Sri Lanka - Teil 1
Sri Lanka Colombo – ein Loch bestehend aus niemals endenden Staus, suizidal veranlagten Tuk-Tuk-Fahrern (merke: passt zwischen zwei Fahrzeugen im Stau gerade noch eine...

Veröffentlicht: 09.12.2017
Erinnert ihr euch noch an den weltberühmten Weltklasse Kinohit „Speed“ aus dem Jahr 1994? Wer sich nicht mehr erinnert, in dem Film rasen Keanu Reeves und Sandra Bullock mit einem Bus durch L.A. Nach nun knapp drei Wochen Sri Lanka bin ich mir ziemlich sicher, dass der Film ursprünglich als Dokumentationsfilm über Busfahren in SL gedacht war, wobei allerdings der Regisseur einfach keine Lust hatte um die halbe Welt zu fliegen. Und nicht nur im Film gab es ein Happy End, nein auch ich habe es überlebt, wenngleich ich öfters den Bus nehmen musste als geplant, denn leider macht aktuell Claus Weselsky (der Typ aus der Sixtwerbung) ein Praktikum bei der Sri Lankischen Eisenbahn. Dies führt dazu, dass diese seit Tagen bestreikt wird, weil den Zugbegleitern eine Lohnerhöhung bevorsteht, sich für diese allerdings die Einstellungsverfahren ändern sollen.
Wie dem auch sei, meine Sri Lanka Reise besteht zum Glück auch aus anderem außer Bus – und Bahnfahren. Beispielsweise Regen. Viel Regen. So viel Regen, dass uns Schildkröten auf der Straße entgegen kamen und FlipFlops weg schwammen. Was übrigens verkraftbar war, denn wie sich herausstellte, eignen sich meine Lederflipflops nur bedingt bei Regen. Eigentlich eignen sie sich feucht wenn überhaupt als Simulator, um das Laufen in Bowlingschuhen auf Eisflächen zu üben. Aber wir haben uns dadurch nicht wirklich die Laune verderben lassen und haben neben einigen Spieletagen eine Safari in den Yala Nationalpark eingelegt. Dort habe wir uns dann mit unseren Kameras auf die buchstäbliche Jagd nach Leoparden und Elefanten gemacht und abschließend den Abend in einer bilderbuchartigen Lodge den Abend ausklingen zu lassen. Nicht unerwähnt möchte ich übrigens lassen, wie Sri Lanker mit einem Kopfnicken „ja“ oder „ok“ sagen möchten. Diese Bewegung kommt der eines Wackeldackels um 90 Grad gedreht am nächsten, also ein leicht besoffenes Kopfschütteln. Hat übrigens bis heute gedauert, bis ich verstanden habe, dass das ein Kopfnicken war. Erklärt jetzt auch die ein oder andere Situation.
Im Gegensatz zum ersten Teil meines Aufenthalts in SL steht meine zweite Hälfte eindeutig unter dem Motto „Entspannung“ und ein wenig freue ich mich jetzt auch langsam auf meinen Heimflug in wenigen Stunden, um endlich meine Liebsten wieder in die Arme zu schließen. Die letzten vier Monaten waren die spannendsten, erlebnisreichste und abwechslungsreichste Zeit meines Lebens, mit vielen Hochs und einigen Tiefs, doch so langsam merken ich und mein Material, dass es Zeit wird heim zu kommen.