Newquay- das Surferparadies Großbritanniens

Veröffentlicht: 21.11.2025
Von Newquay aus ging es dann wieder in den Zug bis runter nach Penzance. Penzance gehört mit zum westlichsten Punkt von Großbritannien. Mit dem Zug fährt man von der einen Küste einmal quer durch Cornwall runter zur südlichen Küste und gerade das letzte Stück ging lange am Meer entlang.
Hier habe ich drei Tage verbracht. Unterkunft habe ich bei einer Familie von Servas gefunden. Bei ihnen durfte ich mir ein Fahrrad ausleihen. Das war ein ganz neues Freiheitsgefühl. Ich hab in den Tagen gefühlt nichts anderes gemacht, als Rad zu fahren und schwimmen zu gehen.
Direkt um die Ecke von Penzance liegt St. Michael´s Mount. Eine Burg auf einer kleinen Insel, die nur zu Fuß zu erreichen ist, wenn Ebbe ist.
Sie ähnelt sehr der Mount Saint Michael im Norden von Frankreich. Jedoch ist diese Burg hier in Cornwall eher weniger bekannt.
In der Burg war ich nicht, da Ebbe immer dann war, wenn die Burg geschlossen hatte und ich die Preise für die Bootsfahrt und den Eintritt völlig übertrieben fand. Aber ich fand es schon ein Highlight durch das Wasser auf die andere Seite zu waten.
Am Fuße der Burg gibt es ein kleines Dorf. Leider wird auch der Eintritt in das Dorf nachmittags geschlossen. Andersherum kann ich es aber auch verstehen, denn in dem kleinen Dorf wohnen auch heute noch Menschen. Für sie ist es deren ganz normales Zuhause und die freuen sich auch mal über eine Zeit ohne Tourismus.
Das Wasser steht durch die Gezeiten immer so hoch, dass es jeden Tag nur vier Stunden gibt, in denen die Anwohner*innen mit dem Auto über die Straße fahren können. Sonst ist Boot das Einzige, vielleicht könnte man auch schwimmen, aber sehr praktikabel ist das natürlich auch nicht.
An meinem zweiten Tag habe ich einen Ausflug in den Stadtkern von Penzance gemacht und mir alles etwas genauer angeschaut.
Viele kleine, süße Fußgänger Zonen. Alles sehr farbenfroh und auch hier findet man wieder viele Galerien und Läden, wo Kunstwerke verkauft werden.
Penzance ist auf alle Fälle ein Ort in Cornwall, den man sich anschauen kann und sollte. Denn er ist sehr gut gelegen, um mehrere Sachen zu besichtigen. Zum einen ist man wirklich schnell am St. Michael´s Mount (mit dem Fahrrad waren es nur 25-30 min), aber auch für andere Tagesausflüge lohnt es sich. Nicht weit entfernt liegt St. Ives, dazu in meinem nächsten Beitrag aber mehr und auch Lands End ist quasi um die Ecke und ich ärgere mich bis heute, dass ich da nicht war. Lands End ist der westlichste Punkt Cornwalls und vielleicht auch Großbritanniens. Nur 10 Meilen von Penzance entfernt, aber irgendwie hatte ich dafür keine Zeit, naja kann ich ja auf meine Reisliste setzten. Denn auch damit muss man sich abfinden. Man kann nicht immer alles schaffen, was man sich vornimmt. Ich bin auf alle Fälle froh, dass ich es in den zweieinhalb Wochen geschafft habe Cornwall zu entdecken, denn hier gefällt es mir sehr gut!
