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Goeie dag und welkom auf unserem kleinen Reiseblog über unser Afrika-Abenteuer!

Windhoek

Mit etwas mehr als 300.000 Einwohnern bewegt sich Windhoek für deutsche Verhältnisse eher im Bereich einer gemütlichen Stadt - etwa so groß wie unsere bisherige Heimat Freiburg. Das war’s aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Während wir in Freiburg eine wunderschöne, grüne Umgebung im Schwarzwald vorfanden und das Stadtbild neben einer schönen Altstadt von Parks, der Dreisam und kleinen Seen geprägt war, befindet sich hier nichts in dieser Richtung. Die Highlights scheinen eine hübsche Kirche aus der Kolonialzeit, die Christuskirche, sowie das moderne Independence Memorial Museum zu sein, während man eine Altstadt oder Ähnliches vergeblich sucht. Die mehrspurigen Straßen erzeugen zumindest ein wenig Großstadtfeeling, das aber verfliegt, sobald man nach einer Viertelstunde Autofahrt die Stadtgrenzen erreicht. Die Umgebung, die wir bei der Fahrt vom Flughafen bis in die Hauptstadt durchquert haben, ist eher karg, weit und sehr trocken. Keine Spur von grünen Bäumen oder Anzeichen von Wasser. Bei genauerem Nachdenken fällt uns auf, dass es die erste Stadt ist, die wir besucht haben, die nicht an irgendeiner Art von Gewässer liegt. 

Alles in allem können wir der Hauptstadt ehrlich gesagt noch nicht viel abgewinnen, aber das kann sich bei unserem nächsten Besuch auch noch ändern.
Immerhin eignet sie sich sehr gut für eine unaufregende Ankunft in Afrika im Gegensatz zu manch anderen Metropolen. 
Hier holen wir unseren Mietwagen ab und statten uns mit Vorräten für die nächsten Wochen aus. In den großen Supermärkten finden wir nicht nur alle nötigen Lebensmittel, sondern auch sämtliche deutschen Marken, die das deutsche Auswanderer-Herz begehrt. Ob man wirklich Gewürzspekulatius oder Weinsauerkraut von gut&günstig nach Namibia importieren muss, ist eine andere Frage, aber es scheint bei den ca. 22.000 Deutsch-Namibiern gut anzukommen.
An allen Ecken hört man die deutsche Sprache, teilweise wird man auch von wildfremden Menschen europäischen Aussehens auf Deutsch angesprochen. Viele der deutschstämmigen Namibier leben schon seit mehreren Generationen hier, nachdem hier zwischen 1884 und 1915 die Kolonie Deutsch-Südwestafrika bestand. Der spannenden und heftigen Geschichte Namibias, über die im deutschen Geschichtsunterricht leider viel zu wenig gelehrt wird, widmen wir uns in den kommenden Wochen auch noch eingehender. Momentan sind wir selbst noch dabei, uns umfassend über die Kulturen, Sprachen und geschichtlichen Gegebenheiten des Landes zu informieren und lernen täglich mehr dazu. Erst, wenn man seine eigene kleine "Blase" verlässt, wird deutlich, wie viel man selbst noch nicht weiß und zu lernen hat. 

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