22/23.03.2018:
Es wurde wieder einmal Zeit ein paar Kilometer des Rennsteigs abzulaufen und
das dank des Wettergottes bei winterlichen Verhältnissen. Gestartet bin ich
diesmal in Neustadt am Rennsteig neben der einzigen Kaufhalle im Ort. Die
ersten Meter sind meist die anstrengendsten. So auch diesmal, denn es begann bei
starkem Gegenwind zu schneien. Geblendet und gekühlt ging es dann aber gleich
in den Wald, wo sich die ganze Winterromantik zeigte. Wie immer waren neben den
Wegen schönste Aussichten zu bewundern. Auch das Alleinsein auf so einer kurzen
Tour erdet einen doch immer wieder. Als die Dunkelheit nahte hatte ich noch
keine Unterkunft im Auge, aber plötzlich am Dreiherrenstein stand eine perfekte
Schutzhütte mit breiten Bänken mitten im Wald gelegen. Also schnell Holz
gesucht, den Hobo angeworfen, etwas Warmes zu sich genommen und dann ab in den
Schlafsack. Zugegeben bequem und warm schläft es sich nicht, aber nirgendwo
sonst ist man sich und der Natur so nahe. 4:40 ging es dann weiter, nach dem
schlimmsten Moment: Dem Auspellen aus dem Schlafsack. Und es zeigte sich das
Naturschauspiel des Sonnenaufgangs inklusive zahlreicher Vogelkonzerte. Einen
kleinen Abstecher machte ich zur Schwarzaquelle, die in einem Tal neben dem
Rennsteig liegt und konstante 6,1 Grad (fast schon angenehm warm) über das Jahr
hält. Schlusspunkt war in Neuhaus am Rennweg nach einem angenehmen 24h-Winterüberlebenskampf.
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