Bern tanken
Ab und zu vermisse ich Bern, und vor allem alles, was für mich dazugehört: meine Freunde. Also habe ich die Tasche gepackt und mich auf den Weg gemacht. Erste Station war eine...

Veröffentlicht: 25.10.2026
Ich bin in Bern über Nacht geblieben, und der nächste Tag ging genau so weiter, wie der Abend aufgehört hatte: mit sehr viel Quatschen. Dazu ein richtig gemütliches Frühstück mit meinen Freunden. Einfach tolle Menschen und Kaffee.
Danach habe ich mich auf den Weg zur Reinhard Bäckerei direkt am Bahnhof Bern gemacht. Diesen Ort liebe ich schon ewig. Reinhard ist ein Berner Familienbetrieb, den es tatsächlich schon seit 1909 gibt, mit traditionellem Handwerk und richtig gutem Barista-Kaffee. Ich habe mich schon früher gern dorthin gesetzt, mit Laptop und einem starken Kaffee, und einfach die Leute beobachtet, die im Minutentakt rein und raus hetzen, um sich ihren Coffee to go zu schnappen. Ich mittendrin, völlig entschleunigt.
Nach dieser kleinen Me-Fokus-Einlage ging es weiter zu einer Freundin, die mit ihrer Tochter Nila und einem Tee schon auf mich gewartet hat. Und weil ich an diesem Tag den ehrgeizigen Plan hatte, wirklich alle meine Berner Freunde zu sehen, zog ich danach gleich weiter. Nach einem kurzen, nicht ganz freiwilligen Abstecher in die eine oder andere Parfümerie (man kennt es) landete ich im Draft Café.
Dort überkam mich dann der Hunger, und dazu gab es einen etwas speziellen Kaffee, nämlich mit Pistazienmilch. Klingt erstmal gewöhnungsbedürftig, war aber überraschend gut. Dann stiess noch ein Freund dazu, und ihr ahnt es schon: Weil wir uns ewig nicht gesehen hatten, war der Gesprächsbedarf mal wieder grenzenlos. Mission „alle Freunde sehen" also erfolgreich abgeschlossen.
Zurück in Zürich stand dann Date Night mit meinem Freund an. Der Abend begann sehr grossstädtisch, nämlich mit der beliebten Disziplin einmal durch Zürich kurven und einen Parkplatz suchen inklusive sehr spontanem Restaurantwechsel. Ich wollte nämlich unbedingt ins Neri Cantina. Das Neri Cantina & Cucina in Wipkingen ist ein modern-italienisches Restaurant mit Weinbar, das dort steht, wo früher das legendäre Tre Fratelli war, und gerade erst neu in den Guide Michelin aufgenommen wurde. Statt klassischer Weinkarte gibt es einen begehbaren Weinkeller mit über 250 Weinen, durch den man sich seine Flasche selbst aussuchen kann. Allein das ist schon ein kleines Erlebnis.
Und dann hat uns der Laden komplett umgehauen. Toller Service, richtig coole Mitarbeiter und ein Essen, das jenseits war.
