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Erfahre mehr über eine Reise durch Neuseeland

- Kapitel 11

Nach längerer Abwesenheit, sollte man meinen, wir hätten mehr zu berichten. Doch wir müssen euch leider enttäuschen, da wir seit Anfang Januar arbeiten. Wo? In einem kleinen Ort namens Roxburgh, mit nicht einmal 600 Einwohnern. Die Unternehmungsmöglichkeiten halten sich in Grenzen. Ganz zu schweigen von unserer arbeitsfreien Zeit.

Der Pflicht, im neuen Jahr die Reisekasse etwas aufzubessern, kommen wir in einem Packhouse nach. Da hier in Neuseeland gerade Saison der Kirschen und Aprikosen ist, besteht unsere Tätigkeit in erster Linie darin, die geernteten Früchte zu sortieren und zu verpacken.

Angefangen haben wir an der „Cherry Vision 3.0“. Bei dieser Maschine werden zu Beginn die gesammelten Kirscheimer in ein Wasserbecken gekippt. Von dort aus laufen die Kirschen über eine Walze auf ein Band, an dem Mitarbeiter möglichst viele, schlechte Früchte aussortieren. Anschließend verteilt die Maschine die Kirschen der Größe nach auf weitere Laufbänder, an denen jeweils eine weitere Person steht. Hier kommen wir ins Spiel. Unsere Aufgabe ist es, nach Möglichkeit jede einzelne Kirsche anzuschauen und die Entscheidung zu treffen, ob sie auf den Globalen Markt, den Lokalen oder auf das Abfallband kommt. Zudem müssen wir alle Blätter entfernen und Zwillingskirschen trennen. Wie viel man an diesem Band zu tun hat, hängt vor allem davon ab, für welche Größe man zuständig ist.

Die Früchte, die auf den Globalen Markt kommen, laufen weiter in die Kisten, in denen sie verpackt werden. Hierbei unterscheidet man in 5Kg und 2Kg Kisten. Wenn dieses Gewicht erreicht ist, leuchtet eine grüne Lampe, das Band wird gestoppt und die Box getauscht. Anschließend wird die Tüte verschlossen und der Deckel darübergestülpt. Die fertige Box fährt ins Kühlhaus, wo sie bis zu ihrem Versand zwischengelagert wird.

Für eine gewisse Abwechslung tauschen wir diese Aufgaben manchmal untereinander. Zudem müssen die Boxen immer wieder vorbereitet werden, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Manchmal müssen wir auch beim Aprikosenverpacken aushelfen. Hier sortiert man jene mit Macken oder kleineren Löchern aus. Die ohne Makel kommen in einen Karton, welcher auf ein Laufband geschoben wird, sobald er voll ist. Die mit kleineren Schönheitsfehlern werden, so wie die Kirschen, auf ihre Qualität für den Lokalen Markt geprüft. Auch diese werden in Kartons und anschließend auf Paletten verpackt.

Wenn wir doch mal einen Tag frei haben, wird dieser für den Wocheneinkauf genutzt oder das Wäschewaschen. Meistens nimmt die Arbeit nämlich so viel Zeit ein, dass es unter der Woche nur noch fürs Kochen und Duschen reicht. Anschließend fallen wir müde ins Bett, bevor es am nächsten Tag wieder los geht.

Zwei Drittel haben wir nun schon hinter uns, weshalb wir positiv gestimmt sind. Denn sobald wir dort fertig sind, können wir uns wieder voll und ganz dem Reisen widmen. Darauf fiebern wir bereits hin. Der nächste Trip steht schon fest, aber dazu mehr in unserem nächsten Artikel!

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