Mexiko Tag 1 - neuerkammerchorgoesmexico
Es ist wieder soweit! Der Neue Kammerchor Heidenheim geht auf Reisen! 71 Sängerinnen und Sänger machten sich gestern, am Donnerstag den 17. Mai 2018, zu einer dreiwöchigen Reise...

Veröffentlicht: 20.05.2018









































































































Nach dem Frühstück brachen wir um 9 Uhr mit den Bussen auf in die Innenstadt zu einer ehemaligen Schule die heute als Museum genutzt wird. Im "Antigua Colegio de San Ildefonso" würden wir am Abend ein Konzert singen. Wir deponierten dort unsere Konzertkleidung, um uns dann wieder in zwei Gruppen aufzuteilen und zu einer zweistündigen Altstadtführung aufzubrechen.
Auf unserem Weg zum Nationalpalast kamen wir an den Ruinen einiger Aztekenpyramiden vorbei. Diese waren aus Lavastein erbaut, dann verputzt und mit roter Farbe bemalt worden. Bis auf einige Mauerreste und Figuren, an denen man noch die Farbe erkennen konnte, ist jedoch kaum etwas übrig geblieben, da die europäischen Eroberer die Pyramiden zerstörten, um den darin verbauten Stein für neue Gebäude zu verwenden.
Vor dem Nationalpalast angekommen mussten wir zunächst alle Sonnenbrillen und Hüte verstauen und unsere Taschen abgeben. Dann führte uns Pablo in einen riesigen Innenhof, der bis auf einen Springbrunnen vollkommen leer war. Über eine Treppe ging es dann nach oben auf die Galerie, die einmal um den ganzen Hof verläuft. Dort zeigte Pablo uns einige Gemälde des Malers Diego Rivera. Dieser hatte den Auftrag bekommen, alle Wände der Galerie zu bemalen. Er konnte diesen jedoch nicht vollständig erfüllen, da er 1959 vor der Fertigstellung starb.
Vom Nationalpalast aus ging es dann zum drittgrößten Hauptplatz der Welt, dem "Plaza de la Constutucion". Dieser kam einigen von uns schon aus dem James Bond Film "Spectre" bekannt vor.
Direkt neben dem Hauptplatz konnten wir die größte Kathedrale Mexikos bestaunen. Sie trägt den eindrucksvollen Namen "Catedral Metropolitan de la Asuncion de Maria de la Ciudad de Mexico". Ihr gegenüber, auf der anderen Seite des Platzes, ragen die sogenannten Zwillingsgebäude in die Höhe, in denen unter anderem der Bürgermeister sein Büro hat.
Vom Hauptplatz aus liefen wir weiter in Richtung des ersten Hochhauses auf lateinamerikanischen Boden, dem Torre Latinoamericana. Das 183m hohe Gebäude wurde 1956 fertiggestellt und erinnert stark an das Empire State Building. Bekannt ist es vor allem dafür, dass es alle Erdbeben, auch die schweren aus den Jahren 1957 und 1985 unversehrt überstanden hat.
Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Stopp in der "Pasteleria Ideal"einer riesigen Bäckerei. Im oberen Stockwerk ragten Tortentürme in die Höhe, der einer noch schöner und größer als der andere. Im unteren Stockwerk blickte man über ein Meer aus kleinen Gebäcken. Zwischen den Tischen, auf denen die Leckereien gestapelt waren, drängten sich die Menschen mit riesigen Tablets in den Händen, die sie mit ihren Einkäufen beluden. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen und nahmen auch einige süße Stückchen zum probieren mit.
Vom Torre Latinoamericana aus ging es dann durch den Postpalast zu unserem Treffpunkt dem Platz Santo Domingo. Dort teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und gingen dann jeweils mit einer ortskundigen Begleitperson eine Kleinigkeit essen.
Um 15 Uhr trafen sich alle Gruppen wieder im Museum zur Stellprobe fürs Konzert. Der Konzertsaal hatte eine tolle Akustik, die wir natürlich ausnutzten und ein breitgefächertes Programm festlegten, um dem Publikum möglichst viele verschiedene Genres vorzustellen.
Kurz vor Beginn des Konzerts stellte sich uns noch der deutsche Botschafter, Dr. Korzynski, vor, der extra für unser Konzert gekommen war. Um 17 Uhr ging es dann los. Eineinhalb Stunden lang sangen wir für unser Publikum und wurden mit Standing Ovations belohnt.
Anschließend ging es dann begleitet von Regenschauern, lauten Donnern und vereinzelten grellen Blitzen in Richtung Abendessen. Nachdem alle gesättigt waren fuhren wir wieder zurück ins Hotel um dort dann schleunigst ins Bett zu kommen, denn für den nächsten Tag stehen zwei Konzerte auf dem Programm.
