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#2 STÄDTEREISE 2020 - WARSCHAU | MANHATTAN VON POLEN ODER TRISTER OSTBLOCK

Veröffentlicht: 08.05.2023

Und da wären wir auch schon am Ende unserer Polenreise angekommen, genauer gesagt in der Hauptstadt des Landes: Warschau. Eine Stadt, die in der Geschichte schon einige Male auf sich aufmerksam gemacht hat.

Warschau, die Hauptstadt Polens, liegt an der Weichsel und ist mit rund 1,8 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Polens und bekannt für ihre beeindruckende Mischung aus Geschichte und Moderne.

Die Stadt hat eine bewegte Vergangenheit. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch den Warschauer Aufstand von 1944 fast vollständig zerstört, doch nach dem Krieg liebevoll wieder aufgebaut. Die Altstadt, heute UNESCO-Weltkulturerbe, wurde detailgetreu rekonstruiert und beeindruckt mit dem Königsschloss, dem Marktplatz und den charmanten Gassen.

Neben der historischen Altstadt ist Warschau auch eine moderne Metropole mit Wolkenkratzern, Einkaufszentren und einem pulsierenden Nachtleben. Der Palast der Kultur und Wissenschaft, ein monumentales Hochhaus aus der kommunistischen Ära, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Łazienki-Park mit seinem wunderschönen Palast auf dem Wasser und das POLIN-Museum, das die Geschichte der polnischen Juden erzählt.

Warschau ist auch ein Zentrum für Wirtschaft und Innovation. Zahlreiche internationale Unternehmen haben hier ihren Sitz, und die Stadt entwickelt sich rasant. Gleichzeitig bleibt sie ein kultureller Hotspot mit Theatern, Konzerten und Festivals. Besonders bekannt ist das jährliche Chopin-Festival, das an den berühmten Komponisten erinnert, der in Warschau aufwuchs.

Trotz ihrer schweren Geschichte hat sich Warschau zu einer modernen, lebendigen Stadt entwickelt, die Tradition und Fortschritt vereint. Sie symbolisiert den Wiederaufbau, den Ehrgeiz und den unerschütterlichen Geist Polens.

Warschauer Ghetto, Warschauer Aufstand, Warschauer Kniefall sind nur ein paar historische Ereignisse, die mit dieser Stadt in Verbindung gebracht werden.

WIE BISTE HINGEKOMMEN?

Nach der etwa 2-stündigen Zugreise kamen wir am Bahnhof von Warschau an. Ei n ständiger Begleiter: Der Kulturpalast. Das bekannteste Gebäude Polens schiebt sich ständig in unser Blickfeld und wirkt fast schon ein wenig unheimlich auf uns.

eine Schönheit von Gebäude

WO HAST DU GENÄCHTIGT?

In der Innenstadt auf der Hauptstraße gegenüber dem Kulturpalast haben wir eine kleine Wohnung. Zu Fuß ist alles erreichbar. Passt.

WAS HASTE GESEHEN?

Der Kulturpalast, der 1955 ein Geschenk Stalins an das polnische Volk war, soll ein Symbol von Wiederaufbau und Kommunismus sein. Weder vorher noch nachher wurden Hochhäuser so verspielt konstruiert. Doch dieser war bei den Bürgern leider nicht hoch im Kurs. Der Warschauer Volksmund nannte den schönsten Ort der Stadt die Aussichtsplattform des Palasts.

"Weil es der einzige Ort ist, von dem aus man den Kulturpalast nicht sehen kann!"

Meiner Meinung nach kommt die Schönheit dieses Kolosses zur Geltung, wenn er in den surrealsten Farben angestrahlt wird.

gruselig...

Die Altstadt, die so alt gar nicht ist

Aufunserer Liste stand außerdem die Warschauer Altstadt, die durch Ihreunterschiedlichen Farben ein Postkartenmotiv vorstellt. Aber vorher machten wirnoch einen Abstecher in die Heilig-Kreuz-Basilika, um zu beten. Diese Kirchewurde im zweiten Weltkrieg durch die Wehrmacht vollkommen zerstört.
Kirche
Die Warschauer Altstadt gilt als eine Illusion seiner selbst. Die bunten Gebäudewurden im zweiten Weltkrieg fast vollkommen ausradiert. Lediglich sechs von ursprünglich 260 Gebäuden überstanden die Bombardements unversehrt.
Jezus
Das kommunistische Regime aus Moskau erklärte den Wiederaufbau der Altstadt als Prestigeobjekt, während das restliche Land verarmte. Die Idee dahinter war, die polnische Identität wiederherzustellen. So wurde die Altstadt nun wiederaufgebaut – nach alten Fotos, Kupferstichen und Gemälden. Die Altstadt wurde zudem 200 Jahre älter gemacht als Sie vor Ihrer Zerstörung war, da sich die hässlichen Bausünden der Kommunisten nicht wiederholen sollten.
Nur wenige Meter entfernt stellt die St.-Anna-Kirche (Kościół św. Anny) einen Pflichtbesuch dar, sie ist innen mit unglaublichen Details geschmückt und vor allem die prachtvolle goldene Orgel verdient sich einen längeren Blick.


Łazienki-Park und Schloss Wilanow

ZumAbschluss unserer Polenreise machten wir uns auf den Weg in den Park der Bäder,um dem Großstadtrummel zu entfliehen. In der 80 Hektar großen Parkanlage kannman sich zum Beispiel den gleichnamigen Palast anschauen, der im 18.Jahrhundert für einen russischen Adel erbaut wurde. Im gesamten Park findet manverschiedene Denkmäler, wie zum Beispiel das Frederic-Chopin-Denkmal.
Schloss..
Nacheiner kleinen Bahnfahrt kamen wir nun zum Schloss Wilanow. Das Schloss ist eins der wenigen Bauwerke von Warschau, das den Krieg unversehrt überstand. Das Schloss wurde im Jahre 1677 durch König Jan III. Sobieski gebaut, wechselte aber danach ständig seine Besitzer. So war auch beispielsweise König August II. der Starke ein Besitzer des Schlosses. Die Besonderheit an diesem Schloss war, dass jeder Besitzer verschiedenste Räume in unterschiedlichen Epochen einrichtete. 

WAS HASTE DIR EINVERLEIBT?

Einen kulinarischen Tipp kann ich euch auch noch nennen, in dem man sehr leckere polnische Spezialitäten essen kann. Ich würde euch empfehlen, einen Tisch zu reservieren oder auf gut Glück was Freies zu erhaschen, da das Restaurant immer gut besucht ist.

Hier gibt es alles, was das polnische Herz begehrt. ALLES!

Specjały Regionalne

Hausgemachtes Bigos – Sauerkraut mit Fleisch ~ 41 Zloty ~ 9,85 €

WIE WAR ES?

Warschau ist nicht so schön und klein und einzigartig wie Krakau, aber aushaltbar. Viele Menschen, sehr viel Verkehr und eine nicht so schöne Altstadt wie Krakau. Aushaltbar. Aber Krakau ist besser... 

RATING FÜR WARSCHAU: 7,8/ 10

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WAS KOSTET DER SPAß?

Unterkunft Warschau: 20,50 € pro Person / Nacht


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