Regentag in Tokio
16. September Am Mittwoch war das Wetter zum ersten Mal richtig schlecht. Es regnete den ganzen Tag, was aber nicht weiter dramatisch war, da unser wichtigstes Ziel für den Tag...


Veröffentlicht: 18.09.2026
17.September
In der Nacht im Hotel haben wir noch ein winziges Erdbeben miterlebt, was zwar nur ein paar Sekunden dauerte, aber schon eine merkwürdige Erfahrung war.
Am nächsten Tag war unsere Zeit in Tokio dann vorbei und wir machten uns auf die Reise zur nächsten Unterkunft auf der Izu-Halbinsel, die südwestlich der Hauptstadt liegt. Eigentlich dachten wir, dass wir uns mittlerweile im Bahnverkehr zurecht finden. Aber an diesem Tag lief einiges schief. Erst stiegen wir in die Falsche U-Bahn, die zwar in die richtige Richtung Fuhr aber so viele Zwischenstopps machte, das wir unseren Anschlusszug verpassten. Dann sind wir noch in den falschen Zug gestiegen und mussten am nächsten Bahnhof umsteigen. Zum Glück haben wir unsere Koffer zuvor aus dem Tokio ins nächste Hotel geschickt, ansonsten wäre das echt stressig geworden.
Gegen halb zwei kamen wir dann endlich am Hotel Hynodea an. Das Washington Hotel in welchem wir in Tokio genächtigt hatten war noch sehr westlich, dieses Hotel, in welchem wir die nächsten zwei Nächte verbringen sollten war eine traditionelle japanische Unterkunft (Ryokan). Man zog direkt nach der Eingangstüre die Schuhe aus und bekam einen leichten Kimono (Yukatan) zum Tragen im Hotel. Das Zimmer war mit Bambusmatten (Tatami) ausgelegt und es gibt kein herkömmliches Bett, sondern man schläft auf ausgelegten Futons auf dem Boden.
Zuerst wollten wir aber noch einen kleinen Ausflug auf den Mount Ōmuro, einen erloschenen Vulkan der fasst 600m hoch über die Küste aufragt und bequem mit einem Sessellift erklommen werden kann. Von hier konnte man noch weitere Vulkangipfel sehen, die mit dem Ōmuro zusammen die Landschaft in der Gegend geschaffen haben. So wurden die einst Tiefen Täler mit erkaltender Lava zu bewohnbaren Ebenen und die Küste wurde zu einer schroffen Vulkansteinküste (Dahin geht es morgen). Der Gipfel wird seit mehreren hundert Jahren jährlich brandgerodet, weswegen er nur von einjährigen Pflanzen bewachsen ist. Da wir etwas spät dran waren fuhr uns der Hotelbetreiber netterweise selbst zum Berg. Es war eine wunderbare Aussicht.
Abends sind wir noch im Hoteleigenen Japanischen Badezimmer ins Becken gestiegen. Hier schrubbt man sich vorher penibel mit Seife ab, bevor man dann quietschsauber ins ziemlich heiße Wasser darf. Danach ging’s endlich ins Bett bzw. auf den Futon.
