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mit dem Zug durch Osteuropa

Tag 16: 16 Grad in Prag

Das dritte Mal in Folge konnten wir uns ausgeschlafen in einer neuen Stadt auf Erkundungstour begeben. Gegen halb neun war es draußen noch sehr frisch und wir benötigten jeweils eine Weste plus unsere Softshelljacke. Leicht hungrig durquerten wir die noch wenig beseelte Altstadt und manövrierten uns für ein Frühstück in ein gemütliches Lokal. Speck und Ei für Mini und ein gesundes Müsli für Steffi machten uns fit für den Tag.

Zu Fuß durchstreiften wir die wunderschönen Gassen und legten so ein ordentliches Stück Weg hinter uns. Unser erstes Ziel war die Prager Burg, welche über nette Gassen zu erreichen war. Bevor wir jedoch zu ihr gelangten, statteten wir dem gepflegten Wallenstein Garten mit seinen vielen fabelhaften Statuen einen Besuch ab. Nachdem wir diesen durchquert hatten, legten wir einige Höhenmeter auf den mit kleinen Pflastersteinen angelegten Straßen, umgeben von schönen alten und viel verzierten Gebäuden, zurück. Auffallend viele Straßenmusiker begleiteten unseren Marsch mit unterschiedlichster Musik. Von Geige über Harmonie bis hin zu Gruppen mit mehreren Instrumenten war alles dabei. Kurz bevor wir die Burg erreichten, erleuchtete uns die Sonne die letzten hundert Meter den Weg. Ihre Arme brachten uns sogar etwas ins Schwitzen und so legten wir unsere äußeren Schichten ab. Im Vergleich zu den Morgenstunden tummelten sich jetzt Heerscharen von Touristen auf den Straßen.

Oben angekommen hatten wir einen schönen Ausblick auf Prag und auf die Vorderseite der Festungsanlage. Neugierig durchquerten wir eine Sicherheitsschleuse und erblickten jede Menge Touristen, die sich durch die Anlage wälzten. Anfangs noch unentschlossen, ob wir die größte Burganlage der Welt von Innen erkunden sollten, entschlossen wir uns dann doch dagegen, da ein ausführlicher Aufenthalt in ihr unseren Zeitrahmen vielfach gesprengt hätte und wir noch andere Seiten von Prag sehen wollten.

So ging es wieder hinaus und noch etwas weiter hinauf zu einer Grünanlage, welche wir dann zurück bergab zur Altstadt durchquerten. Auf dieser Strecke trafen wir nur selten Touristen und die steinbepflasterten Gassen versprühten eine friedliche und gelassene Stimmung. Je näher wir dem Zentrum kamen, desto mehr regte sich auf den Straßen. Über die wunderschöne Karlsbrücke mit einigen Karikaturisten, Schmuckverkäufern sowie riesigen, sich träge fortbewegenden Trauben von Menschen spazierten wir zurück ins Zentrum. Immer wieder hatten wir schöne Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Wir gönnten uns eine kurze Rast bei einem Kaffee und schlenderten weiter durch die Stadt. Dabei passierten wir das Nationaltheater, das Tanzende Haus, das Nationalmuseum sowie den Pulverturm mit dem wunderschönen Gemeindehaus nebenan.

Unsere Füße trugen uns bis dahin bereits schon einige Kilometer und lechzten nach einer Pause. Außerdem meldeten sich schon unsere Bäuche und wir hielten Ausschau nach einem passenden Restaurant. Eigentlich wollten wir Sushi essen, die aber doch etwas höheren Preise lenkten uns zurück in das tschechische Restaurant, in dem wir morgens gefrühstückt hatten. Aus Sushi wurden gegrillter Lachs und Gnocchi und wir bereuten diese Entscheidung nicht im Geringsten. Da wir bereits einen Großteil der Altstadt von Prag erkundet hatten, spazierten wir ohne größeren Plan nochmals durchs Judenviertel, weitere Gassen entlang und schließlich zurück zu unserer Unterkunft. So ließen wir den Tag ausklingen, bereiten uns auf unsere Weiterreise vor und kuschelten uns ins Bett.

#interrail#prag

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