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Von Ulaanbaator bis Region Gobi

Veröffentlicht: 04.08.2023

Zunächst einmal: Weite. Man kann nach links und rechts jeweils bis zu 120 km schauen. Von Bergkette zu Bergkette und man selber fährt einer der zig Spuren, die sich die Einheimischen im Laufe der Jahre gemacht haben. Es sind 10 oder 20 Spuren, die in dieselbe Richtung gehen. Die Strecke ist waschbrettartig, wellig und zugleich schlaglochreich, voll von Pfützen, Matsch oder Felssteinen. Wer dort eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h hat, ist trainiert. 

Durch Flüsse, ich frage mich, wie das die Einheimischen mit ihren normalen Autos schaffen. Ja gut, einen habe ich gesehen, der musste aus dem Fluß herausgezogen werden. 

Man probiert die Spuren aus, welche am weichesten sein könnte, es ist wie ein Lotteriespiel und wenn man Pech hat, biegt die eine in einer total falsche Richtung ab und man muss quer rüber zu einer der benachbarten Spuren fahren. 

Anfangs steppig, steinig, mit Kamelherden oder Pferdeherden oder Schafs- oder Ziegenherden (in den Dürregebieten sehr abgemagert), kommen die Berge von der Seite immer näher und ich befinde mich in der schönsten Felslandschaft. In einer bunten. Es gibt rote, grüne, graue, rosa, rota, gelbe und weiße Felsberge. Zuhause werde ich recherchieren, was das für Steine sind. 

Vorbei ging es an einem Traditionsvolksfest, an welchem alljährlich traditonelle Musik gemacht und getanzt wird, Kleidung getragen wird, Wettkämpfe ausgetragen werden. 

Traditionsgekleidet sind auch die Menschen in den Städten und auf dem Land. Da fahren die Viehtreiber in ihren bunten Mänteln und mongolischen Filzstiefeln zu Pferde oder zu Motorrad oder man geht in dieser Kleidung zum Einkaufen. 

Weiter geht es durch über Berge und durch die Schluchten, die sich so wunderbar fürs Campen eignen, sind sie doch windgeschützt, bieten Schatten und haben häufig Bergbäche, mit denen ich Geschirr spülen und mich waschen kann. Ja, kalt. Eisig. 

Ja und auch dem Dschinges Khan hat m an ein Denkmals gesetzt an dem Ort, an welchem er der Legende nach eine güldene Reitgerte gefunden haben soll. Hier ist übrigens sehr viel Khan: Straßen, Banken, Geschäfte. 

Und langsam verändert sich die Felsberglandschaft und wird von der Sandwüste abgelöst. Ich steige auf Sanddünen, ganz schön anstrengend, wir bleiben alle Mann im Flugsand stecken, müssen Luft ablassen und uns freischaufeln, damit wir weiterfahren können. 

Jurten gibt es praktisch überall, je mehr Wasser, desto mehr Jurten gibt es, andere haben ihre Nachbarn viele Kilometer Felsstraßen weiter. Ich frage mich, was die Kinder dort in der Einsamkeit machen. wie sie zur Schule kommen. Ob sie überhaupt in die Schule gehen. Es gibt die Jurten auch in den Städten, eingepfercht zwischen Betonbauten, alten oder neuen. 





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