landscapetravel
landscapetravel
vakantio.de/landscapetravel
Zuletzt in Almaty

Die Dörfer

Veröffentlicht: 06.07.2023

24.06., das Frühstück im Hotel war wegen der Verständigungsprobleme erwartungsgemäß nicht so dolle.

Die Weiterfahrt ging immer nach Osten. vllt bekomme ich die Orte noch hin, es waren kleine Orte, die aus löchrigen Matsch-Straßen bestanden und wenig geteerten, vorbei an zusammengefallenen Holzhäuschen, denen man ihre schmucke Vergangenheit ansah. Liebevoll verziert und noch Reste von hübschen Farben. Ich stelle mir vor, wie es früher ausgesehen haben muss, als es noch kaum Autoverkehr gab und besonders im Schnee.

Neben den traurigen Resten der Vergangenheit die prunkvollen: Kirchen mit güldenen Zwiebeltürmen. Erst sieht man 1 Türmchen, dann 2, dann 4 und wenn man das Gebäude umfährt, dann entpuppt es sich als Riesenkirche oder gar als Dom. Daneben zum Teil auch alte verfallene Kirchen, solche die sich in Restauration befanden oder die niemand mehr wollte. Man musste gar nicht nach St. Petersburg, die wunderschönen grünen, blauen, goldenen Zwiebeltürme auf den weißen oder braunen oder ziegelroten Kirchen gibt es hier überall. Sogar Holzkirchen mit Zwiebeltürmchen. Die Landschaft ist grün, wasserreich. Diese Fotos sind auf der anderen Kamera, die ich jetzt nicht laden kann, das hole ich mal nach. 

Friedhöfe sind sehr groß und die Gräber mit knallbunten Plastikblumen geschmückt. Einen Dorffriedhof habe ich genauer angeschaut: Jedes Grab trägt ein Bild des Verstorbenen, Geburts- und Sterbejahr. Die allerwenigsten sind älter als 65 Jahre geworden. 

Je weiter östlich ich kam, desto weniger Kirchen sah ich. In einem Übernachtungsdörflein kurz vor Irkutsk fand sich eine solche, die sogar von innen besichtigen konnte, begleitet von eine freundlichen älteren Dame, deren Aufgabe es wohl war, sich um dieses Anwesen zu kümmern und den Besuchern viele der wertvollen Gegenstände zu erklären. Leider: ich verstehe keine russisch. 

Egal wo ich zum Pausieren stehen bleibe, die Dörfler kommen "zufällig" vorbei und haben etwas zu tun: zu fischen, gehen spazieren, einmal kamen Gemeindvertreter und diskutierten wohl darüber, wie sie es finden sollten, dass hier ein Fremdling in einem Camper verweilt, manche kommen vorbei und laden einen ein, vorbeizukommen, die meisten sind einfach neutral, aber stets hilfsbereit. In vielen  Gemeinden stehen Denkmäler für die Gefallenen des 2. WK, in einer befand sich im Zentrum eine Art Ehrentafel. Auf manchen Grundstücken und Autos wird mit "ZZ" Solidarität mit den eigenen 




landscapetravelWie ein Newsletter: jeder neue Beitrag kommt per Mail.
Antworten

Russland
Reiseberichte Russland