Mexiko Tag 13 - Proben über Proben
Unsere Gastfamilien brachten uns nach dem Frühstück zwischen 7:30 und 8 Uhr zurück zur Humboldtschule. Dort wurden wir in eine Art Vorführsaal gebracht, wo wir auf alle...

Veröffentlicht: 01.06.2018































































































Nach einer viel zu kurzen Nacht trafen wir uns wieder alle zwischen 7:30 und 8 Uhr an der Humboldtschule. Einige Musikstudenten, die gleichzeitig im Chor von Esperanza Azteka mitsingen, überprüften die Anwesenheit alle deutschen Sängerinnen und Sänger. Nachdem dann auch die letzten gegen 8:30 Uhr
von ihren Gastfamilien an die Schule gebracht worden waren, konnten wir aufbrechen. Die kurze Busfahrt zur Musikschule nutzten Einige um noch ein paar Minuten Schlaf zu bekommen. Die Anderen konnten auf dem Weg zu Esperanza Azteka einen wunderschönen Blick auf die Zwillingsvulkane werfen.
Der Vulkan Popcatépetl stieß das letzte Mal im November 2017 Asche aus. Er ist 5462m hoch während sein "Zwilling", der Iztaccihuatl, derzeit auf 5286m kommt.
Gegen halb zehn begann dann die Probe der "Mass for Peace" mit dem Chor von Esperanza Azteka. Etwa eine Stunde lang proben wir die Sätze die wir gestern nicht mehr geschafft hatten und gaben den anderen noch den letzten Feinschliff.
Anschließend hatte Herr Kammel dann eine separate Probe mit dem Orchester von Esperanza Azteka, die die Chöre am Abend begleiten würden.
Während dieser zwei Stunden hatten wir Freizeit und nutzen diese ausgiebig, um das Lunch unserer Gastfamilie zu verputzen oder uns auf die Wiese in den Schatten zu legen um ein wenig zu dösen. Außerdem bekamen wir alle das T-Shirt für den Auftritt am Abend ausgeteilt.
Um 13 Uhr gab's dann in der Musikschule Mittagessen. Es gab Tacos die wir mit verschiedenen Sachen belegen konnten. Da gab es eine Vielzahl an Soßen, eingelegte Jalapeños, Fleisch, Kartoffeln, Bohnen und Kaktus. Unter dem Schatten der Bäume saßen wir in kleinen Grüppchen zusammen und ließen es uns schmecken.
Um 14:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum "Auditorio de la Reforma" wo um 16 Uhr die Generalprobe mit Orchester begann. Der Saal liegt unter einer beeindruckenden, riesigen Kuppel und fasst etwa 1000 Sitzplätze.
Nach einem kompletten Probedurchlauf hatten wir dann noch eine Stunde bis zum großen Auftritt.
Um 19 Uhr betraten dann ca. 250 Mitwirkende die Bühne, um dem Publikum, das zum Großteil aus Gastfamilien bestand, auf eine eineinhalbstündige emotionale Reise mitzunehmen. Während der gesamten "Masse for Peace" lief rechts und links ein Film für das Publikum mit, der original Aufnahmen und Bilder aus dem zweiten Weltkrieg in Mexiko zeigte. Mit der Musik von Chor und Orchester unterlegt, berührte dieser Anblick das Publikum sehr. Herr Kammel wies uns sogar an, während des Konzerts auf keinen Fall zum Film zu blicken, da die bewegenden Bilder das Singen fast unmöglich machen würden.
Als die letzten Töne des 13. Satzes "Better is Peace" verklungen waren, ertönte lauter Beifall und das Publikum stand sogar für uns auf. Es war ein tolles Gefühl dort mit so vielen Leuten auf der Bühne zu stehen und einen solchen Gänsehaut-Moment zu erleben. Die "Mass for Peace" war auf jeden Fall das größte und auch das beeindruckendste Konzert der Reise.
Den letzten Abend in Puebla ließen wir dann ganz individuell mit unseren Gastfamilien ausklingen, die uns direkt nach dem Konzert in Empfang genommen hatten.
