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Letzten Tage 2017

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Nach acht sehr schönen Tagen bei Tara und Taka bin ich am 19.12. los gefahren in Richtung Tauranga. Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht durch sämtliche Shoppingcenter zu laufen, einzukaufen (in Bethlehem hehe) und mich Nachmittags mit Jacky am Strand in Papamoa zu treffen. Gegen halb sieben habe ich dann Hannah an der Bushaltestelle eingesammelt und wir sind zum Campingplatz in Papamoa gefahren.  


Zu dem Campingplatz gehörten auch zwei Katzen. Die eine hat sich auch problemlos streicheln lassen und hat erst aufgehört zu miauen als man eben dies getan hat. Die andere hat einfach nur ständig miaut und dann los gefaucht wenn man sie berühren wollte. Was doof war, denn sie ist immer wieder in mein Auto gesprungen und hat sich nicht mehr raus bewegt.


Tauranga selbst ist eine ganz nette Stadt, in der wir uns aber auch nicht auf lange Sicht zu beschäftigen wussten. Den ersten vollen Tag sind wir nur in der City rum gelaufen, haben ein paar schöne Seitenstraßen gefunden und Foto´s vor den Graffiti Flügeln gemacht.


Anschließend war es noch recht früh und wir sind noch zum Mount Maunganui gefahren und hochgelaufen. Irgendwie dachten wir das wäre eine mehrstündige Wanderung, aber in einer halben Stunde waren wir oben. Von da oben hat man einen schönen Blick über Tauranga und das Meer.



Ziemlich kurzfristig sind wir am nächsten Tag nach Matamata gefahren wo wir uns Hobbiton angeschaut haben. Wir waren uns beide nicht so sicher ob wir hinfahren und das Geld wirklich bezahlen sollten / wollten, aber da uns so viele Verwandte und Freunde dazu geraten haben, und es ja auch irgendwie zu einer Neuseelandreise gehört haben wir es dann doch gemacht. Das Informationscenter in Matamata ist schon gebaut wie ein Hobbit Haus.


Mit den letzten Tickets für die 12.30 Uhr Tour haben wir also auf unseren Bus gewartet und sind ungefähr zehn Minuten zum Hobbiton Movie Set gefahren. Unterwegs wurden Filmausschnitte gezeigt. Eigentlich zur Einstimmung aber uns haben die überhaupt erstmal gezeigt was wir uns eigentlich anschauen. Unser Tourguide „Gar“ oder „Dar“ hat uns mit dem Bus abgeholt und uns eine Stunde lang alles mögliche erklärt (vielleicht auch länger). Wir waren nicht mal die einzigen unwissenden. Scheinbar sind 40% der Besucher Menschen die weder die Filme gesehen, noch die Bücher gelesen haben. Für mich war Hobbiton ganz nett, aber es ist halt auch nicht mehr als ein paar Hütten auf nem großen Stück Wiese. Wir hatten halt beide keine Ahnung warum Fans ganz begeistert Selfies vor bestimmten Hütten gemacht haben, und haben einfach mal wahllos Hütten für Fans in Deutschland fotografiert.


Ein paar der Fakten die „Dar“ oder „Gar“ so erzählt hat, habe ich auch schön fleißig mitgeschrieben, auch wenn die Hardcore Fans das wahrscheinlich alles schon wissen.


  • Auf dem Gelände standen Apfelbäume die von Früchten und Blättern befreit werden mussten, um mit Kleber und Draht Pflaumenblätter und Pflaumen an den Ästen zu befestigen. Den Baum sieht man in der Extended Version für drei Sekunden von weit weg. Man kann nicht mal erkennen das es ein Pflaumenbaum ist.


  • Der künstliche Baum der für „Der Hobbit“ zwei Monate lang gebaut wurde, hatte in Sir Peter Jackson´s Augen den falschen Grünton weshalb alle Blätter in einem anderen Grünston handbemalt werden mussten. Wieder ein Baum der nicht mal wirklich großartig zu sehen ist. Die Pflaumengeschichte ist übrigens auch auf seinem Mist gewachsen.


  • Es gibt wohl eine Szene in der Gandalf und Bilbo (was ist Bilbo eigentlich für ein Name?!) Rauchen und den Sonnenuntergang ansehen. Tatsache ist aber das die Hobbithütte dafür auf der falschen Seite gebaut wurde, und die Sonne gegenüber der Hütte auf statt unter geht. Also wurde der Sonnenaufgang gefilmt und dann für die Szene rückwärts abgespielt. Hat auch gut funktioniert bis die Vögel bemerkt wurden, die in der Szene rückwärts flogen. Der Film mussten dann nochmal bearbeitet werden.


 

  • Sir Peter Jackson hat den großen Baum auf dem Farmgelände von Russell Alexander gesehen und sofort beschlossen das dies der Baum für Bilbo´s Geburtstagsfeier ist, und er dort den Film drehen will. Der Baum ist also Grund für die vielen Filme und des viele Geld das die Alexander Familie jetzt einnimmt. Fun Fact: der Geburtstag war ein Nachtdreh und damit alle Statisten gute Laune hatten, haben die Kinder ohne Ende Süßigkeiten bekommen und die Erwachsenen Alkohol.

  • Und zu guter letzt durfte die ganze Mannschaft die Hobbit Filme nur drehen, wenn sie diesmal das Set so bauen würden, das es permanent stehen bleiben konnte. Die Alexander Familie wollte Touren anbieten. Das Set wurde 2 Jahre lang gebaut und jetzt können alle Fans sich Hobbiton angucken.

Zum Schluss der Tour gab es ein Freigetränk in „The Green Dragon“. Super süß von innen aber mein Ginger Beer war nicht so lecker und Hannah´s „Surprise me“ wohl auch nicht.

  




Alles in allem war das Set ganz schön, weiß nicht ob es als Nicht-Fan das Geld wirklich wert ist, aber die deutsche Mutter die vor uns immer wieder betonte das hier ja „alles so schöööön!“ sei, hatte schon recht.



Am 22.12. sind wir dann aufgebrochen nach Hamilton, was auf dem Weg nach Raglan lag, wo wir Weihnachten verbringen würden. Hamilton wird in Reiseführern und unter Backpackern hoch gelobt, was wir beide aber nicht so wirklich verstanden haben. Es war einfach nur voll und mehr als Geschäfte konnten wir auch nicht wirklich finden – ein bisschen wie Auckland ohne Meer. Was wir aber gefunden haben war eine Seitenstraße (Victoria Street) die zu Ehren von Richard O`brien erbaut und gestaltet wurde. Sehr cool. Vor allem das das Labor die öffentliche Toilette ist, wie Hannah festgestellt hat.





Von Hamilton aus sind wir dann nach Raglan durchgefahren. Insgesamt sind wir vier Nächte dort geblieben und hatten nach dem ersten Tag eigentlich auch schon alles gesehen. Die Stadt ist ziemlich klein und ziemlich teuer. Zumindest was Lebensmittel angeht. Das haben wir dann auch relativ schnell bemerkt und sind die 30km zurück nach Hamilton gefahren um einzukaufen. Den Sprit hätte man sich auch sparen können, aber so haben wir einen Tag damit verbracht im Grunde nur Lebensmittel zu kaufen … und bei Pizza Hut zu Abend zu essen.


Weihnachten haben wir auch in Raglan verbracht. Am 24.12. begrüßten uns 20 Grad und strahlend blauer Himmel. Die anderen Backpacker mit denen wir Weihnachten feiern würden, sind aber erst Nachmittags/Abends angekommen was Hannah und mich schnell zur Langeweile trieb. Sind dann noch mal nach Raglan gelaufen (die Stadt und der Campingplatz sind nur von einer Fußgängerbrücke getrennt) um nach einem Brettspiel zu suchen. Haben dann Monopoly gefunden und dachten das wäre einfach nur eine kleine Reise-Edition. Nein, es ist ein Kartenspiel. Hat ne Weile gedauert bis wir das Spiel verstanden haben, aber dann hat es viel Spaß gemacht. 

Irgendwann kamen dann auch die anderen 10 Mädels an. Vier Au-pairs und (mit uns) acht Backpacker. Haben dann gegrillt und wollten anschließend am Strand Wichteln. Es hat sich im Laufe des Tages aber schon immer mehr zugezogen und kaum haben wir uns in einer Runde zusammen gesetzt, hat es auch angefangen zu regnen und sich relativ schnell auch eingeregnet. Wir sind alle noch bei Regen ins Bett gegangen. Haben dann Unterdacht weiter gewichtelt und am Ende waren auch fast alle mit ihren Geschenken zufrieden. Ich habe jetzt eine Baumwolltasche mit Kiwis und eine Trinkflasche mit Neuseelandmuster.


  

Am 25.12. hatten wir dann wirklich gutes Wetter. 24 Grad und Sonnenschein. Während alle anderen sich irgendeinen Wasserfall angeschaut haben, haben Hannah und ich das Auto wieder aufgeräumt und ausgemistet. Bevor ich mich mit Hannah zusammen getan hatte, hatte ich schon Franzi (einer aus der Weihnachtsgruppe) versprochen das sie im Auto pennen kann, weshalb die Sachen von drei Leuten im Auto lagen. Das war schon echt einiges an Kram und zwischendurch hat auch niemand mehr was gefunden. Nachmittags haben wir uns dann alle am Strand getroffen, uns gesonnt und im Meer abgekühlt. Letzteres war auch wirklich nötig, es war ziemlich heiß, vor allem in der Sonne. Und auch wenn wir uns alle eingecremt haben – keiner ist ohne Sonnenbrand zurück gefahren. Der Strandtag hatte sich dann nach zwei Stunden auch erledigt, als wir alle auf unseren Strandtüchern lagen, und plötzlich eine Welle soweit auf den Strand kam, das wir grade noch unsere Wertsachen retten konnten. Mit nassen Handtüchern und Schuhen ging es dann zurück zum Campingplatz. Nachdem ich dann die erste Ladung Nudeln beim abgießen komplett im Abfluss versenkt habe, saßen wir nach dem Abendbrot noch alle zusammen bis es wieder anfing zu schütten und alle ins Bett sind.

  

Am 26. haben wir dann feststellen müssen, das wir mal wieder kein Frühstück mehr hatten, und sind relativ früh aufgebrochen um einkaufen zu gehen. Boxing Day Sale hat zwar nicht in den Lebensmittelgeschäften stattgefunden, aber trotzdem war morgens um 10.00 Uhr schon super viel ausverkauft und wir haben uns mit einer Tüte Croissants begnügt. Mit ner neuen Pfanne und nem neuen Pfannenwender (den letzten habe ich beim Eier anbraten geschmolzen …) ging es dann los nach Taupo. Zu dem Zeitpunkt hatten wir überhaupt keinen Plan was wir Silvester tun würden, denn unsere Gruppe mit der wir uns eigentlich eine Ferienwohnung mieten wollten, ist auseinander gefallen und die Wohnung war weg. Der Ort heißt zwar „Great Lake Taupo“, aber das der See so groß ist, hätte ich nicht gedacht.


Im Informationscenter haben wir dann eine Bucketlist gefunden mit Dingen die man in Taupo sehen oder gemacht haben sollte. Ein Punkt auf der Liste war, zu McDonalds zu gehen, denn der in Taupo ist als der coolste McDonalds der Welt ausgezeichnet. Für uns war das eine gute Ausrede Fritten zu essen und sind hin. Haben die Auszeichnung aber nicht so ganz verstanden. Die haben halt ein Flugzeug am Spielplatz und diese Auszeichnung aber sonst? Ist auch nicht besser oder anders oder cooler als jeder andere McDonalds …


  

  

Sind dann erstmal einen Campingplatz angefahren auf dem wir bleiben wollten, denn der hat Farmtiere frei rumlaufen. War auch noch genug Platz frei und wir haben uns gleich mal für vier Nächte einquartiert. Alpakas, Schafe, Hühner mit ihren Küken, Hund „China“, Enten und nicht identifizierbare Tiere liefen frei rum. Außerdem gab es noch Ziegen und Hasen.


Haben dann kurzfristig entschieden „The Greatest Showmen“ im Kino zu gucken, der am 26.12. in die Kino´s gekommen ist. War auch ein wirklich schöner Film, bis mir dann kurz vor ende (nach gut zwei Stunden) einfiel das ich das Licht am Auto angelassen habe. Das geht hier leider nicht wie zuhause automatisch aus oder an. Und das war auch nicht das erste mal das ich das Licht vergessen habe. Sind dann, kaum das die Credits liefen, zurück zum Auto gesprintet, ziemlich sicher das die Batterie jetzt auch leer ist. Ging aber zum Glück noch an. Hannah hat mir dann erstmal nen Zettel geschrieben.


  

Kino in Taupo war übrigens ganz süß. Der Kinosaal hatte vielleicht zehn Sitzreihen und die Werbung sah aus wie schlechte Powerpoint Präsentationen. Alles sehr old-school und irgendwie Improvisiert. Der Film war dann aber glücklicherweise in gewohnter Qualität.


Am nächsten Tag bin ich dann bei Cotton:On schwach geworden, ein Laden an dem ich schon lange vorbei laufe … (auch gelogen, ich geh jedes mal rein aber hab jetzt erst was gekauft). Aber immerhin war das Oberteil im Sale. Anschließend sind wir noch zu Craters of the moon gefahren. Das ist so ein Geothermal walk. Im Grunde sind es nur Löcher im Boden durch die Wasserdampf tritt, weil das Wasser im Boden 70 bis 140 Grad erreicht. Sah ganz cool aus, alles hat nach Ei gerochen und wie auch bei Wasserfällen – einmal gesehen reicht auch.

 

 

Und dann kam auch schon mein Horrortag. Ich werd ja eigentlich echt nicht schnell Seekrank, aber die Wellen auf dem Great Lake Taupo haben es mir echt gegeben. Schon am Vortag haben wir die Tickets gekauft für eine Bootstour zu den Maori Rock Carvings, weil man die vom Land aus nicht sehen kann. Vom Hafen aus sahen der See auch sehr friedlich aus, aber schon nach 20 Minuten Fahrt habe ich mich mit Übelkeit auf´s Klo verkrochen, und bin auch erst wieder raus als das Boot hielt – wir hatten die Carvings erreicht. Mehr als einen kurzer Blick habe ich aber auch nicht gesehen, denn das Mädchen das bei uns am Tisch saß hat es nicht auf die Toilette geschafft und sich einmal quer über den Tisch übergeben. Was wir eigentlich nichts ausmacht, meinen Versuch mich nicht zu übergeben aber doch erschwert hat. Die Rückfahrt war dann ruhiger, aber ich war wirklich froh als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und werde sobald kein Schiff mehr betreten. Aber immerhin gab es ne kostenlosen Postkarte mit den Carvings. Viel davon gesehen habe ich nicht.


Anschließend sind wir dann doch noch zu den Huka Falls gefahren und die waren richtig cool. Eigentlich ist es nur ein Strom vom Waikato River, aber weil die Wassermassen durch engen Raum schießen, bilden sich so viele Luftblasen das das Wasser extrem blau und weiß aussieht. Nicht nur sind die Wassermassen beeindruckend, aber die Farben des Wassers sind der Wahnsinn. Kommt leider nicht so auf den Bildern rüber.


Die Tage bis Silvester haben wir dann mehr oder weniger entspannt verbracht. Wir haben eine Flasche Wein geschenkt bekommen, weil wir für einen 9 Meter langen Wohnwagen Platz gemacht haben (die brauchten unseren Stellplatz mit) und wurden zum BBQ eingeladen, was wir aber nicht angenommen haben, weil wir andere Pläne für Silvester hatten.


Da gab es in Taupo ein Familien Event. Gegen acht gab es den Disney Film „Trolls“ Open Air der nicht schlecht aber irgendwie verstörend war. Die das Drehbuch geschrieben haben, waren wohl auch die ganze Zeit auf irgendwelchen Drogen. Währenddessen gab es McDondald´s Picknick und anschließend sind wir durch die Stadt gelaufen und haben auf Mitternacht gewartet. Der angekündigte DJ war entweder nicht da oder wir haben ihn nicht gefunden. Hier ist das Problem mit Neuseeland und Feuerwerk: Die Kiwi´s dürfen nicht knallen. Als Privatperson ist das illegal und deshalb dachte ich eigentlich das dann solche Veranstaltungen mit großen Feuerwerk gefeiert werden. Aber nein, wir hatten ein 5-minütiges kleines Feuerwerk und dann sind irgendwie auch viele Menschen zurück zu ihren Auto´s geströmt. Wie schon Weihnachten war das ein netter Nachmittag/Abend aber wie Silvester fühlte es sich nicht an. Aber jetzt haben wir 2018 – als erstes – und damit beende ich diesen viel zu langen Eintrag und mache dann im nächsten mit Napier weiter.  

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