Kalimera Kriti
Nun sind wir wieder einmal auf Kreta, allerdings ohne die Fahrräder. Von Jan haben wir am Flughafen den Smile-Mietwagen übernommen und sind die erste Woche in Megála Khoráfia...

Veröffentlicht: 05.06.2025
Anm. d. Red.: zum Schutz von Persönlichkeitsrechten wurden einige Bilder redaktionell bearbeitet.
Wir sind am Sonntag Mittag zu einer mehrtägigen Radtour in Korbach verabredet. Wir nennen die Mitfahrerin G., sie möchte gerne anonym bleiben (der Name ist der Red. bekannt).
Wir treffen uns in der Fußgängerzone mit G., es ist nicht viel los im Ort und nach einer kurzen Stärkung mit Kaffee und Kuchen erkunden wir die wirklich wichtigen Dinge im Städtchen:
Nach einer Runde im Gelände rund um die Korbacher Spalte fahren wir zum Hotel Am Dalwigker Tor und checken ein.
Wir besuchen das Wolfgang-Bonhage-Museum (ist eine Empfehlung wert) und machen und schlau über die Geschichte, Wirtschaft der Stadt und dem Leben in der Region. Beeindruckt haben die Breite der Ausstellungsthemen und Vielzahl der Exponate.
Wenn die Fachleute nicht weiterwissen, wird es öffentlich gemacht:
Vor dem Abendessen gab es noch eine Runde Pool-Billard im Aufenthatsraum des Hotels. Die Trefferquote wurde von Minute zu Minute besser. Trotzdem schafften wir es, die schwarze Kugel immer vorzeitig zu versenken.
Das Hotel ist nicht nur wegen des Pool-Billards eine Empfehlung. Die Räder können sicher in einer Garage abgestellt werden, für E-Bikes gibt es dort auch eine Lademöglichkeit.
Nach dem sehr leckeren Frühstück brechen wir in Richtung Usseln auf. Wir wollen von dort auf dem Diemelradweg flußabwärts bis zur Weser fahren. Zu Beginn geht es auf und ab und mittags haben wir die paar hundert Höhenmeter absolviert. Ab Usseln geht es in überwiegend bergab, unsere Unterkunft Gasthof Zur Linde in Adorf liegt aber hinter mehreren längeren Anstiegen und Abfahrten. Bei ca. 15 °C wird uns bei dem hügeligen Gelände nicht kalt...
Für die Übernachtung verlassen wir den Diemelradweg und fahren Richtung Osten nach Adorf. Wir haben Zimmer im Gasthof Zur Linde gebucht, da die Hotels am Diemelsee uns zu teuer wären. Die 150 Jahre Gasthof-Tradition sind im Haus erlebbar. Im Treppenhaus, in den Zimmern, dem Mobiliar und dem Gastraum. Da wurde der Zeitsprung in die Gegenwart irgendwie verpasst. Leider sind alle anderen Lokale im Ort Montags geschlossen, also bleibt die Linde mit ihren Musikbox-Titeln aus den 1980er Jahren. Aber: die Biere sind frisch gezapft und die gute Weinauswahl kommt aus der Pfalz vom Weinkontor Edenkoben. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen: genau gegenüber des Edenkobener Weinkontors wird unser kleiner Mazda zwei Wochen später am Straßenrand zu Schrott gefahren (leider Fahrerflucht).
Leider konnten wir den Tisch-Kicker mangels geeigneter Währung nicht in Betrieb nehmen. ;)
Zum Frühstück gab es abgezählte Brötchen (die gewünschte Auswahl wurde am Vorabend abgefragt). Der Frischkäse hatte einen schönen Platz direkt unter der Beleuchtung der Kühlvitrine, warme Speisen sollen ja bekömmlicher sein... Es hat gereicht, um satt zu werden.
Nach einem "Guten Morgen"-Gruß an die Kühe geht es über die Hügel zurück zum Diemelradweg.
An der Staumauer wechseln wir die Flußseite und folgen dem 5-Sterne-Radweg (ADFC), die Wege sind teils asphaltiert, teils geschottert.
Bei Marsberg wurde entlang eines Diemelabschnitts der Bionik-Pfad eingerichtet. Dort werden an mehreren Stationen Prinzipien der Natur an technischen Objekten erlebbar. Die Ideen sind gut, aber aus unserer Sicht besteht (Reparatur-)Potenzial an manchen Stellen.
Die mordern eingerichteten Zimmer des Hotel ten Hoopen gab für nur 10 Euro mehr als in der Linde. Toller aufmerksamer Service im Restaurant Deele, das zum Hotel gehört. Es gab unter anderem diese sehr leckeren Dinge:
Hotel und Restaurant sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Zum Frühstück gab es Gebäck unlimitiert und eine große Auswahl am Frühstücksbuffet.
Danach ging es weiter in Richtung Bad Karlshafen.
Hinter Trendelburg wurde der Tunnel der ehemaligen Carlsbahn als Fahrrad-Route ausgebaut. An der Tunnel-Südseite muss man ein kurzes Stück bergauf, Maria bekam Schiebe-Hilfe von G.
Der Radweg war kurz vor Wülmersen wegen eines Brückenschadens durch Hochwasser gesperrt, so mussten wir eine kleine Umleitung fahren. Das Wasserrschloss Wülmersen ist mittlerweile renoviert und das Angebot im Café Mehlschwalbe ist eine Empfehlung: unbedingt eine Rast einlegen.
Die Anonymität von G. wurde auch im Hotel Zum Weserdampfschiff sichergestellt. Die Zuordnung der Gäste zu den Zimmern konnte nur durch die Hotelbeschäftigten dechiffriert werden.
Am letzten Tag unserer Reise ging es mit den Rädern zuerst flussaufwärts der Weser und anschließend entlang der Schwülme nach Adelebsen zum Bahnhof. Tolle Tour!
