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Likian Yolu Teil 4:

Veröffentlicht: 30.11.2020

Dienstag, der 20. Oktober bis Samstag, der 24. Oktober 2020:

Heute geht es nach Adrasan. Zunächst besuche ich die Ausgrabungsstätte Olympos. Am Strand von Cirali ist der Eingang, an dem ich, um Eingang gewährt zu bekommen, 30 TL (3.-Euro) löhnen muss. Danach gelange ich auf eine Straße, die mich leider nicht auf dem Lykian Yolu weiterführt. Ich bin wieder einmal vom Weg abgekommen🙉 Ich nehme Kurs auf über die Berge, in der Hoffnung, wieder auf meinen Trail zu gelangen. Dank diverser Apps wie Komoot und Maps me gelingt es mir dann irgendwann einmal.

Am Abend komme ich endlich am Strand von Adrasan an. Auf einem großen Parkplatz werde ich von einem älteren Herrn in deutscher Sprache begrüßt. Es ist der Hotelbesitzer der etwas größeren Hotel Anlage hier. Er lädt mich zu einem Chy ein und möchte mir eine Übernachtung mit Dinner und Frühstück anbieten. Es dauert fast eine halbe Stunde, bis er mich verstanden hat. Auch wenn das Angebot sehr großzügig ist, alles in allem 20 Euro, so suche ich lediglich einen Platz für mein Zelt. Ein junger Angestellte begleitet mich auf die andere Seite des Hotels, wo ein kleiner, sehr einfacher Campingplatz ist. Es begrüßt mich eine türkische Mama, sie spricht nur Türkisch. Ich darf gleich neben ihrem großen Hauszelt, das aussieht, als wenn sie da wohnen, mein kleines Zelt aufbauen. Wie es sich herausstellt, wohnen Mutter, Vater, die kleine vierjährige Tochter und die Großeltern hier alle zusammen. Es gibt ein paar Katzen, die sie füttern, und wie überall hier in der Türkei, Hunde. Die Familie ist sehr lieb, sie bringen mir immerzu etwas zu Essen und mit der Mama trinke ich auch einmal Kaffee in ihrem Hauszelt. Mit dem kleinen Mädchen freunde ich mich schnell an und wir haben viel Spaß zusammen. Weil es mir hier sehr gut gefällt, beschließe ich, eine zweite Nacht zu bleiben. 

Für den Donnerstag habe ich mich mit Cemi, dem türkischen Mann, den ich in Beycik kennengelernt hatte, in Kas verabredet. Er hat mich eingeladen, um mir die wunderschöne Gegend zu zeigen und gemeinsam zum Wandern zu gehen. In dieser Nacht regnet es wie aus Kübeln. Ich stehe sehr früh auf und packe alles zusammen, es ist alles pitschnass...was soll's, der Bus fährt um 9.00 Uhr. Bis zur Hauptstraße oben den Berg hinauf sind es fünf Kilometer. Der Vater hier hat ein eigenes Taxi und bringt mich für 50 TL hinauf zur Straßenkreuzung, wo ich dann in den Bus nach Kas steigen kann. 

Der Regen hat aufgehört und, als wenn nichts gewesen wäre, scheint die Sonne vom Zenit. Ich stehe nun an einer Kreuzung und habe keine Ahnung, ob der Bus hier halten wird. Eine Bushaltestelle gibt es hier nicht. Ein Hund gesellt sich zu mir und wartet mit mir auf den Bus 😂 Nun ist einer in Sicht, und ich gebe das Handzeichen, welches andeutet, dass ich mitfahren möchte. Es klappt! Ein junger Mann verstaut meinen Rucksack in einem Gepäckfach an der Seite des  Busses, und ich steige ein. Bis Kas sind es zwei Stunden Fahrt. 

In Kas angekommen, warte ich ein paar Minuten, dann kommt Cemi mit seinem Auto und holt mich ab. Wir fahren jetzt etwa 40 km nach Kumluova. Cemi hat mir angeboten, ich könne bei ihm übernachten. Das Angebot nehme ich gern an. Wir fahren einige Zeit an der wunderschönen Küste entlang, und ich genieße die einzigartige Gegend. 

Am nächsten Tag wandern wir nach Patara Beach, den wunderschönsten Sandstrand, den ich hier an der Südküste der Türkei gesehen habe. Er ist fast menschenleer, gerade recht, um ein entspanntes Päuschen einzulegen. Danach geht es wieder 10 km zurück. Wir kommen in die Dunkelheit und dann letztendlich in Cemis zu Hause an. 

Den nächsten Tag beschließe ich, wieder allein weiter zu gehen. Cemi bringt mich zu einem Parkplatz in der Nähe von Kalkan, von wo aus ich auf den Likian Yolu gelange. Ich danke Cemi für die schöne Zeit und seine Gastfreundschaft. 

Die nächste Ettappe soll mich nach Bezirgan führen. Bis zum nächsten Ort schaffe ich es jedoch nicht vor Einbruch der Dunkelheit, und so schlage ich mein Zelt auf einer ebenen Lichtung in den Bergen auf. 






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