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Trekking von Bad Bergzabern nach Albersweiler

Veröffentlicht: 11.06.2025

Sehenswert
Bad Bergzabern
Bad Bergzabern, Deutschland
Unterkunft
Camp Ruine Guttenberg
Zelt · Bad Bergzabern
Unterkunft
Camp Vorderweidenthal
Zelt · Vorderweidenthal
Unterkunft
Camp Wernersberg
Zelt · Wernersberg
Unterkunft
Camp Eußerthal
Zelt · Eußerthal
Essen
Bäckerei/Laden in Wernersberg
$ · Frühstück
Essen
Ausflugslokal an der Burg Berwartstein
$$ · Mittagessen
Essen
Bäckerei mit angeschlossenem Dorfladen in Wernersberg
$ · Snack
Attraktion
Kurpark Bad Bergzabern
Bad Bergzabern, Deutschland
Attraktion
Steinbachtal
Bad Bergzabern, Deutschland
Attraktion
Burg Berwartstein
Erlenbach bei Dahn, Deutschland
Attraktion
Hirzeck
Pfälzerwald, Deutschland

Ausgangssituation

Die Kernfrage lautet:

Sind wir beide genug vorbereitet, um mit jeweils einem 13-15 kg schweren Rucksack mehrere Tage durch den Pfälzer Wald zu wandern und wieviele Zecken werden wir dabei einsammeln? 

Methodik:

  • Auto in Edenkoben abstellen, Weiterfahrt mit Bahn und Bus nach Bad Bergzabern
  • 4 Etappen zu Fuß im südlichen Pfälzer Wald mit Zeltübernachtung im Wald. Infos zu den Camps gibt es hier.
  • Rückfahrt mit Bus von Albersweiler nach Edenkoben
Die Route
Anreise Edenkoben nach Bad Bergzabern

Ergebnisse

Von Bad Berzabern zum Camp Ruine Guttenberg

In Bad Bergzabern versorgen wir uns im großen Supermarkt am Bahnhof mit Wasser und Lebensmitteln und freuen uns auf die Tour. Sonniges Wetter, Temperaturen um 20 °C beste Ausgangssituation. 

Start im Kurpark Bad Bergzabern
Entlang des Steinbachtals
Auf dem Weg zum Camp Ruine Guttenberg

Trotz des tollen Wetters und der schönen Landschaft treffen wir auf den 8 km Weg zum Camp nur wenige Menschen: einen Patienten der Klinik in Bad Bergzabern, der einen Spaziergang macht, einen Fahrradfahrer auf dem Heimweg von der Arbeit und zwei Mountainbiker, die ihre Trainingsrunden drehen.

Am Montag sind wir die einzigen Gäste im Camp Ruine Guttenberg. Die Camps sind freitags und an Wochenenden häufig über Monate ausgebucht. Anfang der Woche sind wohl viele noch vom Wochenende erschöpft...

In den Camps gibt es Kompost-Toiletten, aber kein Trinkwasser. Lebensmittel können meistens in Metallboxen verstaut werden. Die Lagerplätze haben Stellflächen für ca. 4 Zelte, eine Feuerstelle und Sitzgelegenheiten. Alles in Top-Zustand.

Abendessen im Camp Ruine Guttenberg
Letzte Sonnenstrahlen einfangen

Nach der Katzenwäsche aus der Trinkflasche ist Maria schon bereit für den Erholungsschlaf von der Wanderung zum ersten Schlafplatz.

Vorbereitungen für eine "Gute Nacht" abgeschlossen

Vom Camp Ruine Guttenberg (1) zum Camp Vorderweidenthal (2)

Gut geschlafen? Na klar!

Moin!

Wir starten mit Kaffee und Müsliriegeln in den Tag. Nach dem Zähneputzen ist der Wasservorrat erschöpft. Daraus folgt: 2,5 l Wasser pro Person brauchen wir mindestens.

Auf nach Reisdorf

In Reisdorf können wir unsere Wasservorräte am Dorfbrunnen auffüllen. Der Gasthof hat geschlossen, Bäcker Fehlanzeige. 

Kaum haben wir die 2,5 kg zusätzliche flüssige Last am Rucksack, sind wir beide der Meinung, dass das Wohlfühlgewicht des Gepäcks leicht überschritten ist. Es geht, aber ohne wäre schöner. Und ohne Wasser ist auch blöd. ;)

Wir laufen trotzdem auf den Hirzeck hoch und haben von dort einen tollen Ausblick auf die Burg Berwartstein und den Pfälzer Wald.

Ausblick vom Hirzeck auf Burg Berwartstein und Erlenbach

An unserem Weg leigt der Naturcampingplatz "Am Berwartstein", der Werbung für seine Gaststätte macht. Wir laufen den Umweg dorthin und müssen leider feststellen, dass die Gaststätte nur mittwochs, freitags und am Wochenende geöffnet hat. Die Zustellerin von DHL erzählt, dass das Café in der Burg geöffnet hat. 

Also auf den Burgberg hoch! Das ist wahrscheinlich der erinzige Platz, an dem wir heute etwas zu Futtern erhalten. Der Bäcker in Vorderweisenthal hat nämlich nur vormittags geöffnet.

Burg Berwartstein

Das Essen im Ausflugslokal ist großartig. Es gibt sehr leckere Kartoffelsuppe, Leberknödel mit Sauerkraut und Apfelkuchen als Nachtisch. Und das zu Preisen, von denen man in Hamburg nicht zu träumen wagt. Eine echte Empfehlung!

Nach 4 km erreichen wir Vorderweidenthal und füllen dort die Wasservorräte auf dem Friedhof auf.

Willkommen in Vorderweidenthal

Nach steilen, gefühlten 200 Höhenmetern erreichen wir das Trekking-Camp Vorderweidenthal. Auch dort sind wir die einzigen Gäste.

Die Ausstattung kennen wir nun schon, die Kompost-Toiletten funktionieren nahezu geruchsfrei, was auf den WC den Autobahn-Rastplätzen leider nicht der Fall ist.

Leider wurden wir von Zecken überfallen. Weder Zeckenschutzsocken noch die Methode die Hosenbeine in die Strümpfe zu drappieren, haben geholfen.

Camp Vorderweidenthal
Kompost-Toilette
Regenwasser-Behälter für Löschwasser

Vom Camp Vorderweidenthal (2) zum Camp Annweiler/ Wernersberg (4)

Wir schenken uns die 2km Umweg zum Bäcker und marschieren direkt wieder zum Friedhof zurück, um die Wasserflaschen zu füllen.

Start Richtung Camp Annweiler/ Wernersberg

Im Ortsteil Lindelbrunn finden wir den Verkaufsautomaten, den wir über Google-Maps auf der Suche nach Lebensmitteln angezeigt bekamen. Später gibt es dann Pfefferweisser vom Wildschwein und das restliche Brot vom Vortag.

Wildschweinwurst aus dem Verkaufsautomaten
Jugendfreizeitstätte Lindelbrunn

Mitten im Wald kommen wir an der Jugendfreizeitstätte Lindelbrunn vorbei. Wir können dort das leicht abgestandene Wasser vom Friedhof gegen frisches tauschen. Außerdem schenken uns die Betreuuer noch eine Flasche Wasser. Nette Stimmung dort.

St. Georgskapelle am Kreuzweg in Gossersweiler-Stein
Rastplatz bei Wernersberg

Kurz vor Wernersberg legen wir noch eine Verschnaufpause ein, das Gewittergrollen ist in der Ferne bereits zu hören. Mutig lassen wir dann eine gute Unterstellmöglichkeit am örtlichen Fußballplatz rechts liegen und spurten weiter in den Ort. An einer Garageneinfahrt stellen wir uns unter, als der Regen und das Gewitter den Ort erreicht.

Regenschutzecke in Wernersberg
Wernersberg: Blödwetter

In der Bäckerei mit angeschlossenem Dorfladen gibt es Linzertorte, Streußelschnecke und Kaffee. Anschließend Wasser und ein paar Lebensmittel für das Abendessen.

Cafépause bei Bäckerei/Laden in Wernersberg

Nach weiteren 45 Minuten haben wir das Camp 4 erreicht. Der Waldboden ist vom Regen sehr aufgeweicht, der Zeltaufbau ist heute etwas schmuddelig. Sind wir verwöhnt...

Kurze nach unserer Ankunft kommen zwei weitere Wanderer zum Camp. Claudia und Timo sind an dem Tag vom Camp 5 gestartet, was unser morgiges Ziel sein wird. Es gibt schon mal die Ansage: "Am Ende geht es nochmal richtig steil nach oben."

Wir schaffen es, trotz der Feuchtigkeit ein Feuer zu entzünden und freuen uns über die angenehme Wärme.

Lagerfeuer im Camp Wernersberg

Von Camp Wernersberg (4) nach Camp Eußerthal (5)

Wir starten mit Kaffee Müsliriegeln/ Müsli zum Frühstück, nachdem wir fast alle Schätze verstaut haben. 

Müsliriegel-Frühstück

In Rinnthal füllen wir die Wasserflaschen am Dorfbrunnen und plündern einen weiteren Verkaufsautomaten. Der gesamten Vorrat an Wildschwein-Würsten wird mitgenommen.

Aufstieg zum Pass am Kehrenkopf

In Eußerthal treffen wir eine Anwohnerin, wir tauschen Zuhören gegen frisches Wasser in unseren Flaschen. Sie hat sich gerade über ihre 10-jährige Enkelin geärgert, weil diese sie angelogen hat. Das wird noch ein Nachspiel haben... Nach 30 Minuten machen wir uns auf, Endspurt zum Camp beim Ort.

Aufstieg zum Camp bei Eußerthal

Der letzte Abschnitt der Wanderung hat es tatsächlich in sich. Knapp 200 Höhenmeter bei ca. 1 km Strecke, davon verlaufen 500 m ebenerdig. Wir nehmen nicht den regulären Weg, sondern einen Trampelpfad durch den Wald, einfach kann schließlich jeder. Und dann noch der schwere Rucksack...

Kleiner Hindernislauf im Ende der Tagesetappe

Dieser Platz gefällt uns am besten. Während Camp 4 etwas von einem düsteren Loch hatte, freuen wir uns hier oben über die Sonnenstrahen, die zwischen den Bäumen durch leuchten. 

Im Camp Eußerthal waren wir die einzigen Übernachtungsgäste. Allerdings kam nachts eine Horde Wildschweine vorbei. Die Lebensmittel waren in der verschlossenen Metallbox verstaut und entsprechend sicher. Das Zelt und wir haben die Viecher anscheinend nicht interessiert.

Entspannung nach der Kraxelei
Camp Eußerthal

Vom Camp Eußerthal (5) nach Albersweiler

Wir starten bei tadellosem Wetter und beschließen, den regulären Weg nach Eußerthal zu nehmen.

Letzter Campabstieg am Morgen
Blick vom Beutelsbergfelsen auf Eußerthal
Blick von Eußerthal auf den Beutelbergfelsen

Wir füllen die Wasserflaschen im Ort und machen uns auf den Weg nach Albersweiler. 

Von dort fahren wir mit dem Bus nach Edenkofen, wo ein Hotelzimmer und unser Auto auf uns wartet.


Fazit

Wir haben die Wanderung mit den Rucksäcken kräftemäßig gut geschafft. Ca. 2 kg weniger zu Tragen wäre perfekt und sehr entspannt. Zuhause müssen wir prüfen, auf welche Dinge verzichtet werden könnte und welchen Gewichtsanteil es ausmacht.

Trotz Zeckenschutz-Socken, Hosenbeine in Socken, hohen Stiefeln haben wir acht Zecken eingesammelt und entfernt (Gleichverteilung auf M und M).  

Der Pfälzer Wald ist eine traumhaftes Wanderziel, allerdings muss die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und möglich Restaurantbesuche geplant werden. 


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
5 Tage
Wetter
Sommer · 20–20°C
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Trekking im Pfälzerwald
  • Übernachtungen in Trekking-Camps
  • Burg Berwartstein
  • Blick vom Beutelsbergfelsen
  • Busfahrt von Albersweiler nach Edenkoben
RucksackZeltWasserflaschenLebensmittelZeckenschutzWanderschuhe
NaturAbenteuerRoadtripEssen
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