O'ahu und Tschüss Hawaii
Nachdem ich auf Big Island Hawaii mein traumhaftes, modernes Hostel in Kona verlassen habe und auf O'ahu gelandet bin, würde ich mir der anderen Seite Hawaiis konfrontiert. Die...

Veröffentlicht: 20.09.2017
Samoa extrem
Die vergangenen Tage habe ich in einem traumhaften und abgelegenen Resort, mit wunderschönem Strand verbracht. Anfangs mit nur drei Gästen schlecht besucht, wurde es zum Ende der Woche immer voller und es entsandt eine sehr lustige und nette sechsköpfige Freundesgruppe, bestehend aus drei deutschen, einem Australier und Briten.
Da ich auch noch Samoas zweite Insel Savaii besuchen wollte, habe ich mich dorthin aufgemacht. Von dem Australier bekam ich auch eine Familie empfohlen, die Beach Fales vermietet. Letztendlich waren sie auch die einzigen, die ich im Internet finden konnte. Auf Savaii angekommen merkte ich schnell, dass hier vieles bei weitem nicht so weit entwickelt ist, wie auf Samoas Hauptinsel Upolulu. Die Bewohner sprachen wesentlich schlechter englisch und die Häuser sahen ärmlicher aus. In meinem Resort abgekommen, dachte ich zunächst, dass es geschlossen sei, schnell kam allerdings eine Frau aus einem gegenüberliegenden Haus und brachte mich zu einer Fale. Ich war der einzige Gast. Schnell wurde mir noch ein Buffet zum Abendessen zubereitet, bestehend aus Hühnchen, fangfrischem White Snaper und Hummer, welches selbst für eine ganze Familie gereicht hätte. Zum Essen kam dann noch der Familienvater um mir in gebrochenem Englisch von seiner Familie und der Anlage zu berichten, außerdem versuchte er mir noch den Plan für den nächsten Tag zu erklären, den ich allerdings beim besten Willen nicht verstand. Gegen 19:30 Uhr lag ich dann in meinem Bett und alle Lichter um mich gingen aus. Ganz alleine, sonst kein weiterer Mensch im Resort. Am nächsten morgen wurde ich von einem ebenso reichhaltigen Frühstücksbüffet geweckt, hauptsächlich bestehend aus lokalem Obst und Toast. Anschließend zeigte mir der Familienvater den Obst-und Gemüsegarten, den am Vortag gefangenen Fisch, sowie seine Neffen, die noch von der letzten Nacht angeschlagen Kokossahne herstellen mussten. Er hingegen wollte mit mir in die Kirche. Nur schwerlich konnte ich mich dem entziehen, mit der Erklärung, dass ich noch zum Geldautomat müsse, um meine Nächte zu bezahlen. Abends kam dann ein australisches Pärchen hinzu, die am Vortag geheiratet hatten und ihre Hochzeitstorte mit mir teilten.
Am nächsten Tag bin ich dann zurück in mein persönliches Paradies, wo ich überschwänglich von den Mitarbeitern wieder begrüßt wurde. Dies wurde anschließend mit einer reichhaltigen Kava-Zeremonie und lokalem Bier zelebriert. Völlig überrascht, es in ganzen Stücken selbstständig in meine Fale geschafft zu haben, verfasse ich jetzt am Morgen danach diese Zeilen. Dennoch gibt es Verluste zu beklagen. Mein Nachbar hat sich im Laufe der Zeremonie am Fuß verletzt, den ich dank meines Notarztkoffers ziemlich gut versorgen konnte (Danke liebe Tante!) und ich habe meine Zahnbürste verloren, von der trotz groß angelegter Suchaktion weiter jede Spur fehlt. Gerne würde ich euch mehr von Samoa berichten, aber außer Mittagsschläfchen in meiner Hängematte erlebe ich hier nicht viel.
Samstag geht es dann weiter ins kalte Auckland. Vielleicht. Der Flughafen kämpft aktuell mit Kerosinmangel und schon einige Flüge wurden gecancelt. Es gibt aber definitiv schlimmere Orte zum warten.