Weiter geht’s zur Izu-Halbinsel
17.September In der Nacht im Hotel haben wir noch ein winziges Erdbeben miterlebt, was zwar nur ein paar Sekunden dauerte, aber schon ein


Veröffentlicht: 19.09.2026




















18. September
Nachdem wir die hektische Hauptstadt verlassen hatten, in der es mehr zu sehen gab, als in ein paar Tagen überhaupt machbar gewesen wäre, schien es nun fast schon entspannend, nur zwei Ziele für den Tag zu haben.
Doch bevor es losging, wurden wir zunächst zum traditionellen Frühstück in unserer Unterkunft gerufen. In einem großen, mit Tatami-Matten ausgelegten Raum standen mehrere niedrige Tische, an denen wir Platz nahmen.
Das Frühstück war für unsere deutschen Gaumen ziemlich ungewöhnlich, aber keineswegs schlecht. Jeder von uns bekam ein kleines Stövchen – für das es bestimmt ein mir unbekanntes japanisches Wort gibt –, auf dem wir unser eigenes Rührei zubereiten konnten. Dazu gab es gebratenen Fisch, Misosuppe, eingelegtes Gemüse, süße Bohnen und eine Art marshmallowartigen Fischkuchen. Getrunken wurde natürlich grüner Tee.
Von den einzeln betrachtet winzigen Portionen wird man in der Summe allerdings erstaunlich satt.
Danach fuhren wir mit der Bahn zur Jōgasaki-Küste. Dort gibt es einen kleinen Wanderpfad entlang der Küste. Ausgangspunkt ist eine Fischerhütte aus dem 17. Jahrhundert, in der sich heute ein Restaurant befindet. Da wir vom Frühstück allerdings noch bestens gesättigt waren, machten wir uns direkt auf den Weg.
Der Pfad führte entlang der schroffen Küste aus Vulkangestein, vorbei an einem Leuchtturm mit Kiosk und über eine kleine Hängebrücke bis hin zu einem Museum. Wir ließen uns viel Zeit und machten immer wieder Rast auf den Felsen am Strand. Der Wanderweg gefiel uns ausgesprochen gut und bot beeindruckende Ausblicke auf die zerklüftete Küste. Also setzten wir uns einfach immer wieder auf die Felsen und genossen die Aussicht.
Irgendwann kamen wir dann aber tatsächlich am Ende des Pfades an, wo sich ein Museum befand, das nun wirklich nicht auf meiner Bucketlist gestanden hatte. Aber jetzt waren wir ja schon einmal da.
Es handelte sich um ein Lampenmuseum, in dem unter anderem Tiffany-Lampen ausgestellt wurden, mit einem angrenzenden Blumengarten. Zuerst schlenderten wir durch den Garten, der zugegebenermaßen ganz schön war und einen hervorragenden Blick aufs Meer bot. An mehreren Stellen konnte man seine Kamera auf einem Podest platzieren und an eigens angelegten Fotospots Bilder von sich selbst machen. Irgendwie peinlich, aber natürlich haben wir es dann auch gemacht!
Danach schauten wir uns noch die Ausstellungsräume mit den Lampen und Fenstern an. Es war tatsächlich ganz interessant und irgendwie auch schön. Anschließend tranken wir noch ganz entspannt einen Kaffee auf der Terrasse des dazugehörigen Cafés.
Da wir noch etwas Zeit hatten, fuhren wir anschließend noch einmal zum Mount Ōmuro, um dort den Zoo zu besuchen. Nun ja, dort gab es tatsächlich ziemlich viele Tiere zu sehen. Bei einigen von ihnen hatten wir allerdings den Eindruck, dass ihre Gehege nicht gerade die tierfreundlichsten Bedingungen boten.
Zum Abschluss ging es noch in ein Restaurant. Dort konnte ich wieder auf einem kleinen Stövchen mein eigenes Essen zubereiten, während Isi ihren Hunger auf Pommes und Tintenfisch stillen konnte.
Danach ging es zurück ins Hotel, noch einmal ins Badebecken und anschließend ins Bett.
