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Who let the dogs out?! Der erste Tag im Shelter

Veröffentlicht: 22.04.2025

Sehenswert
Shelter
Kreta, Griechenland
Sehenswert
Apartment
Kreta, Griechenland
Essen
Starbucks
$ · Snack
Essen
Vegan Pulse
vegan · $ · Abendessen

Nach meinem ersten Tag im Shelter bin ich echt überwältigt. Es ist einfach so schön und auch traurig zugleich. Aber alles auf Anfang... 

... frühs um kurz nach 7.00 Uhr wurden wir in der Nähe unseres Apartmens von Caroline abgeholt. Sie kommt aus Schweden und kam vor 4 Jahren nach Kreta um in dem Shelter zu arbeiten. Damals wollte sie eigentlich nur 1 Jahr bleiben... jetzt lebt sie schon 4 Jahre hier. Am Shelter angekommen war es erstmal unglaublich laut. Ca. 100 Hunde bellen dich gleichzeitig an. Die Schicht hat aber direkt sehr schön angefangen, weil es als erstes zu den Puppys ging um sie zu füttern. Weil sie am Valentinstag dieses Jahr im Shelter abgegeben wurden, haben sie alle Namen bekommen die etwas mit der Liebe zu tun haben (Cupid, Valentino, Valentina, Corazon und Aphroditi). Sie sind schon sehr süß, aber auch richtig wild und sie haben vor allem super scharfe Krallen!!! Kratzer sind also auf jeden Fall vorprogrammiert und eine lange Hose auf jeden Fall sinnvoll. 

Danach wurde ich dann "eingelernt" und habe damit angefangen die Zwinger zu reinigen, denn auch das muss erledigt werden. In dem Shelter leben aktuell ca. 100 Hunde. Pro Zwinger kann man auf jeden Fall mal 15 Minuten Arbeit einrechnen. Zum Kuscheln bleibt aber trotzdem noch genug Zeit und die Hunde genießen das auch in vollen Zügen. Lediglich drei Hunde auf meiner Seite haben Angst vor Menschen. Um ihnen die Angst zu nehmen setze ich mich öfter am Tag mal für 5 - 10 Minuten zu Ihnen in den Zwinger und gebe ihnen Leckerlis oder füttere sie direkt aus der Hand, damit sie lernen zu vertrauen. Narobi (siehe Bild) und Palermo machen sich bisher auch ganz gut. Narobi war vor wenigen Tagen auch schon vermittelt, leider wurde sie wieder zurück gebracht, weil die Dame, die sie adoptiert hatte sie doch nicht mehr nehmen konnte. Das ist leider kein Einzelfall und für die Hunde natürlich auch nicht besonders schön. Manche holen sich einen Hund aus dem Shelter und bringen sie nach einer Woche wieder, weil der Hund nicht alleine bleiben kann oder aus anderen banalen Gründen. Was will man aber auch von einem Hund aus einem Shelter erwarten, der nie gelernt hat "alleine" zu sein? Und wieso sind Menschen so und geben so einem Hund nur eine Woche "Probezeit"? Ich glaub das sind zwei Fragen die mir niemals jemand beantworten kann.. Traurig aber wahr. 

Den Tag über dürfen die Hunde dann öfter in verschiedenen Gruppen raus in den Auslauf und rumrennen und toben. Sie können dann miteinander spielen oder einen kleinen Dip in die Pools machen. Aber wehe man sitzt auf dem Boden und streichelt einen Hund zu sehr, dann kommen direkt fünf weitere angerannt, die natürlich auch was von der Aufmerksamkeit abbekommen wollen. Man wird regelrecht belagert und weiß gar nicht mehr wo man anfangen und wo man aufhören soll, wenn fünf Hunde gleichzeitig auf deinen Schoß klettern wollen. 

Wenn soweit alles erledigt ist, wird als nächstes gefüttert. Hier muss man auch wieder auf verschiedene Allergien und Unverträglichkeiten achten. Außerdem gibt es natürlich auch oft Futterneid oder die Hunde haben eine gewisse Routine und fressen nur dann. Naomi zum Beispiel frisst ihr Futter nur vom Dach ihrer Hundehütte, wenn man es auf den Boden stellt wird es nicht angerührt. Andere bekommen ihr Futter in der Hundehütte und man setzt sich dann davor, weil sie einfach schneller Fressen als der Mitbewohner. 

Kurz vor Feierabend wurde dann gestern noch eine Katzenmutter mit 3 Kitten abgegeben.. Leider hat es die Katzenmutter nicht mehr geschafft. Sie war in sehr schlechter Verfassung und auch die Kitten haben alle drei leichte Augenentzündungen. 20 Minuten nachdem die Katzen bei uns im Shelter angekommen ist, ist sie gestorben, fast so als hätte sie nur darauf gewartet, dass sie endlich gehen kann, aber ihre Babys noch in guten Händen wissen wollte. Die Kitten müssen jetzt mit der Flasche aufgezogen werden. Ich hoffe sehr, dass sie es schaffen. Hier sieht man eigentlich fast mehr Straßenkatzen als Straßenhunde. Leider kann der Shelter aber keine Katzen aufnehmen. Es gibt zwar ein paar wenige Katzen die trotzdem im Shelter leben, aber die Kapazitäten sind einfach zu sehr begrenzt. 

Zwischen 14.00 und 15.00 Uhr war dann Schluss. Im Apartment angekommen gehts erstmal unter die Dusche und es gibt was zu Mittag. Im Shelter kommt tatsächlich kaum zum Pause machen, aber die Zeit vergeht sowieso wie im Flug. Wie sollte es auch anders sein? Man ist den ganzen Tag von ca. 100 Hunden umgeben - it´s like Heaven! Nach Feierabend sind wir heute mal zu Starbucks gegangen und haben uns einen Frappuccino gegönnt und haben uns damit ans Meer gesetzt. Glücklicherweise verstehe ich mich mit meiner Mitbewohnerin Hermine sehr gut. Wir haben dann noch Uno nach den "Berliner Straßenregeln" gespielt. Äußerst amüsant kann ich euch sagen.

Abends waren wir dann noch bei Vegan Pulse essen und es war wirklich super lecker. Da soll nochmal einer sagen Vegan würde nicht schmecken. Wir sprechen uns dann nachdem ihr da gegessen habt. Außerdem Dinner with a view sag ich euch. Es ist direkt am Meer und man kann während dem Abendessen den Ausblick genießen. 



Auf einen Blick

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Begleitung
Mit Freunden
KulturellKulinarischEntspannend
  • Abholung früh morgens in der Nähe des Apartments
  • Arbeit im Shelter mit etwa 100 Hunden
  • Frappuccino bei Starbucks am Meer
  • Abendessen bei Vegan Pulse direkt am Meer
lange Hose
NaturEssenStrandTransit
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