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1 Von Bergen, Aufgeben und Wiedersehen mit der Verwandtschaft

Tag 1: Mittwoch, 10.7.2019

Strecke: Allgäu-Vorarlberg (Anreise nach Fischen, Fahrt auf einen Pass, umdrehen und nach Sonthofen)

gefahrene Kilometer: ca. 55


In der aller Früh fuhr mich Papa inklusive Fahrrad nach Ingolstadt zum Bahnhof. Dort kaufte ich ein Bayernticket und ein Fahrradticket und begann meine Tour. Zunächst passte alles, aber dann meinte der Schaffner, das Ticket sei erst ab 9:00 gültig und ich müsse mir noch ein gültiges kaufen. Es kostete 45€. In Bar. Mehr Geld hatte ich dann nicht mehr dabei. Sauer fuhr ich weiter. In Augsburg musste ich umsteigen und fuhr weiter nach Fischen. Unterwegs traf ich einen Kerl, ca. Ende 20, mit dem ich lange ratschte. Auch er fuhr gerne Rad. Und dann noch ein 17-jähriges Mädchen, das mir ihr halbes Leben erzählte und definitiv unglücklich war. Ich hörte ihr zu. In Fischen stieg ich aus und fuhr mit dem Rad Richtung Oberstdorf los.

Von da aus weiter am Fluss entlang immer bergauf. Ich hatte mir einen Pass ausgesucht, wo man auf 30km ca. 1400 hm hinauf fahren musste, dann noch ein bisschen auf und ab über 20km und dann 50km komplett begab. Abfangs war es richtig schön. Das Wetter war sonnig und warm, viel los, gute geteerte Straßen. Einmal bog ich falsch ab, das merkte ich aber erst, als ich 5km steil bergauf gefahren bin. Umdrehen wollte ich nicht und mir war ein Ehepaar entgegen gekommen, die ihre Räder ein kleines Stück getragen haben und dann wieder richtig rausgekommen sind. Das tat ich auch.

Der Weg war nicht mehr geteert, ich trug über Stufen bergab, dann schon ich auf einem schmalen Wanderweg, über einen Fluss und zwischen Kühen hindurch. Dann war ich auf der Teerstraße. Das war ziemlich witzig! Auf der Straße ging es weiter bergauf, es war anstrengend. Irgendwann hörte das geteerte auf, es waren kaum noch Leute unterwegs und ich musste schieben. Nur noch sehr langsam ging es voran. Irgendwann war ich an einem Punkt, wo man über fast alle Berge blicken konnte und ich nur noch 4km bis zum Gipfel gehabt hätte. Allerdings auch 400hm. Und das Rad hätte ich tragen müssen.

Ich konnte nicht mehr. Als ich schließlich stürzte, beschloss ich umzukehren und diese Nacht nicht bei Wolfgang in Feldkirch zu schlafen. Innerhalb einer Stunde war ich die gefahrenen 25km wieder unten und rief am Oberstdorfer Bahnhof meine Tante Regina an, bei der ich bleiben konnte. Mit weiteren Verfahrern kam ich schließlich um kurz vor 5 bei Regina an, die noch nicht daheim war, aber dafür meine Cousine Elisabeth.

Wir haben uns so gut verstanden, obwohl wir uns lange nicht gesehen hatten! Als Regina kam gingen wir erst Eis essen, danach musste Elisabeth für ein Schulprojekt Bäume fotografieren. Währed all dem redeten wir richtig viel! Auch dann beim Abendessen, wo sich auch mein Onkel Christian kurz blicken lies. Und danach. Schlafen durfte ich dann in der anderen Wohnung drüben. Es war sehr sehr schön.

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