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Tage 34-42 (11.-18.11) Rapa Nui / Osterinsel Tag 4

Veröffentlicht: 24.11.2025

Fahrt
Ana Kai Tangata → … → Anakena
Rapa Nui, Chile
Attraktion
Ana Kai Tangata
Rapa Nui, Chile
Attraktion
Orongo
Rapa Nui, Chile
Attraktion
Hanga Te’e Vai Hu
Rapa Nui, Chile
Attraktion
Anakena
Rapa Nui, Chile
Attraktion
Moai-Statuen an der Nordwestküste
Rapa Nui, Chile

Und los ging es heute rechts herum - diesmal mit eigenem Leihwagen. Neben den bereits am ersten Tag zusammen mit unserem Vermieter (=offizieller, lizenzierter Guide🙄) besuchten Stätten gibt es noch einige andere - tw. mit tw. sogar ohne Guide-Zwang. Direkt unten neben dem Industriehafen liegt die Lavahöhle Ana Kai Tangata mit Öffnung zum Meer hin.  Diese Höhle hat eine historische (Felsmalereien) wie geologische Bedeutung. Leider war der Zugang nach unten gesperrt.

Nächstes Ziel war der am ersten Tag bereits erfolglos besuchte Vulkan Rauno Kau mit der Orango-Kultstätte - die Schlägerei (siehe Tag 1) sollte jetzt ja hoffentlich Geschichte sein. Oben angekommen, war aber ca 1 km vor Orongo nicht nur die Straße sondern auch der Wanderweg wieder abgesperrt😳 

Was war passiert: am meerseitigen Kraterrand gab es vor wenigen Tagen einen Felssturz am Nordrand der Abruchkante. Die Kultstätte wurde daher wegen Sicherheitsbedenken bis auf weiteres geschlossen. Aber warum die Sperre 1 km vorher und warum auch der Wanderweg ?!

Anbei ein aus Google Earth kopiertes Bild, welches die Stelle der Abbruchkante zum Meer hin deutlich zeigt. Man sieht aber auch, wie weit des Besuchsgebäude noch vom Rand wegsteht.

Wieder Am Flughafen vorbei, war unser nächstes Ziel Hanga Te’e Vai Hu an der Südküste: eine weitere Reihe Moai, leider in sich zusammengefallen. Allerdings hat man hier auf Grundlage alter Erzählungen und vorhandener Grundrisse zwei Grashütten und eine damals typische Bodenkultur rekonstruiert. So gesehen nichts besonderes. 

Zwar gab es auch hier das erwartete Wärterhäuschen - aber überraschenderweise ohne Besetzung. Also sind wir rein und haben uns in aller Ruhe die wieder aufgebauten Hütten und „Beete“ angeschaut. Plötzlich laute Rufe und zwei völlig empörte Menschen in “Uniform” eilten fuchtelnd auf uns zu😳 - “alles klar, da kommen sie!”😅

Wenn man angebrüllt wird entweder zurück brüllen oder doof stellen😂. Letzteres ist unsere Stärke - also haben wir auf ahnungslos gemacht und gefragt wer sie denn sind und was sie wollen - was denn los ist.😂

Dialog in Kurzform:

DIE: “wo denn unser Guide ist?”- WIR: “welcher Guide, wir haben doch unser Ticket!?” - DIE: “man braucht aber zusätzlich einen Guide!” - WIR: “wussten wir nicht - wozu denn einen Guide?!“ - DIE: „Das ist hier Vorschrift!“ - WIR: „Verstehen wir nicht. Die ganze Fläche ist doch leicht zu überschauen (Anm: ca 100x50m), man kann sich nicht verlaufen und er hat doch alles im Blick … und außerdem war ja niemand am Eingang der uns das hätte sagen können“ 

Jetzt wurde er richtig laut - na ja, man hört ja nicht wirklich gerne, dass man darauf hingewiesen wird, seinen Posten am Kassenhäuschen verlassen zu haben. 😂😂

Um das Ganze nicht weiter eskalieren zu lassen, gingen wir - begleitet von zwei lautstark schimpfenden Aufpassern - in aller Ruhe zum Ausgang und fuhren von dannen - wir hatten ja alles besichtigt was zu besichtigen war - zwei rekonstruierte Grashütten und ein Beet aus Lavagestein … 😬😬

Anmerkung: Wir blieben überall und stets auf den Wegen, haben nichts berührt und waren sehr vorsichtig. Die Gruppe vor uns MIT “offiziell lizensiertem” Guide dagegen stiefelte über eines der beispielhaft angelegten Beete.😳😂

Wie anfangs geschrieben, fuhren wir an diesem Tag nochmals die Strecke des ersten Tages ab. Diesmal sehr entspannt und gemütlich - auch, um uns die Landschaft etwas genauer anzusehen. Vorbei an der Fabrik und Tongariki fuhren wir zum schönen Strand von Anakena, für welchen wir beim ersten Mal nur wenig Zeit hatten. Auf dem Rückweg in die Stadt verließen wir auf ca halber Strecke die Hauptstraße nach Norden, um zur ‚Fabrik‘ der roten Hüte der Moai zu fahren. Hier war aber kein Reinkommen möglich: Zugangskontrolle, viele Wachen und noch mehr Touristen. Wir wollten die kleine unbefestigte Straße weiterfahren und schauen, ob wir hoch bis zur Nordküste kommen können. Vor uns ein Touristenbus, überholen war nicht möglich. Nach einer Kurve plötzlich ein Tor, der Bus fuhr durch und wir hinterher. Dann ein Parkplatz, direkt dahinter  unvermutet mitten  im Landesinneren eine weitere Reihe gut erhaltener Maoi. Um uns zu orientieren, fragten wir den Busfahrer nach dem Weg. Seine Antwort war eine Frage: „wo denn unser Guide sei“ 😳😳 unsere Antwort: „ wir haben und brauchen keinen, wir fahren so herum“, brachte ihn total aus dem Konzept. So wie es aussah, sind wir beim Hinterherfahren wohl wieder „unkontrolliert“ an einem Kontrollpunkt vorbeigekommen 😅😅. Da wir keine Lust mehr auf diese sinnlose „wo ist ihr Guide“-Diskussion hatten, also direkt wieder in Auto gestiegen - verfolgt von den Blicken eines immer noch fassungslosen Busfahrers😂.

Den Kontrollpunkt haben wir ohne anzuhalten, den Blick streng nach vorne gerichtet, zügig passiert. Man fühlte sich doch irgendwie an die alte DDR erinnert …

Letztendlich fanden wir auch den Weg an die Nordwestküste. Dort angekommen, wollten wir uns zwei am Vortag nur aus der Ferne gesehene Moai-Statuen näher ansehen. Plötzlich unten vom Ufer freundliche Rufe und Gewinke. Wir also mit der gebotenen Vorsicht nach unten gestiegen. Es waren tatsächlich keine von diesen „wo ist denn ihr Guide“-Menschen😬 sondern eine sehr sehr freundlichen RapaNui-Familie mit Freunden, welche am Felsenufer zwischen den Felsen, unter einem Baum geschützt vor Wind und Regen grillte - und uns spontan zum Mitessen einlud. Wunderbare und sehr nette Menschen, eine schöne Unterhaltung, Wein, Bier, ….

Ein wirklich gelungener Tagesabschluss.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Begleitung
Zu zweit (2)
Abseits der PfadeAbenteuerlich
  • Mit eigenem Leihwagen rund um Rapa Nui gefahren
  • Ana Kai Tangata besucht
  • Orongo wegen Sperrung nicht erreichbar
  • Hanga Te’e Vai Hu und Anakena angefahren
  • Spontanes Grillen mit einer RapaNui-Familie am Meer
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