Was ich neben der Uni mache
Was mache ich eigentlich so, wenn ich nicht die Schulbank drücke?

Veröffentlicht: 01.09.2025


























Hallihallio, etwas zu spät hier ein Rückblick zu meiner dritten Woche in Mexiko: sie war super voll und toll, und deshalb lasse ich in diesem Eintrag vielleicht mal mehr die Bilder für sich sprechen. Die Uni wird langsam etwas anspruchsvoller, wir haben immer mehr Assignments und Gruppenaufgaben. Aber noch ist alles so gut unterzukriegen, dass ich fast jeden Tag der Woche was unternehme! Ich finde, ich habe hier viel mehr Energie und alles fühlt sich wie Urlaub an, weshalb ich auch fast jeden Tag was erleben möchte.
Zum Beispiel bin ich Montag zum ersten Mal mit Alan von Volleyball und Tanzen Tacos essen, er ist echt nett und endlich erklärt mir mal jemand, was die ganzen Sorten eigentlich sind. In seinem Mercedes fährt er mich dann auch noch nach hause. Entspannter Abend!
Mittwoch gehe ich mit meiner neuen Freundin Lydia in Roma Norte vegane Burritos essen. Die schmecken toll und wir schlendern dann noch ein bisschen durch die Gegend, weil man das in diesem schönen aber sehr gentrifizierten Viertel auch nachts noch kann. Wir essen noch ein Eis im “lokalen Eis- und Weinladen”, in dem nur Englisch gesprochen wird und den der Besitzer vor dem Laden gerade in einem neuen TikTok-Video bewirbt. Interessant. Dann fahr ich mit dem Bus nach hause, das kann ich nämlich jetzt!
Weiter gehts direkt am Donnerstag mit dem zweiten Ausflug mit Alan, heute nach Coyoacán. Diese Woche ist echt super zum Stadt entdecken. Dieses Viertel ist nämlich noch deutlich beherrschter von Einheimischen, aber trotzdem super teuer zum Leben. Die Häuser sind bunt, klein und alt, und sehr hübsch. Hier würde ich auch wohnen!
Wir gehen Eis essen, dann entdecke ich meinen neuen Lieblings-Pralinenladen (6 Stück für 3 Euro oder so) und dann zeigt mir Alan einen Handwerkermarkt, wo es viel bunten, hübschen Krimskrams gibt.
Anschließend gehen wir was essen in einem schönen und gar nicht mal so teuren Restaurant, dann probieren wir noch typisch mexikanischen Kaffee und dann fährt er mich und meinen sehr vollgefressenen Bauch netterweise wieder nach hause.
Der Freitag bringt noch einen neuen Menschen, nämlich Diego, den ich in der Salsabar letzte Woche kennengelernt habe. Wir wollen auch ein bisschen in und um Coyoacán unterwegs sein. Als ich im Bus sitze, geht plötzlich die Welt unter, aus allen Richtung strömt das Wasser und wir stehen ewig im Stau. Er kommt mir daher netterweise mit seinem Auto entgegen aber da bin ich dann schon ziemlich nass. Egal, der Regen hört hier genauso schnell auf, wie er kommt und kalt ist es ja auch nicht. Deswegen gehen wir an einem künstlerischen Kino, dem Cinteteca, in das ich wirklich gern mal gehen möchte, etwas bei jazziger Livemusik essen.
Diego ist sehr sympathisch und Künstler, er macht seine eigene Musik, dreht Dokumentarfilme und spielt in ein paar Filmen mit. Ich glaub, er kann mir sehr viel über die mexikanische Kultur erzählen! Wir schlendern dann auch noch bisschen rum, essen Eis und gehen dann Cumbia und Salsa tanzen in einer Bar. So cool, dass das hier so was normales ist, Diego tanzt echt gut. Dann landen wir für den Abend noch in einer anderen Bar mit mehr elektronischer Musik, dem Departamento, bevor er mich nach hause bringt. Ein sehr schöner Abend mit vielen neuen Eindrücken, und ich denke, Diego sehe ich auch nochmal wieder.
Am Samstag gehe ich mit meinen Mädels mal wieder feiern. Wir glühen mit den Jungs aus der WG und ein paar anderen Leuten vor. Nachdem wir zu kalt und unmotiviert waren für eine Poolparty, ein Footballspiel anderthalb Stunden weit weg gewesen wäre, und der Gay Club erst so spät aufmacht, landen wir schließen gar nicht so weit weg von unserer Ecke auf einer Footballparty. Ich muss dazu gar nichts sagen, die Gesichter der anderen sagen alles. Ich bin gegen eins wieder zuhause. Immerhin mal bisschen Schlaf nachholen.
Und dann haben wir da noch den Sonntag, an dem ich mal wieder mit Alan unterwegs bin. Heute besuchen wir das Museo de Antropología, eins der berühmtesten Museen in CDMX. Es ist sehr cool und zeigt die Anfänge des Landes mit Einflüssen von verschiedenen indigenen Völkern. Auch hier sprechen die Bilder für sich:
Am berühmtesten ist der riesige Sonnenstein, der lange Zeit fälschlicherweise für einen Kalender der Azteken gehalten wurde. Tatsächlich wurde er von den Mexicos (einem anderen Volk) als gladiatorischer Opferaltar genutzt.
Nach dem Museum holen wir uns Tortas (mexikanische Sandwiches) draußen im Park und sitzen dann noch eine Weile in einem gemütlichen Café im schicken Condesa. So eine volle Woche woww, aber ich hab so viel erlebt und hatte so viel Spaß!!
Ich hoffe, du auch! Kuss Kuss
