Who let the dogs out?! Der erste Tag im Shelter
Nach meinem ersten Tag im Shelter bin ich echt überwältigt. Es ist einfach so schön und auch traurig zugleich. Aber alles auf Anfang... ... frühs um kurz nach 7.00 Uhr wurden...
Veröffentlicht: 21.04.2025
Hallo zusammen,
nach einer ziemlich turbulenten Anreise bin ich endlich auf Kreta angekommen. Fast hätte ich meinen Flug nicht rechtzeitig bekommen, da es am Flughafen zu technischen Problemen kam. Netterweise haben mich fast alle Leute am Schalter vor gelassen und ich hab es gerade noch right on time (wenn auch rennend) zum Boarding geschafft.
Neben mir saß eine junge Mutter die mit ihren beiden Töchtern (2 und 1 Jahr alt) alleine nach Kreta gereist ist, um dort ihren Mann zu treffen. Kaum ins Flugzeug eingestiegen habe ich dann also "geholfen" Milchfläschchen vorzubereiten. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Frau. Das muss man auch erstmal schaffen mit zwei kleinen Kindern so eine Reise anzutreten. Sie kam gebürtig aus dem Ruhrgebiet und war gerade zu Besuch in Deutschland, jetzt lebt sie in Denver.
Als ich dann also endlich gelandet bin, musste ich erstmal schauen wie ich mit dem Bus nach Heraklion komme, um dort dann den Citybus nach Chania zu erwischen. Tja was soll ich sagen. Nichts wars. Kaum in Heraklion angekommen, ist mir der Bus mehr oder weniger vor der Nase weg gefahren und ich musste eine Stunde auf den nächsten Bus warten. Die Fahrt von Heraklion nach Chania dauert 3 Stunden, aber die Landschaft ist es alle mal wert!
Endlich in Chania angekommen (nach einer gefühlten Ewigkeit und 10 Schweißausbrüchen) wurde ich von meiner Mitbewohnerin Hermine empfangen. Sie ist 18 Jahre alt und kommt aus Berlin. Sie ist also ein waschechtes Stadtkind und ist bereits seit zwei Wochen im Shelter.
Derzeit macht sie ein "Gapyear" und hat auch schon bei ein paar anderen Organisationen unterstützt, wie z. B. eine Huskyfarm in Schweden oder eine Pferdefarm in Spanien.
Den nächsten Tag hatte ich jetzt erstmal frei um anzukommen und um meine Nachbarschaft zu erkunden. Ist irgendwie schon ein bisschen komisch, wenn man so komplett alleine unterwegs ist, aber ich denke es ist einfach mal wieder an der Zeit aus seiner Komfortzone auszubrechen um sich selbst zu beweisen, dass man Dinge auch super alleine schaffen kann. Warst du schon mal ein Kaffee mit dir selber trinken oder warst alleine Essen? Es ist gar nicht so einfach und kostet einiges an Überwindung, aber ich finde danach kann man unglaublich stolz auf sich sein. Traut euch!!!
