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Trekking-Tour Tag 1: Kräfteraubender Aufstieg nach Bumdra auf 4200 Meter

Veröffentlicht: 04.04.2024

Tag 1 der Wanderung: Aufstieg zum Bumdra-Camp

Heute fährt uns unser Fahrer auf den Ausgangspunkt unserer 2-tägigen Trekking-Tour auf 2800 Meter hinauf. Wir hoffen, bereits gut an die Höhe aklimatisiert zu sein, da uns heute eine Tageswanderung mit der Bewältigung von 1300 Höhenmetern bevorsteht und unser Ziel auf einer Höhe von über 4200 Metern Höhe liegt. Zugegeben, eine Herausforderung für uns, da wir keine ausgesprochen versierten Bergwanderer sind - und schon gar nicht in dieser Höhe. 

Es geht durch einmalige Wälder: Pfefferbäume, die duften, wenn man ihre Blätter zwischen den Fingern zerreibt, Berberitzen und uralte Rhododendren. Fast alle Bäume sind mit herabhängenden Moos bewachsen, die Natur wirkt vollkommen unberührt und fast alle Bäume sind mit herabhängendem Moos bewachsen „Old man´s beard“. Dieser Bewuchs ist ein Zeichen ihrer außerordentlichen Gesundheit dieser Bäume, da dieser Bewuchs nur bei allerbester Luftqualität gedeiht. 

Gegen die Mittagszeit und nach der Bewältigung von ca. 1000 Höhenmetern erreichen wir das Bumdra-Camp, wo wir unser Zelt „beziehen“ und nach einer kurzen Verschnaufpause das Mittagessen zu uns nehmen. Wir befinden uns nun auf ca. 3800 Höhenmetern und die Luft wird merklich dünner. 

Der Ausblick vom Camp ist atemberaubend. Von Bumdra, was so viel wie 100 Tausend Felsen bedeutet, flogen der Sage nach zur Zeit Guru Rimpoches im 8. Jahrhundert 100 000 Feen von hier aus ins Paradies. 

Nach dem Mittagessen geht es weiter hinauf zum Gipfel. Auf dem Weg nach oben halten wir kurz in einer Höhle zur Meditation an und entzünden in einer Steinnische vor der Höhle ein Feuer. Dies soll nach Aussage unseres Guides Sangay die bösen Dämonen vertreiben. 

Weiter auf dem Weg nach oben kommen wir an einer Hütte vorbei. Unser Guide erzählt uns, dass darin ein Mönch wohne, der sich dazu entschlossen habe für 3 Jahre, 3 Monate, 3 Tage und 3 Stunden in völliger Isolation und Dunkelheit zu meditieren. Er darf in dieser Zeit zu niemandem Kontakt haben oder gesehen werden. Nahrungsmittel werden ihm kontaktlos von seinen Angehörigen vor die Türe gestellt. Er verlässt das Haus nur, um diese (s. Foto mit grünem Sichtschutz im Eingangsbereich) ins Haus zu tragen.

Nach einer Gehzeit von ca. weiteren zwei Stunden erreichen wir nun den Gipfel auf ca. 4200 Metern Höhe.  Dieser ist gesäumt von unzähligen weißen Fahnen, die lautstark im Wind flattern. Welch mystische Atmosphäre!

Es wird merklich frostiger und nach dem Genuss der ca. 20 - minütigen Gipfelatmosphäre geht es an den Abstieg.

Wieder im Camp angekommen, nehmen wir unser Abendessen im Dining-Zelt zu uns, das durch einen Gas-Heizofen auf eine einigermaßen erträgliche Temperatur gebracht wird. 

Danach geht es direkt in unser Zelt. Unter gefühlt 20 Decken und mithilfe von Wärmflaschen, die uns gebracht werden, trotzen wir der Kälte und schlafen erschöpft ein. 




 

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