Jedenfalls gab es unsererseits natürlich am Ende der Fahrt Trinkgeld für die gesamte Crew.
Um dieses Ereignis abzurunden, trat der Kapitän in seiner Uniform auf die Bühne und verabschiedete sich ganz förmlich von uns. Er bekam großen Applaus und die Leute haben ihn scheinbar wirklich gemocht. Wir können uns da nur anschließen. Unser Kapitän war uns sehr sympathisch und wir haben ihm immer gern zugehört. Seinen Ausführungen nach klingt er obendrein wie ein Fachmann. Übrigens war er wohl vorher bei der Marine. Ihn kennzeichnet auch immer eine Portion Humor. Man hatte stets das Gefühl, in "seinen Händen" gut aufgehoben zu sein. Er ist mit Herzblut dabei und ist stets um unser Wohl bemüht. Ich erinnere an dieser Stelle nur an das Schiff "Costa Concordia"... Wir hatten stets vollstes Vertrauen in unseren Kapitän, sodass er uns gut durch die Stürme fährt, während wir feiern. Ach und übrigens: Abends konnte er die Frage des Kindes beantworten: Etwa 60 l Farbe wurden benötigt, um den roten Kussmund auf dem Bug zu malen (dreimal übergemalert).
Nach der Feierstunde und der Verabschiedung folgte eine letzte Aufführung im Theatrium und dann war die Reise quasi vorbei. Nun ging es in die Kabine, um am Folgetag abzureisen.
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Mit ein paar Tagen Abstand lassen sich die Eindrücke besser einordnen. Zunächst einmal hat uns die Reise sehr gut gefallen. Das Essen war verdammt lecker - und zwar in allen von uns besuchten Restaurants. An dieser Stelle müssen wir der gesamten Crew ein dickes Lob aussprechen. Sie leisten einen absoluten Knochenjob. Obendrein wird Sauberkeit und Hygiene einem großen Stellenwert zugeschrieben, denn alles ist sauber. Das Housekeeping benutzt u. a. Handschuhe. Die Schifffahrtsunternehmen haben Corona sicher nicht vergessen. Überall kann man seine Hände waschen und desinfizieren. Dicker Pluspunkt.
Wir haben den Basistarif mit etwa 1.470,00 Euro pro Person mit Balkonkabine von Samstag bis Samstag gebucht. Für uns ist das ausreichend. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass natürlich genau geschaut werden muss, was an Speisen und Getränken inklusive ist. Dies betrifft übrigens auch die Getränkepakete. Für uns lohnen sich diese nicht, da wir niemals so viel vertrinken. Sollte man sich vorher gut überlegen bzw. kalkulieren.
Da alle Speisen in den Buffet-Restaurants im Preis inklusive sind (und ausgewählte Getränke in Form von Bier, Tischwein, Wasser, Softdrinks, Säfte), verführt dieser Umstand vermutlich zu einem übermäßigen Appetit 😅🙈. Auch da kann es aus meiner Sicht nicht verkehrt sein, sich mit gesundem Menschenverstand hinsichtlich der Mahlzeiten vorzutasten. Die Buffet-Restaurants haben verschiedene Öffnungszeiten. Irgendeines hat im Prinzip immer geöffnet. Insofern ist man sehr flexibel. Eine Kleiderordnung gibt es quasi nicht. Wir sind häufig im "Markt", "Bella Donna", "East" gewesen. Der Burger im Spezialitäten-Restaurant schmeckt auch sehr gut und ist im Preis sogar inklusive. Getränke sind in den Spezialitäten-Restaurants extra zu bezahlen. Im Zuge der Verköstigung in den À-la-carte-Restaurants muss alles separat bezahlt werden. Die Tische sind in der Regel sehr schnell vergriffen bzw. gebucht/ reserviert. Dies sollte man gleich am ersten Tag tun, wer es mag. Wir haben dort keinerlei Erfahrungen gesammelt.
Die Getränkepreise an Bord in den Bars sind nicht exorbitant hoch. Sie fallen normal aus. An der Bar kostet ein Bier 5,50 € (0,4 oder 0,5l), ein Lillet Wild Berry 8,90 sowie ein Gin Tonic in der Standard-Variante 9,90 € (AIDA-Gin). Hendricks-Gin kostet glaube ich einen Euro Aufschlag. Es gibt auch ein Starbucks-Cafe. Dort kostet ein Tall-Kaffee 3,50 €. Dies entspricht .. ich schaue mal eben nach.. eeeehm ich kann mich plötzlich erinnern: 370 ml. 😂. Das ist, denke ich, ein guter Preis.
Wem Unternehmungen außerhalb vom Schiff am Herzen liegen, sollte sich vorher bestens informieren und ggf. im Voraus Ausflüge buchen (gibt verschiedenste Anbieter), einen Plan vorab entwickelt haben oder auch auf eigene Faust aktiv werden. So entsteht vor Ort kein Chaos bzw. unternimmt man genau die Aktivitäten, die persönlich auch von Interesse sind.
Die Bezahlung an Bord läuft ausschließlich über die Boardkarte. Man hinterlegt entweder eine Kreditkarte oder entscheidet sich für die Bar-Zahlung. Im Falle der Barzahlung muss vor Abreise der offene Betrag entrichtet werden. Bei all den Versuchungen könnte man schnell den Überblick verlieren und die Ausgaben können rasant ansteigen. Also immer das Boardkonto im Blick behalten. Grundsätzlich kann es nie unvernünftig sein, sich immer gut zu durchdenken, welche Leistung man tatsächlich in Anspruch nehmen möchte. Schließlich werden überall Produkte und Getränke angeboten. Dies gilt es insbesondere an den Seetagen zu beherzigen 😅.
Zudem können wir uns eine Kreuzfahrt ohne Kabine mit Balkon nicht vorstellen. Die Aussicht und das Feeling in Kombination mit dem Panorama der Sonne (wenn vorhanden 😅) ist einfach wunderbar. Da sitzt man einfach gerne draußen und hat viel mehr Privatsphäre, als das oben auf dem Deck der Fall ist.
Norwegen als Land hat uns auch sehr gut gefallen - zumindest das, was wir mitbekommen konnten. Vieles sieht idyllisch und teils fernab vom Schuss aus. Teilweise sind Zufahrtsstraßen für Dörfer vor einigen Jahrzehnten erst erbaut worden. Die Versorgung lief bis dato ausschließlich über den Schiffsverkehr. Jedoch muss klar sein, dass das Wetter unter Umständen nicht optimal aus Touristensicht ist. Politisch in Bezug zur Umsetzung konkreter Maßnahmen können wir uns ggf. auch einiges von dem Land abschauen.
Fazit: Nach der Kreuzfahrt ist vor der Kreuzfahrt! Ganz bestimmt. Gerne auch wieder mit der Nova.
