Anreise St. Lucia mit Hindernissen
Jaja, wir haben ja geahnt, dass es ein Abenteuerurlaub wird. Aber muss das so sein? Am letzten Tag auf Barbados haben wir nochmal das türkisblaue Wasser in Oistin genossen. Dann...


Veröffentlicht: 04.04.2025











Handy kaputt, Koffer kaputt, kanns noch schlimmer kommen? Ja!!!
Wir waren auf St. Lucia auf dem Weg nach Soufriere, um dort zu wandern. Auf einer Brücke – Polizeisperre. Der Beamte wollte meinen Führerschein sehen, nicht den nationalen deutschen, den „Führerschein“ von St. Lucia. Ein einfacher Zettel, den jede Vermietstation oder Poststelle für 20 US-Dollar ausstellt.
Der Beamte stellte mir dann eine Verwarnung, ein Ticket in Höhe von 1500 Dollar aus, weil ich diesen „Wisch“ nicht besaß. Meinen internationalen Führerschein wollte er gar nicht sehen.
Kurz zusammengefasst haben wir dann nach diesem Schock zufällig in Soufriere das deutsche Honorarkonsulat gefunden. Die Mitarbeiterinnen waren sehr bemüht, gleichzeitig auch geschockt über das Ticket, die Konsulin weilte z.Zt. in Miami.
Wie sich herausstellte, waren es 1500 Eastcaribbean Dollar, etwa 500 €.
Dieses Ticket war wohl eine Mischung aus Durcheinander von uns selbst bei der Einreise wegen des kaputten Handys, Durcheinander bei der Mietwagenübernahme und dienstlicher Druck auf den Polizisten bei der Kontrolle.
Frau Konsulin hat dann von Miami aus ihre Kontakte genutzt, auch die Mietwagenfirma eingeschaltet, wir haben auf der Straße einen Polizisten gefragt, der uns auch weiterhelfen konnte. Zu guter Letzt mussten wir fast einen ganzen Tag hin- und herfahren, den internationalen Führerschein holen, im Ministery of Transport den Führerschein abstempeln lassen und dann hat ein freundlicher Officer im Traffic Departement den Strafzettel an sich genommen und für erledigt erklärt. Alle Beteiligten, insbesondere Frau Konsulin, waren sehr bemüht, dieses Missgeschick aus der Welt zu schaffen. Wir hätten sicher Probleme bei der Ausreise am Samstag bekommen, wenn wir die 1500 Dollar nicht bezahlt hätten.
Leider ein verlorener Tag, aber so einen richtigen Schuldigen gab es eigentlich nicht, na ja, bei der Polizeikontrolle hätte man etwas zugänglicher sein und sich für die Umstände interessieren können.
Schon wieder viel Geschwafel über irgendwelche Probleme, aber auch das gehört zu so einer Reise dazu.
Die Insel St. Lucia wirklich traumhaft, am Wegesrand wachsen Ananas, an den Palmen hängen Kokosnüsse, es gibt Mangos und Früchte, die wir gar nicht kannten. Wirklich paradiesisch.
Landschaftlich auf jeden Fall noch schöner als Barbados. Aber die Einheimischen – offenbar sehr viel ärmer als auf der vorherigen Insel. Das spürt man auch überall. Es wird immer wieder gebettelt, man sieht viele „abgestürzte“ Menschen, der persönliche Kontakt mit den Leuten ist oft zurückhaltend.
Das hat uns auf Barbados besser gefallen. Die Natur ist aber hier schöner.
Wir sind den Tet Paul Nature Trail gewandert. Dieser „stairway to heaven“ führt zwischen die beiden Wahrzeichen von St. Lucia, den Pitons hinauf. Das sind zwei spitze Vulkankegel, die imposant aus dem Meer aufragen. Eintritt 10 US-Dollar, incl. Führer. Man kann aber auch ohne Führer in eigenem Tempo laufen.
Auf der Höhe des Trails hat man einen unglaublichen Blick auf die beiden Pitons, atemberaubend schön. Dort verkauft ein junger Mann einfache Souvenirs.
Schaut euch die Bilder an, ich glaube, mehr muss ich nicht sagen.
Morgen wollen wir am nördlichen Ende der Insel wandern, vielleicht reichts auch mal wieder für einen karibischen Traumstand, die es hier natürlich auch unzählige gibt.
Ach ja, Autos werden hier nicht zum Schrottplatz gebracht, sie werden einfach am Straßenrand der Natur übergeben bzw. als Ersatzteillager genutzt.