My adventure

Erlebnisse und Geschichten meiner 9 monatigen Reise

Day 253 Golden Rock

Nach einem entspannten Tag in Yangon, an dem ich zugegeben nicht viel unternommen habe klingelte mein Wecker heute Morgens um 4 Uhr. Ich habe für heute einen Tagesausflug zum Golden Rock geplant. Der Golden Rock ist einer der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste, Pilgerstäte für Buddhisten in Myanmar. Der Golden Rock ist ein Fels, der der Legende nach nur auf einem Felsvorsprung steht, weil er von einem einzelnen Haar Buddhas an Ort und Stelle gehalten wird.

Doch um von Yangon zu diesem Felsen zu gelangen hatte ich zuerst eine 5 stündige Busfahrt vor mir. Deshalb hiess es auch heute früh aufstehen.

Der Verkehr war aber heute Morgen nicht so dicht wie sonst und so kam ich etwas zu früh mit dem Taxi am Busterminal an. So war noch Zeit für ein kleines Frühstück an einem der vielen kleinen Essständen rund um das Busterminal. Es gab Reisnudeln mit Chilisauce und verschiedenen Gewürzen und etwas Gemüse. Kurz nachdem ich zu Essen begonnen habe, setzte sich ein junger einheimischer Mann neben mich und wir begannen uns etwas zu unterhalten. Sein Englisch war ziemlich begrenzt, weshalb das Gespräch sich eigentlich immer um die 3 gleichen Fragen drehte. Als ich dann zahlen wollte, sprang der junge Mann auf und wollte unbedingt meine Rechnung übernehmen. Dankend nahm ich die Einladung an, kurze Zeit später verabschiedete er sich von mir und ich machte mich auch auf den Weg zu meinem Bus.

Im Bus war ich wieder mal der einige Tourist und viel daher gleich auf. Nachdem der Busfahrer mir meinen Platz gezeigt hatte, setzte sich eine Frau, die mit einer riesen Einkaufstasche beladen war, neben mich. Es stellte sich heraus, das sie kein Englisch sprach, also holte ich noch etwas schlaf nach, nachdem der Bus losgefahren war.

Als ich so gedankenverloren aus dem Fenster blickte, stiess mit meine Nachbarin plötzlich in die Rippen. Als ich mich zu ihr umwandte streckte sie mir eine Tüte Krabben-Chips hin und gestikulierte das ich mich bedienen soll. So assen wir zusammen die Tüte Chips und tranken je eine halbe Flasche Energydrink. Danach schlief sie wieder ein wenig und ich beobachtete die Landschaft vor dem Fenster. Etwa eine halbe Stunde später wiederholte sich das Spiel, dieses Mal mit einer Gewürzpaste. Diese schmeckte mir überhaupt nicht und ich lehnte, nach dem ich probiert hatte, dankend ab. Darum zog sie eine weitere Tüte Krabben-Chips aus der Tasche und drückte sie mir in die Hand. Das wiederholte sich die ganze Fahrt. Irgendwann wollte sie auch wissen wohin ich fahre und mithilfe von einer Karte konnte ich es ihr auch zeigen. Sie will genau ans gleiche Ort.

Als wir dann ankamen verabschiedete sie sich ohne viele Worte. Dafür wurde ich von einer weissen Touristin angesprochen, die nach dem Weg zum Golden Rock fragte. So machten wir uns gemeinsam auf die Suche. Schnell fanden wir den Busbahnhof für den Shuttlebus hoch auf den Berg. Auf die Ladefläche des Pickups wurden pro Reihe 6 Personen gequetsch, egal welches Volumen gewisse Leute einnahmen.





Und die Fahrt geht erst los, wenn auch der letzte Platz besetzt war. Wir hatten Glück und mussten keine 10 Minuten warten. Dann begann die Achterbahnfahrt. Meine neue Reisebegleitung jammerte die ganze Fahrt während ich die halsbrecherische Fahrt den Berg hinauf genoss.



Oben angekommen hatten wir noch einen 10-minütigen Fussmarsch vor uns. Da der Fussweg zum Felsen schon zur Tempelanlage dazu gehörte war dieses selbstverständlich Barfuss.






Der Fels selbst war dann Schlussendlich nicht so beindruckend. Es ist halt einfach ein Fels der mit Blattgold beklebt ist und an einer Kante steht. Aber die Pilger machen diesen Ort zu etwas Speziellem.





Es stellte sich auch schnell heraus das meine Reisebegleitung und ich eine ziemlich andere Auffassung über verschiedene Kulturen und Religion hatten. Da sie etwa 20 Jahre älter war als ich wollte sie mich in allem etwas belehren und meine Meinung und Erfahrungen zählte nie so viel wie ihre. Ich war genervt. Doch wurde ich sie nicht los. Als ich dann sagte ich gehe jetzt wieder runter schloss sie sich auch an. Eine weitere halsbrecherische Fahrt später standen wir wieder vor dem Busterminal. Leider musste sie auch zurück nah Yangon und zum meinem Unglück war sie dann auch noch im gleichen Bus. Trotzt ihrer angeblichen grossen Reiseerfahrung beklagte sie sich über alles und ich war gottenfroh als wir endlich in Yangon ankamen und sich unsere Wege trennten.

Es war trotzdem ein interessanter Tag, auch wenn mehr die Reise als der Fels in Erinnerung bleiben wird. 

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