Who let the dogs out?! Der erste Tag im Shelter
Nach meinem ersten Tag im Shelter bin ich echt überwältigt. Es ist einfach so schön und auch traurig zugleich. Aber alles auf Anfang... ... frühs um kurz nach 7.00 Uhr wurden...


Veröffentlicht: 22.04.2025
Heute war Tag zwei im Shelter und was soll ich sagen. Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß und es fühlt sich so gut an Gutes zu tun.
Anfangs habe ich echt gebraucht mich an die Situation und das "Alleinsein" zu gewöhnen. Aber es wird jeden Tag besser und die Tage vergehen wie im Flug und wie heißt es so schön "man gewöhnt sich an (fast) alles." und so ganz alleine bin ich ja dann doch nicht :)
Es ist einfach schön zu sehen, wie offen die Hunde auf einen zugehen und sich freuen, wenn sie eine kleine Streicheleinheit abstauben können. Und ich sage euch, sie hätten noch mehr Liebe und Aufmerksamkeit verdient, aber wir sind meistens nur zu viert und es sind 100 Hunde. Das ist also fast nicht machbar. Manche der Hunde übertreiben es aber auch und verteidigen dann ihren "persönlichen Streichler". Octavia zum Beispiel habe ich heute gekrault während ich den Pool neu befüllt habe.. ab da war ich quasi ihr Eigentum. Jeder andere Hund wurde verjagt und ordentlich angeknurrt. An sich ist sie aber ein wirklich toller und auch lieber Hund. Auch wenn ich mich ernsthaft Frage ob sie nicht als Katze im Hundekörper geboren wurde. Sie streicht einem nämlich wie eine Katze um die Beine. Sowas hab ich vorher auch noch nicht gesehen. Besonders angenehm ist das vor allem dann wenn Octavia klatschnass aus dem Hundepool kommt, ohne sich vorher mal zu schütteln.
Puh und ich fürchte fast, dass ich mein Herz schon verloren habe an einen der Hundis.. ratet mal welcher es ist :). Man kann aber auch nur schwer widerstehen. Es gibt echt viele tolle Hunde in diesem Shelter. Klar denkt man sich immer " Straßenhunde haben einen Knacks" aber das trifft gar nicht mal auf alle zu. Manche von ihnen sind schon als Welpe in den Shelter gekommen und sind mit Menschen und anderen Hunden echt toll. Natürlich gibt es auch Angsthunde und schwierige Hunde im Shelter, aber ich würde mal behaupten die "normalen" überwiegen. Ein paar Hunde werden auch hin und wieder an deutsche Tierheime vermittelt. Andere bleiben aber bis zum Ende im Shelter - wie zum Beispiel die Seniorenhunde oder auch Couchpotatoes wie sie hier genannt werden. Sie heißen Quentin, Kiwi und Tarantino und sind die ältesten Hunde hier.
Das schöne an der Arbeit im Shelter ist aber auch, dass kein Tag gleich ist und natürlich dass man sehr viel Zeit mit Hunden verbringt. Ich weiß nicht wann mein Körper das letzte Mal so viele Glückshormone auf einmal ausgeschüttet hat. Wird man das jemals wieder steigern können? I don´t think so :D